35 Ja. Lürssen Baumschule
: Wo der Wald seinen Anfang nimmt

AnzeigeBaumschule Lürssen in Tempelberg zieht junge Forstpflanzen heran und begleitet ihren Weg.
Von
Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Im Außendienst setzt das Team der Baumschule Lürssen junge Forstpflanzen fachgerecht in vorbereitete Flächen.

    Im Außendienst setzt das Team der Baumschule Lürssen junge Forstpflanzen fachgerecht in vorbereitete Flächen.

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  • In der Baumschule werden junge Forstpflanzen gerodet, sortiert & für den Einsatz vorbereitet. ⇥Fotos: Niklas Teerling

    In der Baumschule werden junge Forstpflanzen gerodet, sortiert & für den Einsatz vorbereitet. ⇥Fotos: Niklas Teerling

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Reihe für Reihe stehen junge Pflanzen in der märkischen Erde. Noch klein, dicht an dicht – und doch der Anfang von etwas, das Jahrzehnte überdauert: Wald. Die Lürssen Baumschulen gehören heute zur THE LIECO COMPANY, einem europaweiten Unternehmensverbund für Forstpflanzen. In Deutschland betreibt Lürssen mehrere Standorte, die sich auf die Produktion wurzelnackter Forstpflanzen spezialisiert haben. Tempelberg ist einer davon. Hier entstand 1991 auf dem Gelände einer ehemaligen LPG eine Baumschule. Aus einer Ackerfläche entwickelte sich innerhalb weniger Jahre ein anerkannter Standort. Heute umfasst der Betrieb rund 58 Hektar – aufgeteilt in Produktionsflächen, Saatgutplantagen und Weihnachtsbaumkulturen. Etwa 12 Hektar werden für die Aussaat und Verschulung von Forstpflanzen und Sträuchern genutzt.

Produktion für den Wald von morgen

„Wir sind eine Forstbaumschule und konzentrieren uns auf die Produktion von jungen Forstpflanzen“, sagt Standortleiter Niklas Teerling, der den Betrieb nun seit zwei Jahren leitet und aktiv mitgestaltet. Die Setzlinge wachsen hier zu bis zu fünfjährigen Jungpflanzen heran. Dabei werden klassische Baumarten wie Traubeneiche, Rotbuche, Lärche oder Douglasie kultiviert, ergänzt durch Sträucher wie Schlehe, Holunder, Hartriegel oder Weißdorn, die später den Waldrand charakterisieren.

Vom leeren Feld zum jungen Bestand

„Für uns beginnt die Arbeit beim Kunden mit der Vermessung der Flächen durch moderne GPS-Vermessungstechnik“, sagt Niklas Teerling. Darüber hinaus bietet die Firma Anschlussarbeiten wie Zaunbau, Flächenvorbereitung, Pflanzung und Pflege an. Ein durchgehender Prozess, der aus einer freien Fläche Schritt für Schritt Wald entstehen lässt. Die Kunden sind vielfältig: private Waldbesitzer, Forstämter, Landes- und Bundesforsten, Landwirte, aber auch Gartenliebhaber zählen zu den Kunden der Baumschule Lürssen in Tempelberg.

Ein Betrieb, viele Aufgaben

Knapp 20 Fachkräfte arbeiten am Standort Tempelberg. In der Hochsaison kommt zusätzliche Unterstützung hinzu. Produktion, Vertrieb und Forstdienstleistungen greifen dabei eng ineinander. Ein Teil des Teams ist draußen im Wald unterwegs und betreut Pflanzungen sowie Kunden. Andere kümmern sich um die Aufzucht der Pflanzen oder die Organisation im Hintergrund.

Auch als landwirtschaftlicher Betrieb aus Tradition steht die Modernisierung und Weiterentwicklung des Standortes im Zentrum der Aufgaben. „Für einen modernen landwirtschaftlichen Betrieb ist die Digitalisierung von Prozessen enorm wichtig“, sagt Niklas Teerling.

Wald im Wandel

Die Anforderungen an den Wald haben sich verändert – und damit auch die Arbeit in der Baumschule. Wo früher oft Monokulturen dominierten, rückt heute der Mischwald in den Mittelpunkt. Förderprogramme priorisieren dabei die Kombination verschiedener Gehölze, insbesondere Laubbaumarten, erklärt Niklas Teerling.

Warum es hier beginnt

Am Ende geht es um mehr als Pflanzen. Der Wald ist die Lunge der Erde. Er liefert Sauerstoff, bietet Lebensraum und ist Rückzugsort sowie Ort der Erholung für viele Menschen.

Was in Tempelberg wächst, ist deshalb mehr als ein Produkt. Es ist die Grundlage für etwas, das Zeit braucht – und weit über diesen Ort hinaus wirkt. Wald beginnt nicht erst draußen. Er beginnt hier. ⇥⇥Marie Lindner

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