25 J. Tischlerei Schoppe: Sein Herz schlägt für Holz
Der Duft von frisch gesägtem Holz begleitet Steffen Schoppe eigentlich schon sein ganzes Leben. Während andere Kinder ihre Freizeit auf dem Fußballplatz verbrachten, zog es ihn hinaus in die Natur. Er schnitzte, bastelte und war fasziniert von einem Werkstoff, der nie gleich aussieht. Jede Maserung erzählt ihre eigene Geschichte – und genau das ließ ihn schon früh nicht mehr los.
Spätestens als Achtklässler war sein beruflicher Weg vorgezeichnet. In einer Arbeitsgemeinschaft für Drechseln entdeckte er endgültig seine Leidenschaft für das Tischlerhandwerk. Dort entstand der Wunsch, später einmal Tischlermeister zu werden und einen eigenen Betrieb zu führen.
Seine Ausbildung absolvierte er im damaligen Reifenwerk in Fürstenwalde. Nach weiteren Berufsjahren in einem Tischlereibetrieb wagte er schließlich 2001 den Schritt in die Selbstständigkeit. In einer ehemaligen Halle des früheren Sägewerks an der Fürstenwalder Chaussee 29 in Bad Saarow entstand seine eigene Werkstatt – ein Ort, der sich in den vergangenen 25 Jahren stetig weiterentwickelt hat. Mit viel Eigenleistung wurde aus der alten Halle ein moderner Handwerksbetrieb.
Tradition trifft modernes Design
Holz ist geblieben – fast alles andere hat sich verändert. Das Tischlerhandwerk entwickelt sich stetig weiter. Moderne Materialien, innovative Oberflächen und neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen heute nahezu unbegrenzte Freiheiten. Neben Massivholz werden Glas, Aluminium, hochwertige Beschläge und Strukturplatten selbstverständlich miteinander kombiniert.
Besonders gefragt sind pflegeleichte Anti-Fingerprint-Oberflächen, grifflose Fronten, integrierte Beleuchtung und harmonisch aufeinander abgestimmte Dekore, die sich durch den gesamten Wohnraum ziehen. Auch Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle. Zertifizierte Hölzer aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft gewinnen zunehmend an Bedeutung und sind für viele Kunden ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Und dennoch gibt es einen Klassiker, der seit Jahrzehnten nichts von seiner Beliebtheit verloren hat. „Eiche geht eigentlich immer“, sagt Steffen Schoppe lächelnd.
Ob modern, klassisch, elegant oder rustikal – nahezu jeder Einrichtungsstil lässt sich heute individuell verwirklichen.
Seine Philosophie beschreibt er mit wenigen Worten: Alles kann – nichts muss.
Maßarbeit statt Massenware
Genau diese Individualität macht für Steffen Schoppe den Reiz seines Berufes aus. Jedes Möbelstück entsteht nach den Vorstellungen seiner Kundinnen und Kunden. Materialien lassen sich kombinieren, Beleuchtung integrieren und selbst schwierige Raumsituationen optimal nutzen.
Dabei hat sich der Bad Saarower ganz bewusst gegen die industrielle Serienfertigung entschieden. Große Hotelprojekte oder standardisierte Möbelprogramme stehen für ihn nicht im Mittelpunkt.
Ihm ist wichtig, der Tischler vor Ort zu bleiben.
Der Ansprechpartner für Familien, Eigenheimbesitzer oder Senioren, die eine neue Küche planen, einen Einbauschrank benötigen oder auch einfach eine Tür reparieren lassen möchten.
Persönliche Beratung, kurze Wege und schnelle Hilfe gehören für ihn genauso zum Handwerk wie Säge und Hobel.
Leidenschaft für den Nachwuchs
Fast noch wichtiger als das fertige Möbelstück ist für Steffen Schoppe jedoch der Blick in die Zukunft. Seit der Gründung seines Betriebes hat er inzwischen 16 junge Menschen zu Tischlern ausgebildet. Darauf ist der Handwerksmeister besonders stolz. Denn Ausbildung bedeutet Verantwortung.
Sie kostet Zeit, Geduld und erhebliche finanzielle Mittel. Erfahrene Gesellen begleiten die Auszubildenden Schritt für Schritt, erklären Arbeitsabläufe, korrigieren Fehler und geben ihr Wissen weiter. Während dieser Zeit investieren Betriebe viele Stunden und finanzielle Ressourcen in den Nachwuchs – oftmals ohne unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen.
Nicht jeder Betrieb könne sich dieses Engagement leisten. Für Steffen Schoppe war dennoch immer klar, dass Ausbildung zum Handwerk dazugehört. „Ausbildung ist keine Ausbeutung, sondern eine Investition in die Zukunft.“ Diese Haltung lebt er seit 25 Jahren. Mit Erfolg.
