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: Auftakt zu Ostern

AnzeigeMit dem Rad zum Grenzturm Ausstellung in Nieder Neuendorf
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

Grenzturm_Fruehling_Mauerradweg. ⇥Foto: Frank Liebke

Foto: Frank Liebke

Hennigsdorf. Wo einst der Todesstreifen der Berliner Mauer verlief, lädt heute der rund 160 Kilometer lange Mauerradweg zu Touren durch Wiesen, Wälder und entlang der Havel ein. Einer der letzten erhaltenen Zeitzeugen dieser Epoche ist der Grenzturm in Nieder Neuendorf. Die dortige Ausstellung öffnet ab Sonnabend, 4. April 2026, wieder ihre Türen – ein Besuch lohnt sich besonders rund um die Osterfeiertage, ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß.

Die Ausstellung vermittelt anschaulich, wie stark die Grenzanlagen und die deutsche Teilung zwischen 1961 und 1989 das Leben der Menschen prägten. Zahlreiche Exponate geben Einblicke in den Alltag der Grenzsoldaten und zeigen zugleich die beklemmende Realität des einstigen Sperrgebiets. Das Geschehen von damals wird für Besucherinnen und Besucher eindrucksvoll nachvollziehbar.

Zu sehen sind unter anderem technische Einrichtungen wie eine Hauptsprechstelle sowie eine Ruf- und Sprechsäule, die der Kommunikation im Grenzgebiet dienten. Ergänzt wird die Schau durch Dokumente, Uniformen und persönliche Geschichten. Ein besonderer Zugang gelingt über den animierten Comic „(K)ein Wiedersehen“, der einen Fluchtversuch zweier Jugendlicher über die Havel thematisiert und Geschichte auf eindringliche Weise vermittelt.

Heute liegt der Grenzturm in einer idyllischen Umgebung. Wo früher militärische Anlagen standen, haben sich Natur sowie Wohn- und Erholungsgebiete entwickelt. Gleichzeitig erinnern Gedenkstelen entlang des Radwegs an Opfer der Teilung und mahnen, die Tragödien jener Zeit nicht zu vergessen.

Die Ausstellung ist ab Ostern bis zum 3. Oktober 2026 jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen sind nach Voranmeldung beim Stadtarchiv Hennigsdorf möglich.

⇥PM/MME

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