FCZD1005 In Guten Händen: Erleichterung auf dem Toilettenstuhl

Der Toilettenstuhl ist einer der ersten Hilfsmittel, wenn es um die häusliche Pflege geht. ⇥Foto: Sweeann/stock.adobe.com
Sweeann - stock.adobe.comEs ist ein natürliches Bedürfnis: der regelmäßige Gang zur Toilette. Doch was, wenn eine körperliche Einschränkung diese Alltäglichkeit erschwert? Dann kann der Toilettenstuhl eine diskrete wie bequeme Lösung sein. Auf dem Internetportal www.pflege.de werden verschiedene Modelle sowie das Antragsprozedere ausführlich erklärt. Hier eine Zusammenfassung.
Einsatzmöglichkeiten
Ein Toilettenstuhl ist insbesondere für Menschen geeignet, die nicht mehr eigenständig das WC benutzen können. Sie können damit überall in der Wohnung ihr Geschäft verrichten.
Das ist praktisch, wenn das Bad nicht barrierefrei ist und erst noch umgebaut werden muss.
Außerdem unterstützt das medizinische Hilfsmittel die Mobilität von bettlägerigen Personen, reduziert die Sturzgefahr auf dem Weg ins Bad und ermöglicht eine natürliche Position, um abzuführen. Und die Toiletten-Dusch-Kombination ist sogar für die gesamte Körperpflege im Bad eine praktische Hilfe.
Es gibt das Hilfsmittel in feststehend und fahrbar, als Toilettenrollstuhl, faltbar oder als Toiletten-Dusch-Kombi. Die meisten Modelle können dank spezieller Abdeckung auch als Sitzgelegenheit genutzt werden.
Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Nachtstühle sind im Hilfsmittelverzeichnis und Hilfsmittelkatalog in der Kategorie „Toilettenhilfen“ gelistet. Sie zählen zu den anerkannten Hilfsmitteln. Deshalb übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen Toilettenstuhl in der medizinisch notwendigen Ausführung. Voraussetzung ist, dass die Ärztin oder der Arzt das Hilfsmittel verordnet. Dafür werden dann maximal zehn Euro als Zuzahlung berechnet. Unter Umständen kann man von der Zuzahlungspflicht befreit werden.
Das Rezept wird bei der Krankenkasse eingereicht. Es ist ratsam, vor der Anschaffung Kontakt zu dem zuständigen Sachbearbeiter aufzunehmen. Denn in der Regel arbeiten Krankenkassen mit bestimmten Vertragspartnern zusammen, die geeignete Modelle ohne Mehrkosten anbieten. Wenn es ein bestimmtes Modell sein soll, das aber mehr kostet, gelten die zusätzlichen Kosten als „Aufzahlung“ und sind selbst zu tragen. Besprechen Sie die Einzelheiten am besten mit dem Leistungserbringer, also zum Beispiel dem Sanitätshaus. ⇥pflege.de
Tipps zum Kauf
Egal, ob der Nachtstuhl nur für eine begrenzte Zeit oder dauerhaft angeschafft werden muss, diese Fragen helfen bei der Entscheidung:Wie viel Platz gibt es für den Toilettenstuhl?Welche Sitzbreite wird gebraucht?Wie hoch sollte die maximale Traglast sein?Ist der Toilettenstuhl höhenverstellbar?Soll der Nachtstuhl fahrbar oder feststehend sein?Sind die Rollen mit Bremsen versehen?Brauchen Sie Armlehnen und eine Rückenlehne?Sind die Armlehnen klappbar?Bevorzugen Sie ein gepolstertes Modell?Hat der Stuhl eine Sitzabdeckung?Verfügt der Toiletteneimer über einen Deckel?Pflege.de rät zu einer Beratung in einem Sanitätshaus oder durch eine professionelle Pflegekraft.

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