18. Tag d. offenen Unternehmen
: Fachkräftemangel in der Region stoppen

AnzeigeZukunftsperspektiven zeigen Am 8. Mai fand der 18. Tag des offenen Unternehmens statt. Der Gewerbepark in Müllrose lockte wieder einmal viele Schüler an, um bei der Berufsorientierung zu helfen und für regionale Ausbildungen zu werben. Von Marie Lindner
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Redaktion Sonderthemen
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  • Mittendrin statt nur dabei: Mediaberaterin Christine Schilg und Redakteurin Marie Lindner machten sich beim Aktionstag selbst ein Bild von den vielseitigen Gewerken. Ob hoch hinaus in der Hebebühne, praktische Einblicke ins Handwerk oder moderne Technik zum Ausprobieren – besonders für die vielen Jugendlichen bot der Tag spannende Möglichkeiten, Arbeitswelten hautnah zu erleben. Lernen wurde hier greifbar: nicht aus dem Lehrbuch, sondern direkt mitten im Geschehen.⇥Fotos: Christine Schilg

    Mittendrin statt nur dabei: Mediaberaterin Christine Schilg und Redakteurin Marie Lindner machten sich beim Aktionstag selbst ein Bild von den vielseitigen Gewerken. Ob hoch hinaus in der Hebebühne, praktische Einblicke ins Handwerk oder moderne Technik zum Ausprobieren – besonders für die vielen Jugendlichen bot der Tag spannende Möglichkeiten, Arbeitswelten hautnah zu erleben. Lernen wurde hier greifbar: nicht aus dem Lehrbuch, sondern direkt mitten im Geschehen.⇥Fotos: Christine Schilg

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  • V.l.n.r.: Die verantwortliche Kollegin der GOS Müllrose, die alle Fäden zusammenhält, Peggy Fröhlich; Schulleiterin Katja Fritzke und Schirmherr Ulrich Zimmer eröffneten gemeinsam den 18. Tag des offenen Unternehmens. Seit vielen Jahren engagieren sich Schule und Wirtschaft Hand in Hand für die Berufsorientierung junger Menschen in der Region.

    V.l.n.r.: Die verantwortliche Kollegin der GOS Müllrose, die alle Fäden zusammenhält, Peggy Fröhlich; Schulleiterin Katja Fritzke und Schirmherr Ulrich Zimmer eröffneten gemeinsam den 18. Tag des offenen Unternehmens. Seit vielen Jahren engagieren sich Schule und Wirtschaft Hand in Hand für die Berufsorientierung junger Menschen in der Region.

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  • Der Blick von oben zeigt das bunte Treiben beim 18. Tag des offenen Unternehmens im Müllroser Gewerbepark.

    Der Blick von oben zeigt das bunte Treiben beim 18. Tag des offenen Unternehmens im Müllroser Gewerbepark.

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Am 8. Mai 2026 wurde der Müllroser Gewerbepark erneut zum Treffpunkt für Berufsorientierung, Zukunftspläne und praktische Einblicke in die Arbeitswelt. Bereits zum 18. Mal fand der Tag des offenen Unternehmens statt – eine Veranstaltung, die sich längst zu einem wichtigen Bindeglied zwischen Schule, Wirtschaft und regionalem Nachwuchs entwickelt hat. Über 200 Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, verschiedenste Unternehmen kennenzulernen und direkt hinter die Kulissen regionaler Betriebe zu schauen.

Mehr als 40 Unternehmen und Einrichtungen aus Handwerk, Industrie, Pflege, Verwaltung und Dienstleistung beteiligten sich in diesem Jahr an der Aktion. Dabei ging es nicht nur um Flyer oder kurze Gespräche an Infoständen. Viele Jugendliche konnten direkt in Werkhallen, Produktionsstätten, Büros oder soziale Einrichtungen hineinschauen und erleben, wie der Berufsalltag tatsächlich aussieht.

