Skoda Scala
: Zeitlose Eleganz gepaart mit sportlicher Form

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Von
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Frankfurt (Oder)
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  • Der Skoda Scala im Test

    Der Skoda Scala im Test

    Skoda
  • Auch im Innenraum wurde ganze Arbeit geleistet,  strotzt der Scala vor Stil und Charisma.

    Auch im Innenraum wurde ganze Arbeit geleistet,  strotzt der Scala vor Stil und Charisma.

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  • Prägnant wirken die flachen Frontscheinwerfer, die großen Lufteinlässe und die nett designten LED-Leuchten.

    Prägnant wirken die flachen Frontscheinwerfer, die großen Lufteinlässe und die nett designten LED-Leuchten.

    Skoda
  • Hinten prangt der Markenname als extrabreit gezogener Schriftzug an der Heckklappe.

    Hinten prangt der Markenname als extrabreit gezogener Schriftzug an der Heckklappe.

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Man kann Hunden das Stöckchenholen beibringen oder Delphine lehren, durch einen Ring zu springen. Einem Kompakten ordentliche Pkw-Manieren anzutrainieren, verlangt mehr. Skoda scheint letzteres mit dem Scala (lateinisch: Leiter) offensichtlich geschafft zu haben. Schon beim Outfit besticht er mit muskulöser, sportlicher Form, mit scharfen Linien und kristallinen Elementen. Der vom hauseigenen Design-Zentrum modellierte Kompakte ist nicht auf modische Kurzlebigkeit getrimmt, vielmehr brilliert er mit zeitloser Eleganz. Man merkt, hier wurde mit Herzblut gearbeitet. Besonders prägnant wirken die flachen und pfeilförmigen Frontscheinwerfer, die großen unteren Lufteinlässe und die nett designten LED-Leuchten. Mitteilsam prangt vorn über dem aufrecht stehenden Grill das Skoda-Logo. Hinten prangt der Markenname als extrabreit gezogener Schriftzug an der Heckklappe.

Komplett edle Zutaten finden sich auch im Innenraum, wo der Scala vor Stil und Charisma fast schon strotzt. Wir machen es uns im geräumigen Vorderteil auf einem passgerechten Fahrersitz hinter dem gelungenem Dreispeichen-Lenkrad bequem, schauen auf ein gut sortiertes, komplett neu gestaltetes Cockpit und das freistehende, bis zu 9,2 Zoll große Touchscreen. Alles wirkt hochwertig verarbeitet, hinterschäumt, aufgeräumt und nahezu knopffrei.

Das gediegene Ambiente wird hier und da durch Lack und Elemente aus Chrom oder gebürstetem Alu geadelt. Für winterlichen Komfort sorgen auf Wunsch auch eine beheizbare Frontscheibe und die Lenkradheizung. Die Sitze bieten feste Polster, sind gut konturiert. Und: Der Scala ist das erste Modell der Marke, welches immer online ist. Ein Smartphone für den Internetkontakt entfällt, LTE sorgt stets für schnellen Kontakt. Auch vier USB-Anschlüsse sind zu haben, zwei vorn, zwei hinten. Allerdings sind es nur die kleinen C-Anschlüsse und die kosten auch noch 50 Euro Aufpreis.

Platz ist überall in Hülle und Fülle. Selbst ganz hinten. Wo andere Fünftürer mehr mit Lifestyle-Attitüden aufwarten, glänzt der Scala hinter der hoch öffnenden Heckklappe mit Platz-Kompetenz. Da lässt sich der großen Kombis ähnelnde Kofferraum nach Umlegen der 60:40 geteilten Rücksitzlehnen auf üppige 1.410 Liter erweitern. 577 Kilo Zuladung gehen rein. Unser Tipp: Wer öfter lange Gegenstände transportiert, sollte die optionale umklappbare Beifahrerlehne ordern. Zur Variabilität im Gepäckabteil trägt auch der doppelte Ladeboden bei - aufpreispflichtig, 150 Euro. Und nicht zuletzt kann der Kompakte als erstes Fahrzeug seiner Klasse auf Wunsch mit einer elektrischen Heckklappe bestückt werden, die per Knopfdruck über der nur 66 Zentimeter hohen Ladekante öffnet und schließt.

