Fast an Furious Kritik
: Fast X - mit Vin Diesel am Steuer

Beim zehnten Teil des Franchise „Fast & Furious“ kehrt die Action zurück auf die Straße.
Von
Stefan Klug
Frankfurt (Oder)
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Fast X. Der neues Fast & Furious-Teil fußt auf Fast V.

Universal Pictures

Vor knapp zehn Jahren brachten Dominic Toretto und Brian O'Conner den brasilianischen Drogenboss Hernan Reyes zur Strecke, verbrannten dessen Geld öffentlichkeitswirksam. Nun holt das Ereignis von einst Dominc wieder ein und wird zur Bedrohung für dessen Familie.

Denn seinerzeit im Schatten der Aufmerksamkeit war Reyes Sohn Dante mit vor Ort, überlebte verletzt. Der ist jetzt angetreten, um eine alte Rechnung zu begleichen. Doch er will nicht einfach Toretto vernichten. Viel mehr steht ihm der Sinn danach, alles, was dem Widersacher wichtig ist, auszulöschen. Und zwar langsam. Damit wird Dante zur unmittelbaren Gefahr für die gesamte Familie, zu der hier auch der erweiterte Freundeskreis gehört.

Einen ersten Eindruck davon bekommt das Team in Rom, wo es nur mit Mühe gelingt, eine riesige Bombe noch rechtzeitig in den Tiber umzuleiten, um die Vernichtung der Stadt zu verhindern. Fortan ist Dante augenscheinlich Dominik und den seinen immer einen Schritt voraus. Spätestens, als sich Cipher, ewige Feindin, anbietet, zu helfen, sind sich alle des Ernstes der Lage bewusst. Doch es scheint mittlerweile schon zu spät und Schadensbegrenzung ist angesagt.

F&F X Rückkehr zu den Wurzeln

Beim überaus erfolgreichen Franchise F&F den Überblick zu behalten, fällt mittlerweile schwer. Das muss sich auch Louis Leterrier gedacht haben, der in Teil 10 die Regie übernommen hat. Und so gibt’s zum Auftakt einen Rückblick, der die Grundlagen der neuen Story erklärt. Und siehe da, auch die Titelgebung folgt diesem Ansinnen. Denn die Rachestory um den Sohn des Drogenbarons fußt auf Fast Five, der 2011 in die Kinos kam. Die zehn Jahre in der Rückschau stimmen also nicht ganz, aber was soll’s. Denn zumindest passt die Richtung, die der Nachfolger von Justin Lin dem Geschehen gibt. Es wird wieder bodenständiger, eine Art Rückbesinnung auf die Wurzeln dessen, was F&F einmal war.

Fast X. Die Action kehrt auf die Straße zurück.

Universal Pictures

Auch, wenn während der fast zweieinhalb Stunden nur ein Straßenrennen stattfindet, so bleibt die Action diesmal meist auf dem Asphalt. Hier zeigen Vin Diesel und dessen Mitstreiter, die sich zumeist ebenfalls aus dem Team der vergangenen Dekade rekrutieren, was mit Autos jeder Couleur alles so angestellt werden kann. Die Choreo dafür ist abwechslungsreich, kurzweilig und atemberaubend, wenngleich wohl - vor allem jenseits des Atlantiks - nicht mehr viele mit handgeschalteten Boliden etwas anfangen können. Hier bleibt auch der neueste Teil beim liebgewonnenen oldschool.

Neuer Oberschurke

Dennoch verschiebt sich die Quelle der Spezialeffekte deutlich hin zum CGI, was natürlich unglaubliche Möglichkeiten erschafft, von denen Leterrier reichlich Gebrauch macht. Das geht meistens gut, lediglich Explosionen und Flammen sieht man zu häufig die digitale Herkunft an. Und dann wäre da noch Oberschurke Dante, dem Aquaman Jason Momoa ein Gesicht gibt.

Fast X. Jason Momoa (Aquaman) kommt als schriller Bösewicht daher.

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Der interpretiert seine Rolle durchaus ungewöhnlich und erinnert so ein wenig an Javier Bardem in James Bond „Skyfall“. Knapp an der Grenze zum Overacting, vielleicht etwas zu schrill, aber das ist Geschmackssache. Der eigentliche Aufreger des sonst wirklich unterhaltsamen Spektakels ist jedoch der überdeutlich Cliffhanger auf eine Fortsetzung. Denn der Schluss lässt den Zuschauer gewissermaßen unbefriedigt zurück. Bei Fast X war ganz klar der Weg das Ziel.

Fast X

Genre: Action; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 141 Minuten; Regie: Louis Leterrier; Vin Diesel, Michelle Rodriguez, Jason Momoa; USA 2023