Florida entdecken
: Die schönsten Strände der USA

Flach, breit und weiß - die Strände von Clearwater und St. Petersburg gehören zu den besten der USA.
Von
Stefan Klug
Clearwater
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Die besten Strände der USA finden sich auch in Clearwater sowie in St. Petersburg.

Die besten Strände der USA finden sich auch in Clearwater sowie in St. Petersburg.

visitstpeteclearwater.com/Nick Collura
  • Clearwater und St. Petersburg bieten die besten Strände der USA, laut „Dr. Beach“ und anderen.
  • Das Clearwater Marine Aquarium ist bekannt für den Delphin "Winter" und seine künstliche Schwanzflosse.
  • Das Dali-Museum in Clearwater beeindruckt mit einer großen Sammlung und außergewöhnlicher Gestaltung.
  • Tarpon Springs und Dunedin bieten griechische und schottische Kultur.
  • St. Petersburg bietet zahlreiche Museen und den St. Pete Pier.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Von wegen „Sunshine State“. In Miami regnet es gern mal. Doch die Aussichten machen Hoffnung. Denn nach rund vier Stunden Autofahrt über Straßen, die auf Namen wie „Alligator Alley“ hören, die von Schildkröten gekreuzt, an denen vor Pumas gewarnt wird, wartet ewiger Sommer.

Nicht von ungefähr trägt das Pinellas County rund um St. Petersburg und Clearwater den Beinamen „Floridas Beach“. Hier, am Golf von Mexico, finden sich rund 56 Kilometer traumhafte Sandstrände, die als die schönsten Amerikas gelten.

Seit mehr als 30 Jahren veröffentlicht Dr. Stephen Leatherman, der unumstrittene Strandexperte der USA und bekannt als „Dr. Beach“, sein Ranking. Und die Küstenlinien vom Fort de Soto Park, von Caladesi Island und von Clearwater Beach platzieren sich regelmäßig in den Top Ten, 2024 nicht ausgenommen. Aber auch andere stimmen in die Jubelgesänge mit ein, so die Zeitung USA Today oder das Online-Portal Tripadvisor. "Beste weiße Strände in der Welt" oder "Beste Strände im Süden" lauten die Titel.

Kein Wunder, denn feinsandig, flach, breit und mitunter schneeweiß, abseits der Hotelanlagen naturbelassen und dann oft menschenleer, darf man sich schon ein wenig wie im Paradies fühlen. Und der Postkartenidylle nicht genug, braucht es meist nicht lange, um vom Ufer aus dem Spiel der Delphine zuschauen zu können. Anders als im schwül-heißen Miami ist die Wetterlage an der Ostküste des Golfes viel stabiler. Durchschnittlich 361 Tage im Jahr scheint die Sonne, öfter als in Honolulu auf Hawaii. Luft- wie Wassertemperatur im Mittel von 23 bzw. 24 Grad garantieren einen nie enden wollenden Sommer.

Clearwater: Winter, Hope und Dali

Für einen wahren Touristenboom hat jedoch einst „Winter“ gesorgt. Der auf diesen Namen getaufte Delphin erhielt im Clearwater Marine Aquarium eine neue Heimat und eine künstliche Schwanzflosse. Hollywood machte daraus mit „Dolphin Tale“ eine rührselige Geschichte.  Nach Winter kam Hope und mittlerweile ist aus der bescheidenen Auffang- und Aufpäppelstation ein beeindruckendes Ozeanium geworden, das sich immer noch der Hilfe für verletzte und gestrandete Meerestiere verschrieben hat. Delphine, Otter, Schildkröten – meist haben die Tiere schwere Verletzungen durch das Zusammentreffen mit Menschen, vor allem durch Bootsschrauben, erlitten. Mittlerweile sind auch Manatees, Seekühe, dort Patienten.

Auch von außen ein Kunstwerk. Das Dali-Museum in Clearwater.

Auch von außen ein Kunstwerk. Das Dali-Museum in Clearwater.

visitstpeteclearwater.com

Damit der Berühmtheiten aber nicht genug. Clearwater ist stolz darauf, das größte Dali- Museum nach der Heimatstadt des exzentrischen Künstlers im spanischen Figueres zu haben. Neben einer sehr sehenswerten Dauerausstellung mit rund 2400 Exponaten gibt es dabei immer wieder Projekte zu bewundern, die dem Einfallsreichtum des Surrealisten in nichts nachstehen. So das immersive Erlebnis Dali Alive360. In jedem Fall einen Blick wert ist allein schon das Museum, das von außen wie innen mit einer besonderen Gestaltung beeindruckt.