Was wäre ein Skoda ohne die inzwischen fast schon legendären, pfiffigen Simply-Clever-Ideen für die Insassen. Neben dem bekannten Tickethalter an der A-Säule des Fahrers und dem Staufach samt Regenschirm in der Fahrertür kann man mit dem Eiskratzer im Tankdeckel nun auch das Profil der Reifen messen. Hilfreich beim Füllen des Scheibenwaschbehälters unter der Fronthaube ist jetzt erstmals gleich ein integrierter Trichter im Verschlussdeckel.

Zum Start ist der Scala als Benziner mit 115 (ab 21.450 Euro) und 150 PS (mit DSG ab 25.200 Euro) zu haben, später im Jahr kommt noch ein 1.0 TSI-Dreizylinder mit 95 PS Hinzu (ab 17.350 Euro) sowie gegen Ende des Jahres eine Erdgasvariante. Als einziger Diesel fungiert ein 1.6er mit 115 PS (ohne DSG ab 21.500 Euro, mit DSG ab 23.300 Euro), der natürlich SCR-Kat, AdBLue-Einspritzung sowie einen Dieselpartikelfilter an Bord hat.

Wir haben letzteren (der im Motorenmix ca. 25 Prozent ausmachen soll) mit DSG ausprobiert. Er demonstriert eine gute Mischung aus sanften Manieren und Power. Freilich ist er mit seinen 250 Nm nicht der große Temperamentsbolzen, gefällt dennoch mit ausreichend Dampf. Und 200 km/h Spitze sind auch nicht von Pappe. Zudem ist er durchaus sparsam, selbst wenn er die im Datenblatt angegebenen 4,1 Liter in der Praxis um mehr als einen Liter übertrifft. Nur das Direktschaltgetriebe ist leider nicht so perfekt auf den Motor abgestimmt wie gewünscht. Es wirkt nicht unbedingt dynamisch ausgelegt, eher defensiv. Ansonsten schnurrt der Scala laufruhig und äußerst sparsam seine Runden. Deutlich verbessert hat sich im Vergleich zum Rapid auch das Fahrwerk, welches zwar straff abgestimmt ist, aber dennoch selbst große Dellen gekonnt wegbügelt. Nur über enge Wellen kommt die Verbundlenkerachse schon mal ins Hoppeln und reicht derlei Stöße an die Insassen weiter. Gegen Aufpreis kann auch ein adaptives Sportfahrwerk Chassis Control mit den Modi-Kennlinien Normal und Sport geordert werden.

Für mehr Sicherheit sorgen im kompakten Skoda eine Vielzahl neuester Assistenz-Systeme. Serie sind u. a. der Spurhalte- und Frontradarassistent mit City-Notbremsfunktion. Optional sind zudem der Side Assist, der Fahrzeuge über den toten Winkel hinaus bis zu 70 Meter entfernt erkennt und Infos darüber gibt, als auch ein adaptiver Abstandsassistent.

Alles in allem hat Skoda mit dem neuen Scala für den Angriff auf die Besten bei den Kompakten durchaus mehr Ambitionen als bislang. Klassensprecher bleiben aber weiterhin andere.

Rainer Bekeschus

MäMa-Testfahrt: Skoda Scala

Skoda Scala 1.6 TDI

Motor: 1,6-Liter-Vierzylinder-TD, 7-Gang-DSG, 115 PS,

0 - 100 km/h: 10,3 Sek.

Spitze: 200 km/h

Verbrauch: 4,1 Liter Diesel

CO²-Wert: 108 g/km

Kofferraum: 464 – 1.410 l

Preis: 23.300 Euro