In guten Händen Pflegeratgeber
: Unterwegs mit Rollator

AnzeigePflegealltag 4 Tipps, um Stürze zu vermeiden
Von
Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

Die Benutzung des Rollators sollten Betroffene im Vorfeld üben. ⇥Foto: Michael Bahlo/dpa-mag

Michael Bahlo

Ob bei Muskelschwäche oder Gleichgewichtsstörungen: Ein Rollator hilft dabei, sicherer von A nach B zu kommen. Handhabt man die Gehhilfe falsch, kann es allerdings gefährlich werden - dann drohen Stürze. Was man tun kann, damit es nicht so weit kommt:

Das Zuhause vorab fit für den Rollator machen

Soll ein Rollator auch in Wohnung oder Haus zum Einsatz kommen, bereitet man das Zuhause darauf am besten vor. Bleiben die Räder nämlich an Kanten hängen, ist es schnell vorbei mit dem Gleichgewicht. Das ZQP rät, vorab folgende Handgriffe vorzunehmen:

- lose Teppichkanten festkleben

- dicke Teppiche am besten entfernen

- (Tür-)Schwellen mit kleinen Rampen ausgleichen

- Möbel gegebenenfalls umstellen

Rollator richtig einstellen

„Wichtig ist, dass ein Rollator den eigenen Bedürfnissen und konkreten Einsatzbedingungen möglichst gut entspricht“, so Daniela Sulmann, Pflegeexpertin des ZQP.

Hat man sich nach der Beratung in einem Sanitätsgeschäft für ein Modell entschieden, sollte man es vor Ort passend einstellen lassen. Entscheidend sind dabei Griffhöhe und Bremsen.

Auf die Körperhaltung achten

Die goldene Regel lautet: möglichst aufrecht. Man sollte sich, wenn man mit Rollator unterwegs ist, also weder noch vorn beugen noch die Schultern hochziehen, erklärt das ZQP. Für diese Haltung dankt auch der Rücken. Für die größtmögliche Stabilität ist wichtig, dass sich die Füße beim Gehen zwischen den Hinterrädern befinden.

Man geht also nicht hinter, sondern im Rollator. Das gilt auch, wenn die Strecke bergauf oder bergab führt. Insbesondere im letzten Fall gilt: immer bremsbereit bleiben.

Apropos Bremsen: Die Aktion Das Sichere Haus (DSH) rät, die Bremsen unbedingt festzustellen, wenn man sich auf den Rollator setzt.

Kritische Situationen üben

Bordsteine überwinden, in Bus oder Bahn einsteigen, rückwärts am Rollator gehen oder durch Türen: All das muss geübt sein. Sinnvoll sind Rollatortrainings, die bei Kliniken, bei der Physio- oder Ergotherapie, von Verkehrsbetrieben oder der Deutschen Verkehrswacht angeboten werden. ⇥dpa

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