Schlaubetal aktuell Frühling
: Mühle Müllrose bleibt auf Kurs

AnzeigeFührungswechsel bei den Oderland Mühlenwerken Michael Rosenbusch arbeitet sich seit 2025 in die Geschäftsführung ein, Thomas Ludwig zieht sich aus dem aktiven Dienst zurück.
Von
Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

Seit 1. Januar 2025 in der Geschäftsführung der Oderland Mühlenwerke: Michael Rosenbusch⇥Foto: Christine Schilg

.

In Müllrose dreht sich das Mühlrad weiter – auch beim Wechsel an der Spitze. Michael Rosenbusch ist seit dem 1. Januar 2025 Teil der Geschäftsführung der Oderland Mühlenwerke und hat sich seither intensiv in die Abläufe eingearbeitet. Begleitet wurde er dabei von Geschäftsführer Thomas Ludwig, der sich in den kommenden Tagen aus dem aktivem Dienst zurückzieht und noch für ein Jahr als Berater tätig sein wird.

Die zentrale Botschaft ist aber klar: Die Mühle bleibt – und sie läuft weiter. Der Betrieb gilt als stabil, die Strukturen sind gewachsen und eingespielt. „Man muss keine Angst haben“, heißt es aus dem Unternehmen.

Rosenbusch bringt Erfahrung aus dem Bäckerhandwerk und der Unternehmensführung mit. Der Bäckermeister und Betriebswirt leitete zuletzt die Geschäfte von Brezel-Ecker, zuvor war er in leitenden Positionen bei K&U und Sternenbäck tätig. Mit seiner Familie ist er von Sömmerda nach Müllrose gezogen – und hat sich bewusst für den Standort entschieden. „Hier arbeiten, wo andere Urlaub machen“, sagt er mit Blick auf die Mühle am See. Die Familie sei herzlich aufgenommen worden.

Tradition und Verantwortung

Thomas Ludwig hat die Müllroser Mühle über viele Jahre geprägt und versteht sein Handwerk als Verpflichtung. „Die Tradition, die ich bewahren möchte, ist, dass jeder, der in Rente geht, mindestens 40 Jahre hier war“, sagt er.

Seit mehr als 760 Jahren wird in Müllrose Getreide zu Mehl verarbeitet – heute mit moderner Technik. Unter der Leitung von Thomas Ludwig hat sich der Betrieb als verlässlicher Partner für regionale Bäckereien etabliert. Qualität steht dabei im Mittelpunkt, ebenso der enge Kontakt zu den Lieferanten. Thomas Ludwig kennt seine Getreidepartner persönlich.

Sein Anspruch: Aus jeder Ernte ein Mehl von gleichbleibender Qualität zu schaffen – unabhängig von Witterung und Ertrag. Ein Maßstab, der die Arbeit im Betrieb bis heute prägt.

Am Kurs soll sich zunächst nichts ändern. Roggen- und Weizenmehl bleiben das Kerngeschäft der Mühle. Neue Produkte stehen aktuell nicht im Fokus, vielmehr geht es darum, Bewährtes fortzuführen und stabil weiterzuentwickeln.

Rund 50 Mitarbeiter sind in Produktion, Labor, Verwaltung und Logistik beschäftigt. Der Betrieb arbeitet weitgehend autark – von der Verarbeitung bis zur Auslieferung mit eigenen Lkw.

Der Übergang erfolgt ruhig und geplant – nicht als Bruch, sondern als Weitergabe. Oder, wie es in Müllrose passt: Das Mühlrad dreht sich weiter.⇥Marie Lindner