Film-Kritik
: „The Beekeeper“ - Jason Statham sticht zu

Film-Kritik: In „The Beekeeper“ zeigt Jason Statham erneut, dass er der legitime Nachfolger von Bruce Willis und Sly Stallone ist.
Von
Stefan Klug
Frankfurt (Oder)
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Film-Kritik: The Beekeeper - Jason Statham nimmt als Ein-Mann-Armee Rache an Cyberkriminellen.

Leonine

Einst war Adam Clay Operateur einer geheimen Organisation namens The Beekeepers. Die kam zum Einsatz, wenn offizielle staatliche Mittel keine Lösung brachten. Nun, im Ruhestand, widmet sich Clay der Bienenpflege auf dem Landgut von Eloise Parker.

Zu der verwitweten Dame hat sich inzwischen eine enge Freundschaft entwickelt. Der tragische Tod Parkers, die, nachdem sie durch Cyberkriminelle ihr gesamtes Vermögen verliert, Suizid begeht, lässt Clay sein Züchterdasein aufgeben. Bewaffnet mit seinem außergewöhnlichen Wissen und Fähigkeiten begibt er sich auf einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen die Verantwortlichen.

Die Story in „The Beekeeper“ : Klassische Rache mit frischem Twist

Die Handlung von „The Beekeeper“ vermischt klassische Racheelemente mit einer ungewöhnlichen, tief in der Bienenthematik verwurzelten Mythologie. Dabei gibt die Idee, eine geheime Organisation, die sich selbst als Wächter eines größeren Gleichgewichts sieht, in den Mittelpunkt zu stellen, dem Film eine frische Note.

Dennoch ist die Story nicht frei von logischen Brüchen: Die schnelle Eskalation von Clays Rachemission und einige allzu plumpe Zufälle trüben ein wenig den Gesamteindruck. Dennoch sorgt die direkte und unkomplizierte Erzählweise für Spannung und reichlich Abwechslung.

Film-Kritik: Action und Spezialeffekte - Hochspannung garantiert

Jason Statham brilliert einmal mehr in seinem Element: knallharte Action. Kampfszenen sind präzise choreografiert, Spezialeffekte unterstützen die intensive Atmosphäre ohne zu übertreiben. Die realistische Darstellung von Nahkämpfen und Verfolgungsjagden heben „The Beekeeper“ vom Actiondurchschnitt ab. Die Szene, in der Clay ein ganzes Callcenter niederbrennt, steht symptomatisch für den Anspruch von Regisseur David Ayer zu Klotzen statt zu Kleckern.

The Beekeeper. Die Gesellschaft aus der Perspektive eines Bienenschwarms betrachtet.

Leonine

Jason Statham: Der unverwüstliche Actionheld

Statham, bekannt für seine stoische Präsenz und physische Ausdrucksstärke, liefert eine durchaus überzeugende Leistung. Sein Schauspiel erinnert an große Actionhelden wie Bruce Willis und Sylvester Stallone, die ebenfalls nie vor einer Überzahl an Gegnern zurückschreckten. Statham verleiht seiner Figur jedoch eine gewisse Verletzlichkeit und Menschlichkeit, die ihn von der oft unantastbaren Aura eines Stallone oder Willis unterscheidet. Seine Fähigkeit, sowohl körperlich als auch emotional zu überzeugen, festigt seinen Status als einer der letzten großen Actionstars unserer Zeit und legitimer Nachfolger genannter Mimen.

Fazit zu „The Beekeeper“: Actiongeladenes Vergnügen mit kleinen Schwächen

„The Beekeeper“ dürfte Fans von klassischen Actionfilmen und modernen Thrillern gleichermaßen überzeugen. Trotz einiger logischer Schwächen in der Handlung bietet der Streifen solide Unterhaltung, spektakuläre Action und eine interessante neue Wendung im Genre. Jason Statham zeigt einmal mehr, dass er die Handlung solcher Streifen locker zu tragen vermag. Und ein halber Cliffhanger am Ende lässt vermuten, dass eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen ist.

The Beekeeper

Genre: Action; FSK: 18 Jahre; Laufzeit: 105 Minuten; Verleih: Leonine; Regie: David Ayer; Jason Statham, Emmy Raver-Lampman, Bobby Naderi; USA 2024