Poolroboter im Test
: AquaSense Pro: Mercedes unter den Poolrobotern?

Ist der AquaSense Pro von Beatbot der perfekte Helfer bei der Poolreinigung? Ein Test in märkischen Heimgewässern.
Von
Stefan Klug
Frankfurt (Oder)
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Schwimmt und taucht. Der Beatbot AquaSense Pro im brandenburgischen Rundpool.

Schwimmt und taucht. Der Beatbot AquaSense Pro im brandenburgischen Rundpool.

Stefan Klug
  • Test in einem Rundpool: Beatbot AquaSense Pro reinigt Boden, Wände und Oberfläche automatisch.
  • Start per Knopf, fünf Modi, Custom-Mode über App – Gerät ist kabellos und plug&play.
  • Sensorik und Pfadplanung liefern saubere Ergebnisse, doch runde Becken und Leitern sind schwierig.
  • Filter sammelt Schmutz, feiner Einsatz mit 150 µm lässt kleinste Partikel teils zurück.
  • Akku reicht für große Becken, Rückkehr zur Einsatzstelle, optionaler Clarifyer Dispenser verfügbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Pools in Deutschland haben bis zur Energiekrise ein mediales Schattendasein geführt. Das änderte sich schlagartig, als Besitzer der hauseigenen Badelandschaften in Verruf gerieten, ihre Gewässer permanent zu beheizen und somit neben den SUV-Fahrern zu Lieblings-Feindbildern umweltversessener Zeitgenossen mutierten. Der kollektive Widerstandsaufschrei seinerzeit zeigte dann aber deutlich, dass ein eigenes Planschbecken vor dem Haus auch hierzulande nicht die absolute Ausnahme darstellt.

Wo viel Wasser in freier Natur, da ist auch viel Dreck nicht weit, den zumindest teilweise dann fleißige Umwälzpumpen aus dem kühlen Nass filtern müssen. Das jedoch bewahrt weder vor Ablagerungen am Boden noch an den Wänden der meist nicht wirklich preiswerten Anbauten. Am Ende kommt kein Eigner umhin, regelmäßig seinen Pool zu reinigen. Doch alles, was übers bloße Abschöpfen von Blattwerk & Co an der Oberfläche hinausgeht, ist echte Knochenarbeit, zeitaufwendig dazu und - da unter der Wasseroberfläche - von außen nicht wirklich exakt ausführbar.

So wundert es nicht, dass man in Ländern, in denen Pools defacto dazugehören, schon längst diese aufwendigen Arbeiten einem Roboter überlasst. Klagt nicht, friert nicht und arbeitet auch nachts. Nicht zuletzt sind maschinelle Saubermänner längst Normalität in deutschen Haushalten. Warum also nicht auch fürs Planschbecken im Garten. Anders als im geschützten Wohnraum werden allerdings an KI-betriebene Elektrogeräte unter der Wasseroberfläche deutlich höhere Anforderungen gestellt. Nicht nur in Sachen Dichtheit der stromführenden Komponenten. Schon das treibt den Preis in die Höhe, sodass ein Kauf gut überlegt sein will.

Der erste Eindruck: AquaSense Pro nach dem Auspacken

Beatbot gehört zu jenen, die das Komplettpaket anbieten. Der AquaSense Pro der Asiaten soll so etwas wie den Mercedes unter den Poolrobotern darstellen. Die Firma selbst bezeichnet sich als Branchenführer mit über zehnjähriger Erfahrung mit Reinigungsrobotern für spezielle Einsätze, nicht nur im Wasser, sondern auch beim Fensterputzen. Mit hohen Erwartungen also haben wir das Topmodel in einen brandenburgischen Pool geworfen und ihn dort mehrere Wochen lang Dienst verrichten lassen. Was er kann, was besonders gut und was besser sein könnte, verrät unser Test.

Ab ins Wasser. Einschalten, einsetzen und los. Mehr braucht Mensch nicht zu tun.

Ab ins Wasser. Einschalten, einsetzen und los. Mehr braucht Mensch nicht zu tun.

Beatbot

Den ersten positiven Eindruck gibt's bereits kurz nach dem Auspacken. Denn das Topmodel von Beatbot ist defacto plug&play. Natürlich sollte er aufgeladen werden. Der Hersteller empfiehlt zudem, die hauseigene App zu installieren und mit dem Gerät zu verbinden. Aber das sind fast schon zu vernachlässigende Aktivitäten. Also ab in den Pool. Vor dem "Stapellauf" muss lediglich eines der fünf wählbaren Programme aktiviert werden, was per Tastdruck auf der Geräte-Oberfläche geschieht. Dass dort nur vier Knöpfe zur Wahl stehen, verwirrt allerdings etwas. Ein Blick in Manual verrät jedoch, dass der Custom-Mode, also der individuell einstellbare, über die App angesteuert werden muss.

