Social Media Zubehör: MagLight - Was Influencer so brauchen

MagLight im Creator Pack als zusätzliches Licht für Handy-Kreative.
Moonside DesignSeitdem der Job des Influencers nicht nur für Social-Media-Reichweite sorgt und das eigene Ego beflügelt, sondern auch das Konto füllen kann, versuchen sich immer mehr bei Instagram, TicToc & Co. Die Macht der kurzen Filme scheint unaufhaltsam. Doch neben dem reinen Inhalt ist vor allem die Optik der Reels und Storys wichtig. Schärfe, Farbe und nicht zuletzt richtiges Licht werden dabei immer entscheidender. Gerade in letztem Punkt aber schwächeln viele Smartphones. Selbst die teuren.
Im professionellen Video-Business, also dort, wo richtige Kameras zum Einsatz kommen, haben sperrige Standleuchten meist schon Ringleuchten Platz gemacht, die ums Objektiv gelegt werden. Vor allem bei Porträtaufnahmen und Closeups sind sie nicht mehr wegzudenken. Also bei genau jenen Features, die bei Social Media angesagt sind. Bei der Größe eines Handys und erst recht bei der des Kameradmoduls macht das natürlich wenig Sinn.
So finden sich im boomenden Zubehör-Markt für smarte Telefone zunehmend Lösungen, die auch auf externe Beleuchtung setzen. Viele Hersteller von Gimbals, die dank KI mittlerweile per Geste gesteuert werden, implementieren in das entsprechende Kameramodul LED-Leuchten, die die integrierten Flashlights unterstützen sollen. An den eher ungünstigen Größenverhältnissen indes ändert dies nur geringfügig etwas. Die Lichtausbeute ist mäßig. Auf einem deutlich hellerem Niveau bewegt sich da Moonside Design. Das erst vor knapp fünf Jahren gegründete Unternehmen will im Bereich der smarten Beleuchtung weltweit mitspielen. Und mit dem MagLight könnte dies auch klappen.
MagLight: Ringleuchte fürs Handy
Das ist nämlich, wenn man so will, die Ringleuchte fürs Handy. Sieht aus wie eine kleine Powerbank - und ist dies tatsächlich auch. Dazu später mehr. Denn der verbaute Akku mit immerhin 4000 mAh soll in erster Linie die in der Umrandung des 98 mal 66 Millimeter kleinen Blockes verbauten LEDs mit Strom versorgen. Die Lichteinheiten sind in 67 Zonen eingeteilt, die sich einzeln und individuell ansteuern lassen. Alle zusammen bringen es auf 680 Lumen, was allein von der Papierform her schon sehr ordentlich ist. Angesteuert wird das MagLight natürlich per App direkt vom Smartphone aus.
Dazu verbindet der User das Gadget per Bluetooth mit dem Handy und hat somit fast die uneingeschränkte Steuerfreiheit. Denn es gibt tatsächlich noch zwei physische Knöpfe innerhalb des Licht-Rechtecks an der Oberseite. Einer zum Einschalten, einer zur Modusauswahl sowie beide in Kombination für ein Factory-Reset. Tatsächlich benötigt man nur Letzteres, denn alle anderen Funktionen lassen sich bequemer und übersichtlicher übers Smartphone bedienen. Und das nicht nur, weil die haptischen Knöpfe doch sehr klein sind. Die Vielfalt der Einstellungen ließe sich ohnehin nicht über eine Steuerleiste auf dem Gerät abbilden. So kann man hier nur auf selbst gefertigte Presets zurückgreifen.

Es werde Licht. MagLight liefert bis zu 680 Lumen.
Moonside DesignIn der App gibt es fünf Einstellungswerte. Farbe und Farbtemperatur kennt man aus den Bedienfeldern smarter Leuchtmittel schon. 16 Millionen Farben kann das MagLight darstellen, der Eigner ist hier frei in Sachen Vielfalt. Farben lassen sich über Farbkreise auswählen oder können via RGB-Eingabe bestimmt werden. Die Temperatur-Range liegt zwischen 1500 und 9000 Kelvin und damit im Kaltbereich deutlich über dem Gebräuchlichen. Dazu spendiert Moonside noch neun Presets für die Faulen, wie etwa Tageslicht, Focuslicht oder Bedtime. Ein weiteres Bedienfeld steuert die Helligkeit von null bis 100 Prozent und dient schlicht dem Ein- bzw. Ausschalten. Sämtliche Farb-, Temperatur- und Dimmungswerte lassen sich natürlich stufenlos verstellen.
Handy-Licht: Features und Möglichkeiten
Zwei weitere Modi sind für die Kreativen gedacht. Zum einen gibt es das Effekt-Menü, das man auch von anderen smarten Leuchten kennt. Zur Wahl stehen die Kreationen der Community, die sich hier wirklich fleißig austobt und dann dürfen natürlich eigene Themen gebastelt werden auf Grundlage der vorhin beschriebenen Möglichkeiten in Sachen Licht, Farbe und Spiel. Spannender allerdings ist die "Paint"-Abteilung, über die man Zugriff auf die beschriebenen 67 Farbzonen hat. Jedes einzelne Element ist ansteuerbar und, wie aus Fotoprogrammen bekannt, über Pipetten, Farbkreise- oder Eimer mit individuellen Farben belegbar. Das lässt sich dann wiederum mit dem Themenmenü kombinieren oder auch der Helligkeit. Kurzum: Die Varianten sind schier unendlich. Am ehesten wird das MagLight aber wohl als simple Extraleuchte Verwendung finden. Durchaus mit der Möglichkeit, durch Farbtemperatur und Helligkeit die Wirkung von späteren Filtern vorwegzunehmen, was in der Praxis dann einen deutlich realistischeren Eindruck macht.

