Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile: Zac Efron als charmantes Monster

Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile
ConstantinMehr als 30 Morde werden Ted Bundy zur Last gelegt und seine Festnahme entsprang nicht so sehr einem Zufall, wie lange Zeit im Film vermutet. Der Kreis um die kleine Familie schließt sich im Angesicht des Todes. Doch da ist es längst um den Zuschauer geschehen. Denn Regisseur Joe Berlinger ist mit Zac Efron in der Hauptrolle ein wahrer Glücksgriff gelungen. Nicht nur, dass er dem echten Ted durchaus ähnlich sieht, Efron ist einfach der perfekte Schwiegermutter-Liebling. Und genau dieses Charisma braucht jemand, der vor Gericht um sein Leben kämpft und die Geschworenen um den Finger wickeln muss. Mit zahlreichen Rückblenden wird die Geschichte durchaus spannend erzählt, wenngleich manche Zeitabschnitte einfach unter den Tisch fallen. So gut wie keine Einblicke erhält man allerdings bei der Motivlage, was das Gesamtverständnis dann doch beeinflusst. So bleibt Bundy als Charakter besser in Erinnerung, als ihm und seinen Taten gerecht wird.
Zac Efron spielt die Rolle ebenfalls vielleicht einen Tick zu locker runter, was seinem bisherigen Darstellungen durchaus entgegen kommt. Womöglich aber ist er damit dem realen Bundy näher, als man es wahrhaben möchte. Denn wenn Joe Berlingers Werk eines nicht tut, dann wirklich ein Distanz zur Hauptperson herzustellen.
Genre: Thriller: FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 110 Minuten; Verleih: Constantin; Regie: Joe Berlinger;Lily Collins, Zac Efron, Angela Sarafyan; USA 2019