Die Pool-Saison ist eröffnet – Neuheiten und Nachlässe im Überblick

Pünktlich zum „National Pool Opening Day“ am 25. April 2026 bietet Beatbot exklusive Rabatte auf seine gesamte Produktpalette an und schließt dabei die drei Modelle der neuen Sora-Serie ein:

Der neu eingeführte Sora 10 ist das bislang zugänglichste Einstiegsmodell. Der Sora 30 verfügt über eine Saugkraft von 25,7 m³/Stunde sowie einen 10.000-mAh-Akku, der bis zu 5 Stunden Reinigungsbetrieb ermöglicht, sowie über eine intelligente Wasseroberflächen-Parkfunktion für eine einfache Entnahme. Das Spitzenmodell Sora 70 ermöglicht eine vollständige 5-in-1-Poolreinigung, die nicht nur Wasseroberfläche, Boden, Wände und Wasserlinie einschließt, sondern auch flache Plattformen und Vorsprünge ab 20 cm Tiefe erreicht.

Noch bis zum 26. April sind bisherige und neue Modelle mit Nachlässen von bis zu 38 Prozent erhältlich.

Ferner kann das Beatbot AquaSense X-System vorbestellt werden. Dies bietet die weltweit erste selbstreinigende Dockingstation für Poolroboter. Der Roboter erkennt bis zu 40 verschiedene Verschmutzungsarten, und navigiert präzise durch komplexe Pools mit mehreren Ebenen.

Technische Features des AquaSense Pro im Überblick

  • Neun-Motoren Antriebssystem
  • 20 Sensoren, 2 Ultraschallsensoren
  • Intelligente Pfadplanung dank Quad-Core-Prozessor mit 1,8 GHz
  • Doppelte Walzenbürsten und Filterkissen
  • Fünf Reinigungsmodi sowie automatisches Wasser-Reinigungsmittel
  • Kabellos, bis zu neun Stunden dauerhafte Reinigung
  • Selbsteinparkfunktion, kehrt automatisch zur Einsatzstelle zurück

Reinigungsleistung im Detail: Boden, Wände,  Oberfläche

Einmal im Wasser braucht der AquaSense Pro einen Moment an der Oberfläche zur Orientierung. Wenn er dann abtaucht, ist dieser Prozess bereits abgeschlossen, haben die 20 Sensoren Fühlung zur Umgebung aufgenommen. Wenn nicht anders vorherbestimmt, steht zuerst die Reinigung des Bodens an. Ähnlich wie die Saugroboter arbeitet sich der KI-gesteuerte Poolboy an den Rändern entlang und fährt in U-Form den Boden ab. Das sieht nicht immer logisch aus, am Ende aber ist tatsächlich alles sauber. Danach sind die Seitenwände dran. Hier ist es bei viel gutem Willen eher ein N, weil erst kurz nach Verlassen des Bodens Richtung einer neuen Bahn eingeschlagen wird. Der Pro fährt dabei immer so weit an die Oberfläche, dass er die Beckenkante erreicht. Zum Abschluss der Reinigung nimmt er schließlich die Wasseroberfläche in Angriff. Anders als an Boden und Wänden kommt hier natürlich keine der Gummibürsten zum Einsatz. Fremdpartikel werden mit einem intelligenten Saugmund ins Innere befördert.

Für klares Sicht. Das zweiteilige Filtersystem sammelt alles, was schwebt und schwimmt, auf.

Für klare Sicht. Das zweiteilige Filtersystem sammelt alles, was schwebt und schwimmt, auf.

Stefan Klug

Hier sammelt ein zweiteiliges Filtersystem alles, was nicht ins Wasser gehört, auf. In der gängigen Praxis allerdings zeigt sich, dass der feinere mit 150 Mikrometern immer noch etwas grob zu sein scheint. Denn der Robo zieht auf dem Boden, wo sich besonders viele Kleinstpartikel ablagern, immer eine kleine Spur hinter dem Wasserauslass her. Und die sieht so aus, als ob ein Teil der Schwebteilchen hinten wieder rausgeblasen wird. Kein großes Ding, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.