Vom Klassenzimmer direkt in den Betrieb

Genau das macht den besonderen Charakter des Tages aus: Berufsorientierung wird greifbar. Die Schülerinnen und Schüler durften ausprobieren, Fragen stellen und selbst aktiv werden. Während einige Jugendliche moderne Technik kennenlernen konnten, standen andere plötzlich mitten in Werkstätten, auf Baustellen oder in Pflegeeinrichtungen und bekamen einen Eindruck davon, was hinter den jeweiligen Berufen steckt.

„Der Unterschied zu einem normalen Berufsinfotag ist, dass die Jugendlichen hier wirklich erleben können, wie gearbeitet wird“, erklärt Peggy Fröhlich, Lehrkraft für Berufsorientierung an der Grund- und Oberschule Müllrose. „Viele entdecken dabei Interessen oder Talente, die ihnen vorher selbst gar nicht bewusst waren.“

Auch Schulleiterin Katja Fritzke sieht in der Veranstaltung einen wichtigen Baustein für die Zukunft der Jugendlichen: „Berufsorientierung funktioniert am besten, wenn junge Menschen Berufe nicht nur erklärt bekommen, sondern sie erleben dürfen. Viele unserer Schülerinnen und Schüler merken an diesem Tag zum ersten Mal, welche Möglichkeiten direkt vor ihrer Haustür liegen.“

Besonders wichtig sei dabei, dass die Jugendlichen sehen, wie viele berufliche Perspektiven es in der eigenen Heimatregion gibt. Denn oft sei vielen gar nicht bewusst, welche Vielfalt an Unternehmen rund um Müllrose, Beeskow oder Eisenhüttenstadt überhaupt existiere.

Betriebe werben um Nachwuchs

Für die Unternehmen selbst ist der Tag längst mehr als nur eine Präsentationsveranstaltung. Viele Betriebe hoffen, frühzeitig Kontakte zu zukünftigen Praktikanten oder Auszubildenden knüpfen zu können. Gerade im Handwerk und in technischen Berufen wird der Fachkräftemangel immer spürbarer.

„Wir brauchen junge Leute, die Lust haben anzupacken und hier in der Region etwas aufzubauen“, sagt Ulrich Zimmer, Geschäftsführer der HTS Müllroser Hoch-, Tief- und Straßenbau GmbH, auf dessen Firmengelände die Veranstaltung traditionell stattfindet. „Wenn Jugendliche heute bei uns einen Betrieb kennenlernen und vielleicht merken: ‚Das könnte etwas für mich sein‘ – dann haben wir schon viel erreicht.“

Zimmer engagiert sich seit vielen Jahren gemeinsam mit Unternehmen, Schule und Partnern für den Tag des offenen Unternehmens. Für ihn gehe es dabei nicht nur um Ausbildungsplätze, sondern auch um die Zukunft der gesamten Region. „Viele Betriebe kämpfen ums Überleben, weil Fachkräfte fehlen. Gleichzeitig suchen junge Menschen nach Perspektiven. Wir wollen zeigen, dass beides zusammenpasst – und dass man nicht wegziehen muss, um spannende und moderne Berufe zu finden.“

Die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und regionalen Unternehmen gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Bausteine der Veranstaltung. Der Tag des offenen Unternehmens ergänzt Praktika, Werkstattbesuche und weitere Projekte zur Berufsorientierung und soll Jugendlichen helfen, frühzeitig eigene Interessen zu entdecken.

Dabei profitieren beide Seiten voneinander: Die Schülerinnen und Schüler gewinnen Einblicke und Kontakte, während Unternehmen die Chance bekommen, ihren möglichen Nachwuchs persönlich kennenzulernen.

Der 18. Tag des offenen Unternehmens zeigte damit erneut, wie wichtig solche Begegnungen geworden sind – nicht nur für die Berufswahl junger Menschen, sondern auch für die Zukunft der gesamten Region.

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