Probefahrt: Der Audi RS Q3 im Autotest

Familientauglichkeit und Sportlichkeit: Audi RS Q3
MOZ/Hajo ZenkerAudi hat in diesem Jahr bisher um 23,7 Prozent beim Neuwagenverkauf zulegen können (Gesamtmarkt: plus 16,5 Prozent). Lediglich der A3 fuhr im Minus, alle anderen Modelle liegen im Plus, darunter auch der Q3.
Motor
Während der normale Q3 vier Motorisierungen bietet, gibt es für den RS Q3 genau ein Triebwerk - nämlich einen Fünfzylinder-2,5-Liter-Benziner mit 400 PS. Und dieser Motor macht wirklich Spaß, er blubbert nicht nur ganz wunderbar, sondern befördert einen auch in 4,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Mehr als 250 km/h auf der Autobahn sind allerdings nicht möglich - da wird nämlich abgeregelt (wer 280 km/h möchte, zahlt 1500 Euro extra).
Karosserie/Ausstattung
Fast jedes dritte neue Auto ist hierzulande ein SUV. Audi ist gut dabei, dieses Segment zu bedienen. Aber noch immer gibt es sportliche Fahrer. Und denen will Audi mit dem RS Q3 einen Kompromiss anbieten: Familientauglichkeit und Sportlichkeit. Das erkennt man schon am Äußeren - SUV-Optik, aber deutlich aufgepeppt: Lufteinlässe, Bremsblöcke, Endrohre, das passt. Ansonsten stimmt das Raumangebot für ein 4,51 Meter langes Fahrzeug. Auch 530 Liter Kofferraum sind nun wirklich in Ordnung. Die Rückbank lässt sich um 15 Zentimeter verschieben.
Der Innenraum ist ansonsten ganz Q3, mit der Perfektion in Materialauswahl und Verarbeitung, die man von Audi erwarten kann. Zudem ist vieles in der Bedienung so digital, wie man das heute bei einem neuen Modell erwarten muss. Ab Werk gibt es sechs Airbags ESP, LED-Scheinwerfer, Berganfahr- und Einparkhilfe, Notbremsassistent, Licht- und Regensensor, Tempomat, Klima, Audioanlage, beheizbare Außenspiegel, Aluräder, Spurwechselwarner und fernbedienbare Zentralverriegelung.
Fahrverhalten
Allradantrieb ist bei diesem Triebwerk Serie, Traktion damit garantiert. Das serienmäßige Sportfahrwerk zeigt sich dynamisch, die Lenkung ist präzise, die Bremsen sind bissig. Das macht Spaß. Auch wenn ein Hochbeiner natürlich anders auf der Straße liegt als ein flacher Flitzer. Im Übrigen lässt sich die Fahrwerksabstimmung ebenfalls serienmäßig noch elektronisch feinjustieren.
Wirtschaftlichkeit
Den Einstieg in einen RS Q3 Sportback gibt es ab 69.000 Euro. Mit allerlei Zusatzausrüstung beträgt der Endpreis des Testwagens dann aber 81.855 Euro. Der offizielle Verbrauch von 9,5 Liter Super-Plus auf 100 Kilometer (216 g/km CO2) liegt recht nah an der Wirklichkeit.
Fazit
Familientauglich und sportiv - das geht, wie der RS Q3 beweist. Allerdings hat das auch seinen Preis.