Griechen und Schotten in Florida

Der Mann mit dem spitzen Bart ist aber nicht der einzige Europäer, der bleibende Spuren hinterlassen hat. Rund 20 Kilometer nördlich findet sich mit Tarpon Springs ein Stück Griechenland unter der Sonne Floridas. Hier lebt die Tradition des Schwammtauchens fort. Das Family Business wird seit Generationen fortgeführt, einst kam jeder zweite Naturschwamm aus den Gewässern rund um den Ort. Heute geht es vor allem für die Touristen ins Wasser. Einmal im Jahr allerdings ist die kleine Gemeinde Anlaufpunkt vieler Exil-Griechen aus den USA. Denn während des Dreikönigsfestes im Januar tauchen junge Männer im lokalen Spring Bayou Fluss nach einem weißen Kreuz, das dem Finder ein Jahr lang Glück bringen soll.

Etwa auf halbem Weg zurück nach Clearwater führt die Straße durch Dunedin. Dort sind die Schotten zu Hause. Craft Beer und Celtic Music bestimmen die Freizeitaktivitäten von Einheimischen und Besuchern. Und natürlich Golf. 50 Plätze laden in der Region zum Spiel, darunter exklusive wie Innisbrook Copperhead, wo alljährlich auch die PGA zu Gast ist.

St. Pete Sunshine City

Auf der Südseite der Halbinsel, an deren Eingang sich Clearwater und die dazugehörigen Strände befinden, erstreckt sich St. Petersburg. Die fünftgrößte Stadt des Bundesstaates bietet das Komplett-Paket für einen abwechslungsreichen Urlaub. Der Beiname "Sunshine City" erklärt wohl die Wetterbedingungen zur Genüge. Bereits über 50 Jahre hält sie mit 768 Tagen am Stück den Weltrekord der meisten Sonnentage ohne Unterbrechung. Neben den Shores mit ihren ebenfalls prämierten Beaches ist die teils sehr moderne Kommune aber auch bestens zum Sightseeing geeignet. "Urban Murals“ -  fassadengroße Wandbilder einheimischer und internationaler Künstler - gehören nun schon seit Jahren zum Stadtbild. Man kann sich sowohl selbst auf die (Foto)-Suche machen oder aber im Zuge geführter Touren auf Entdeckungsreise gehen.

St. Pete Pier. Hier schlägt das Herz der Stadt Downtown.

St. Pete Pier. Hier schlägt das Herz der Stadt Downtown.

Julie Palermo

Egal, wo diese lang führt, sollte sie auf jeden Fall am St. Pete Pier enden. 2020 eröffnet, bietet dieses Waterfront-Areal nicht nur enormen Schau- und Erlebniswert. Hier schlägt auch das Herz von Downtown. Und es findet sich ein interessanter Bezug in die Geschichte. Denn die Replika eines Airboates, mit dem 1914 der erste kommerzielle Flug weltweit durchgeführt wurde, erinnert an ein Spektakel, das für uns heute selbstverständlich ist. Wer gern noch in der Vergangenheit schwelgt, stattet The Vinoy noch einen Besuch ab. Das heute pinkfarbene Haus feiert 2026 sein 100-jähriges Bestehen und ist eine Ikone der Hotellerie. Legendär die Terrasse am Haupteingang, von der sich mit Blick auf den Pier wunderbar Cocktails in den Sonnenuntergang hinein schlürfen lassen.

Wo Monet auf Flugpioniere trifft

Sollte - wider Erwarten - das Wetter einmal nicht mitspielen, bietet St. Pete genügend Alternativen für kunst- und geschichtlich interessierte Besucher. Zahlreiche renommierte Museen sind übers Stadtgebiet verteilt. Das Museum of Fine Arts bietet 20.000 Kunstwerke aus 5.000 Jahren. Werke von Claude Monet sind dort genauso zu finden wie Kunstwerke von Auguste Rodin. Das James Museum of Western + Wildilfe Art zeigt die unvergleichliche Historie und Landschaft des (Wilden) Westens und Werke der amerikanischen Ureinwohner. Die neueste Ergänzung des kulturellen Portfolios ist das Museum of the American Arts and Crafts Movement: Ob Tiffany-Lampe oder handgefertigte Möbel, Keramiken oder Holzschnitt-Drucke, Besucher erwartet dort alles rund um das U.S.-Kunsthandwerk. Es ist das einzige Museum der Welt, das sich ausschließlich mit Gebrauchsgegenständen der post-industriellen Phase in der Zeit von 1890 bis 1930 beschäftigt. Last but not least ist das Imagine Museum ein neuer Stern am Ausstellungshimmel von St. Pete. Hier steht Kunst am Glas im Mittelpunkt.

Clearwater und St. Petersburg - Gut zu wissen

Anreise: Tampa wäre der Flughafen der Region. Von Berlin aus gibt es zwar keine Direktflüge, aber relativ gute Umsteigeverbindungen: Delta Air Lines über Amsterdam, Discovery/Lufthansa über Frankfurt, United über Washington oder Newark. Alternativ kann Miami angeflogen werden, Autofahrt dauert ca. vier Stunden.

Reisezeit: Florida ist ein Ganzjahresziel mit meist ewigem Sommer. Aber: Im Januar kann es tageweise auch mal sehr kühl werden. Zu beachten ist auch die Hurrikansaison von Juni bis Anfang November, wobei die Gefahr für Wirbelstürme im Juli und August am größten ist.

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