Men in Black International: Neustart für die Alien-Jäger
In ihrer Filmrolle ist sie kaum älter als die erste Ausgabe der Men in Black, die 1997 Filmwelt und Publikum gleichermaßen überraschte. Mittlerweile hat man zweimal mehr oder weniger erfolgreich versucht, das Spektakel fortzusetzen. Im vierten Anlauf nun soll ein Neustart her, auch in Punkto Gesichter. Chris Hemsworth und Tessa Thompson sind dabei nicht einmal eine so schlechte Wahl, schließlich durften sie sich schon als Thor und Valkyrie gemeinsam bewähren. Zugleich bedient die weibliche Agentin den Zeitgeist von Gleichberechtigung auch im Action- und Fantasy-Genre. Ganz sicher allerdings schienen die Produzenten nicht, wie ein Blick aufs Budget verrät. Der Neuanfang musste mit knapp der Hälfte des Geldes auskommen, das man noch in Teil 3 investierte. Gut möglich, dass ordentlich beim Personal gespart wurde. Denn mit Ausnahme von Liam Neeson fehlen die ganz großen Namen. Viele Protagonisten wurden durch CGI-animierte Gesellen ersetzt, deren Darstellung schon als State of the Art bezeichnet werden darf. Damit allerdings ist inhaltlich nur wenig gewonnen. Und so ringt die Handlung mit gewollten Verweisen auf das Bekannte und dem Versuch, etwas neues zu kreieren. Dabei allerdings bleibt der große A-ha-Effekt aus. Ungeachtet dessen schaut sich das Abenteuer gut weg.
In den Schatten stellt „International“ die Vorgänger vor allem in technischer Hinsicht. Von der UHD kommt ein so kontrastreiches und tiefschwarzes Bild, das die Ansichten tatsächlich dreidimensional wirken. Wer braucht da schon 3-D. Dazu überzeugen die Effekte auf ganzer Linie. Nicht nur die Alien-Animationen, auch der ganze Rest. Und F. Gary Gray brennt da schon ein Feuerwerk an Sehenswertem ab. Der Ton ist gut, wenngleich die deutsche Version auf Atmos verzichtet. Aber auch so ist ordentlich etwas los in der Bude.
Genre: Sci-Fi; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 115 Minuten; Verleih: Sony Pictures Entertainment; Regie: F. Gary Gray; Chris Hemsworth, Tessa Thompson, Liam Neeson; USA 2019