Licht für jedes Model. Die App funktioniert mit iOS und Android.
Moonside DesignWie der Name schon sagt, setzt Moonside auf die vor allem von Apple verwendete MagSave-Technologie, also das Haften von Gegenständen mithilfe von Magneten. Der entsprechende Ring ist auf der Rückseite des MagLight auch eingelassen. Dazu gibt's im Package noch zwei Magnet-Ringe, die auf der einen Seite eine Klebefolie haben. Das hat einen guten Grund: Denn zum einen ist die Haftung an iPhones mit Schutzhülle eher mäßig, zum anderen lässt sich das MagLight so aber an allen anderen Handys befestigen oder sonstigen Oberflächen. Ohne Ring natürlich auch an solchen aus Metall, etwa dem Kühlschrank. Da es die App für iOS und Android gibt, werden alle Betriebssysteme unterstützt. Und da wir schon bei MagSave sind: Wie eingangs schon erwähnt, gibt's die Powerbank on top, die sowohl mit direktem Stromanschluss (Desktop), aber auch ohne funktioniert. Unabhängig vom Hersteller und mit Schutzhülle, da die Magnetringe in den Ladeprozess mit einbezogen werden. Die Qi-Funktion lässt sich per App ausschalten.
Creative Pack für Social-Media-Einsteiger
Angesichts der Möglichkeiten lässt sich das MagLight natürlich als universelles Leuchtmittel nutzen, bis hin zur Taschenlampe. Als Focusbeleuchtung indes ist es nahezu perfekt. Einen kleinen Dämpfer gibt es dennoch: Direkt mit dem Handy zusammen kann man es wohl nicht mit einem Gimbal verwenden, da nicht nur 108 Gramm hinzukommen, sondern weil die Aufnahmeschale fürs Smartphone einen Teil der Leuchteinheit verdeckt. Doch weil das so ist, steht das "Creative Pack" von Moonside bereit. Das enthält einen MagPod. Das ist eine Aufnahmeschale aus Metall, die auf der einen Seite das Handy und auf der anderen das MagLight befestigt. Dazu gibt es einen kleinen Tripod, der für Standfestigkeit sorgt. Somit sind zumindest statische Aufnahmen hands free gesichert. Wer es dynamischer mag, kann auch auf den Magflip zurückgreifen. Eine zweiteilige Metallkonstruktion, die ebenfalls Handy und MagLight aufnehmen kann und mit der sich der Winkel von beiden zueinander verändern lässt, was schöne Lichteffekte erzeugt. Beides kann locker mit einer Hand bedient werden, bietet aber nicht die Flüssigkeit, wie sie ein Gimbal garantiert. Zudem taugt der MagFlip ebenso als Handystand. Experimentierfreudige Zeitgenossen haben mit dem "Creative Pack" eine schöne Spielwiese zum Ausprobieren.

Mit dem Creative Pack wird das MagLight zur externen Beleuchtung.
Moonside DesignDas MagLight ist eine sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Handybeleuchtung und bietet dank vieler Einstellmöglichkeiten fast unbegrenzten kreativen Spielraum für Social-Media-Arbeiter und alle, die Spaß an kurzen Videos und Lichteffekten haben. Dass es dazu als Powerbank dient, ist ein mehr als nützliches Feature. Das optionale Creative Pack macht ebenfalls Sinn, zumal die Verwendung nur mit einem Gimbal eher beschränkt ist. Der Einsatz des MagLight sollte allerdings gut geplant werden. Denn bis voll braucht der Akku fast sechs Stunden. Das ist die einzig schlechte Nachricht fürs Gesamtpaket. Das gibt es übrigens für knapp 90 bzw. 130 Euro (Creative Pack). Nicht eben billig, aber für mehr Reichweite keine unnütze Investition.
MagLight - Test-Fazit
Es werde Licht. Diesem Anspruch wird das MagLight mehr als gerecht. Dazu gibt es unendliche Möglichkeiten, kreativ zu sein, von der Farbgestaltung über die Temperatur bis hin zu dynamischen Themen. Dass das Handy-Licht auch noch als Powerbank dient, ist ein weiteres nützliches Feature. Ob das auf das Creative Pack zutrifft, muss jeder für sich entscheiden. Als Angebot für Einstiegs-Influencer ist es in jedem Fall den geforderten Preis wert.