Ebenso wenig, dass der AquaSense Pro vor allem mit rechten Winkeln und geraden Kanten gut zurechtkommt. Wir haben die Messlatte höher gelegt und einen kreisrunden Pool reinigen lassen. Sobald die Krümmung der Wand stärker ist als der Robo lang, kommt er nicht immer ganz an die Kante heran. Das ist bauartbedingt und sicher ein Spezialfall. In diese Kategorie fällt allerdings nicht die Leiter. Während Pool-Lampe, Skimmer und Überlauf gut erkannt werden, ignorieren die Sensoren die Einstiegshilfe. Und daher bleibt der sonst sehr gut orientierte Helfer hier gern hängen. Gut beraten ist also, wer die Leiter herausnehmen kann.

AquaSense Pro: Sauberer Pool und klares Wasser

Denn dann arbeitet der Robo ohne menschliches Zutun, gern auch zeitgesteuert über die App. Die ist eher rudimentär gestaltet worden und hat nur wenigen praktischen Einfluss aufs tatsächliche Geschehen. Zudem ist der AquaSense Pro nicht mehr erreichbar, sobald er unter Wasser ist. Eingriffe in die Arbeit sind dann so gut wie unmöglich - allerdings eigentlich auch unnötig. Denn wie beschrieben bedient der Roboter alle Flächen des Pools und kehrt nach Beendigung exakt an die Stelle zurück, an der er eingesetzt wurde. Nimmt ihn der Eigner jedoch zeitnah nicht aus dem Wasser, sinkt das Gerät auf den Boden und muss später von dort mit einem mitgelieferten Haken wieder an die frische Luft gezogen werden. Danach sind dann nur die Filter zur reinigen und das Ladegerät anzuschließen. Fertig.

Neben der gesamten Poolreinigung verfügt der AquaSense Pro im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder noch über ein weiteres Feature: Clarifyer Dispenser sorgt mit der Zugabe von Reinigungsmitteln für schnell klares Wasser. Die entsprechenden Patronen sind separat erhältlich. Der Einsatz erfolgt nicht automatisch, sondern muss beauftragt werden, sobald sich der Poolinhalt leicht eintrübt. Das Ergebnis ist durchaus beeindruckend und erspart zusätzlichen Einsatz von Chemie.

Der AquaSense Pro erklimmt auch die Seitenwände und reinigt bis zur Pool-Kante.

Der AquaSense Pro erklimmt auch die Seitenwände und reinigt bis zur Pool-Kante.

Stefan Klug

Mit einem verbauten Akku von 10.400 mAh könnte der Roboter bis zu fünf Stunden Poolböden reinigen. Oder aber über neun Stunden an der Oberfläche dümpeln und dabei alles aufsammeln, was die Natur so ins Becken bläst. Zumindest ist die Ausdauer der Batterie groß genug, um bis zu 300  Quadratmeter große Becken zu reinigen. Für unseren Drei-Meter-Rundpool benötigte er im Schnitt 1,5 Stunden. Da sind dann also noch reichlich Reserven vorhanden. Und auch bei der Oberflächengestaltung der Innenseiten des Planschbeckens ist AquaSense Pro nicht wählerisch. Die hierzulande weit verbreiteten Folien-Pools jedenfalls bereiten ihm weder Schwierigkeiten noch bestehen irgendwelche Gefahren der Beschädigung.

AquaSense Pro: Einfache Handhabung, gute Arbeit, stolzer Preis

Viel Wind und wenig Sonne im bisherigen Sommer haben dem Reinigungsroboter in unserem Test jede Menge abverlangt. Das Ergebnis seiner Arbeit ist dabei ohne Makel. Die Oberflächenreinigung ob am Boden oder der Seite und ebenso die auf dem Wasser geben keinen Anlass zur Kritik. Pool und Wasser sind sichtbar sauber. Tägliche Reinigung ist zwar möglich und vor allem bei Becken ohne Abdeckung und viel Wind auch angeraten.

Das Komplettprogramm allerdings reicht einmal die Woche. Neben dem Ergebnis erfreut auch die einfache Handhabung, egal ob beim ersten Start oder später. Einsetzen, herausnehmen, Filter reinigen, in die Ladeschale setzen - mehr muss Mensch nicht tun. Soweit die guten Nachrichten. Denn mit rund 2400 Euro ist der AquaSense Pro alles andere als ein Schnäppchen, wenn rein der Preis betrachtet wird. Dieser allerdings relativiert sich dann doch angesichts der Möglichkeiten und der Qualität der Unterstützung.

Beatbot AquaSense Pro Test-Fazit

Einfach den Pool genießen, ohne lästige Reinigungsarbeit. Der AquaSense Pro macht's möglich, sofern man bereit ist, doch tief in die Tasche zu greifen. Dafür sorgt der Robo für klares Wasser, wenn gewollt, reinigt das gesamte Becken und das sehr sauber. Zuverlässiger als jeder Poolboy und anspruchsloser dazu.

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