Das abenteuerlustige Ehepaar Eric und Jennifer überredet die Freunde Yolanda und Viktor, mit ihnen eine unerforschte Höhle im australischen Dschungel zu erkunden.
Obwohl die beiden nicht wirklich Erfahrungen auf diesem Gebiet besitzen, willigen sie ein. Ein Fehler, wie sich zeigen wird.

Höhlenbesucher von Unwetter überrascht

Denn mal abgesehen von den unwirtlichen Bedingungen und klaustrophobischen Zuständen unter der Erde nähert sich noch ein Unwetter der Gegend. Von dem bekommen die Vier freilich erst etwas mit, als es zu spät ist. Denn die plötzlichen Geräusche im Innern der Höhle kündigen das drohende Unheil einer Überschwemmung an. Schlimm, aber bei weitem nicht das größte Problem der Hobby-Forscher.

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Denn mit dem Wasser werden auch Krokodile in den Untergrund geschwemmt, für die sich das abgeschlossene Terrain einer Höhle als perfektes Jagdrevier erweist. Wenn die vier jungen Leute nicht ertrinken wollen, müssen sie durchs Wasser tauchend sich zum Ausgang durchschlagen. Doch in der trüben Brühe rundherum lauern die Alligatoren.

Angst allgegenwärtig

Ein abgeschlossener Raum, eine Handvoll gefräßiger Jäger und vier menschliche Opfer - Andrew Traucki setzt auf ein Setting, das für einen Beast-Horror nicht besser erfunden werden könnte. Der Rest ist Entscheidung, ob man die Variante mit hohem Gore-Faktor wählt oder eher die subtile, indem mit der Angst der Zuschauer gespielt wird. Der Regisseur entscheidet sich für letztere Version, zu sehr bietet sich das trübe Wasser dafür an, Dinge zu vermuten, die da sind oder vielleicht auch nicht. Zudem ist bei vier Protagonisten der Vorrat an Opfern eher begrenzt, mit dem man daher sorgsam umgehen muss.

Spezialisten für Tier-Horror

Wer auf solcherart Handlung steht, macht mit „Black Water: Abyss“ nichts falsch. Derjenige fragt sich natürlich auch nicht, wie so unerfahrene Leute einfach in Höhlen klettern, zumal mitten im Dschungel die Gegend ohnehin Kroko verseucht ist. Rein technisch ist die Geschichte gut gemacht, zeigt eben immer so viel, wie für die richtige Portion Grusel notwendig ist und lässt es gut getimt von Zeit zu Zeit auch mal blutig werden. Auch wenn’s zur eigentlichen Handlung wenig beiträgt, mit produziert haben hier Leute, die auch schon bei „47 Meters down“ und „47 Meters down: Uncaged“ ihre Finger im Spiel hatten.

Black Water: Abyss


Genre: Horror; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 98 Minuten; Verleih: Leonine; Regie: Andrew Traucki; Jessica McNamee, Luke Mitchell, Amali Golden; Aus 2020