Mehrere ehemalige Auszubildende arbeiten heute selbst erfolgreich als Gesellen oder haben inzwischen den Meistertitel erworben. Regelmäßig nehmen ihre Gesellenstücke am renommierten Wettbewerb „Die Gute Form“ teil und erzielten dort bereits beachtliche Erfolge.
Für sein langjähriges Engagement erhielt die Tischlerei 2021 außerdem den Brandenburgischen Ausbildungspreis – eine besondere Anerkennung für die Qualität der Nachwuchsförderung.
Warum Handwerk Zukunft hat
Während viele Branchen derzeit darüber diskutieren, welche Aufgaben künftig Künstliche Intelligenz übernehmen wird, blickt Steffen Schoppe gelassen auf diese Entwicklung.
KI könne Ideen liefern, Entwürfe erstellen oder Planungen unterstützen. Das eigentliche Handwerk werde sie jedoch niemals ersetzen.
Denn jedes Stück Holz sei einzigartig. Jede Maserung, jeder Raum und jeder Kundenwunsch erforderten Erfahrung, Kreativität und handwerkliches Können. Interessanterweise spüre er bereits einen Wandel.
Immer häufiger interessieren sich junge Menschen bewusst für einen Handwerksberuf, weil sie darin langfristige Sicherheit sehen. Gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung erkennen viele den Wert eines Berufes, der nicht automatisiert werden kann.
Sein Wunsch für die Zukunft ist deshalb klar: Die Leidenschaft für das Handwerk soll erhalten bleiben. Traditionen sollen weitergegeben werden und junge Menschen sollen wieder Freude daran finden, mit ihren Händen etwas Bleibendes zu schaffen.
25 Jahre gemeinsam gefeiert
Dieses besondere Jubiläum wurde bereits gemeinsam gefeiert.
Auf dem Betriebsgelände kamen Familie, Freunde, Mitarbeiter, ehemalige Gesellen und Auszubildende, Geschäftspartner, Lieferanten sowie langjährige Wegbegleiter zusammen. Bei Gegrilltem und vielen Gesprächen wurden Erinnerungen ausgetauscht, Anekdoten erzählt und auf 25 gemeinsame Jahre angestoßen. Für Steffen Schoppe war dieser Abend weit mehr als eine Jubiläumsfeier. Er zeigte, wie viele Menschen den Betrieb in den vergangenen Jahren begleitet und mitgeprägt haben.
Ein Dank an die Menschen hinter 25 Jahren
Ein Vierteljahrhundert Selbstständigkeit wäre ohne die Menschen an seiner Seite nicht möglich gewesen.
Sein besonderer Dank gilt seinen Kundinnen und Kunden für ihre langjährige Treue, ebenso den Geschäftspartnern, Lieferanten und allen Wegbegleitern, mit denen ihn oft jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.
Großen Anteil am Erfolg des Betriebes hat auch sein Team. Einige Mitarbeiter begleiten die Tischlerei bereits seit vielen Jahren, einer sogar seit der ersten Stunde. Seit inzwischen 21 Jahren steht ihm außerdem seine Cousine Doreen Schoppe zur Seite. Sie kümmert sich um Angebote, Rechnungen und viele organisatorische Aufgaben und hält ihm damit den Rücken frei.
Dankbar blickt Steffen Schoppe ebenso auf die inzwischen 16 Auszubildenden zurück, die ihre berufliche Laufbahn in seiner Werkstatt begonnen haben. Der größte Dank gilt jedoch seiner Familie. Seine Frau und seine Töchter haben den Weg der Selbstständigkeit von Anfang an mitgetragen, Verständnis gezeigt, wenn die Arbeit wieder einmal Vorrang hatte, und ihm stets den Rücken gestärkt. Manchmal musste die Familie zurückstecken, weil Termine, Baustellen oder Kunden Vorrang hatten. Doch der Rückhalt war immer da. „Ohne meine Familie wäre das alles nicht möglich gewesen.“
Für Steffen Schoppe sind die vergangenen 25 Jahre deshalb weit mehr als ein Firmenjubiläum.
Sie stehen für Leidenschaft, Vertrauen, Zusammenhalt und die Überzeugung, dass gutes Handwerk nicht nur aus Holz entsteht – sondern vor allem aus Menschen, die gemeinsam an einem Ziel arbeiten.⇥⇥ Marie Lindner
Leistungen auf einen Blick
● Individuelle Möbel und Inneneinrichtungen
● Küchen, Wohn- und Badmöbel nach Maß
● Einbauschränke und Ankleidezimmer
● Fenster, Türen & Treppen
● Innenausbau für Wohn- und Geschäftsräume
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