Test Airfryer
: Iconic Single – ein Glanzstück, das kocht

Cosori präsentiert einen Airfryer aus Edelstahl. Ob der nur gut aussieht, zeigt unser Test.
Von
Stefan Klug
Frankfurt (Oder)
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Cosori ICONIC Single. Küchenhelfer und Blickfang.

Cosori ICONIC Single. Küchenhelfer und Blickfang.

Cosori
  • Cosori ICONIC Single: Airfryer aus Edelstahl, 6,2 l, 1.725 W, 30–230 °C, bis 24 h Laufzeit.
  • Programme: Air Fry, Braten, Aufwärmen, Backen, Trocknen, Gären; app-gestützt ohne Fernstart.
  • Stärken: schnelles Bräunen, gleichmäßige Ergebnisse, PFAS-freie Keramik, einfache Reinigung.
  • Grenzen: Single-Korb, kein Sichtfenster, Mengen begrenzt; hörbar, aber übliches Geräuschniveau.
  • Preis ca. 250 Euro; Fokus auf Design (Metall/Glas) und Alltagstauglichkeit statt Feature-Flut.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Küchengeräte dürfen auch gut aussehen. Manche ikonische Designs haben Jahrzehnte überdauert. Schwieriger wird's bei Modellen, deren Einsatzmöglichkeiten erst in jüngerer Vergangenheit erfunden wurden. Airfryer beispielsweise. Die im Kern kompakten Heißluftöfen mit starkem Luftstrom und kleinem Garraum sind schnell auf Temperatur und übernehmen in vielen Haushalten genau die Jobs, für die sonst Backofen, Grillfunktion oder eine klassische Fritteuse herhalten: knusprige Snacks, Ofengemüse, kleinere Fleischstücke, Aufbackware, Aufwärmen.

Der praktische Gewinn liegt in Tempo, Planbarkeit und oft deutlich weniger Öl. Die Grenzen zeigen sich, sobald es um große Mengen geht, um mehrere Komponenten mit unterschiedlichen Garzeiten – und überall dort, wo man im Ofen einfach ein Blech einschiebt oder zwei Ebenen gleichzeitig nutzen würde. In Sachen Aussehen haben sie dazu bisher eher weniger Innovatives zu bieten: mittelgroße Kästen mit vor allem viel Plastik-Look.

Cosori will dies ändern. Vor zehn Jahren in den USA gegründet, hat man sich seit Jahren sichtbar auf Heißluftfritteusen spezialisiert – von klassischen Ein-Korb-Geräten bis zu smarten Varianten mit App-Anbindung. Beim ICONIC Single wird dieser Ansatz ziemlich klar: weniger „Plastik-Küchenhelfer“, mehr Metall, Glas und ein bewusst gesetzter Designanspruch.

Aufbau und Design: Edelstahl statt Plastikbomber

Der ICONIC Single kombiniert gebürsteten Edelstahl mit einem Touchpanel unter gehärtetem Glas; ein polierter Ring setzt einen kleinen Akzent. Auf der Arbeitsfläche wirkt das zurückhaltend hochwertig und eher wie ein Gerät, das man stehen lässt, statt es nach jedem Einsatz wegzuräumen. Edelstahl bringt allerdings die üblichen Alltagsthemen mit: Fingerabdrücke sind möglich, bleiben aber im Rahmen, wenn man gelegentlich drüberwischt. Kleine Verarbeitungsdetails wie Spaltmaße können je nach Exemplar und Blickwinkel mal auffallen, mal nicht – funktional ist das in der Praxis selten relevant.

Mit rund 41,7 × 30,0 × 29,5 cm (inkl. Griff) und 6,5 kg ist der Airfryer kompakt genug für eine feste Stellfläche, aber nicht unbedingt das Gerät, das man täglich aus dem Schrank hebt und wieder verstaut. Ein Sichtfenster fehlt; der Garzustand wird klassisch per kurzem Herausziehen kontrolliert. Das ist kein Drama, bedeutet aber mehr „Nachschauen“ als bei Geräten mit Fenster.

Technik und Programme: präzise, heiß, langlaufend

Die Eckdaten: 6,2 Liter Korbvolumen, 1.725 Watt, 30–230 °C sowie Laufzeiten von 1 Minute bis 24 Stunden. Diese Bandbreite ist nicht nur für „heiß und knusprig“ interessant, sondern auch für langsamere Anwendungen wie Dörren oder Gären.

Als Programme sind Air Fry, Braten, Aufwärmen, Backen, Trocknen und Gären hinterlegt. Auffällig ist die Maximaltemperatur von 230 °C: Damit rutscht das Gerät stärker in den Bereich, in dem schnelles Bräunen und kräftigeres Anknuspern klappt – praktisch für Wings, Röstaromen bei Gemüse oder ein Finish nach dem Aufwärmen. Die Luftführung arbeitet mit programmspezifischen Lüfterstufen; man stellt den Ventilator nicht manuell ein, merkt aber, dass die Modi unterschiedlich „ziehen“ und auf ihren Zweck getrimmt sind.

Cosori ICONIC Single.

Cosori ICONIC Single. Bis zu 230 Grad für ordentliche Röstaromen.

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Anwendung: Bandbreite, Mengenlogik, „Single“-Realität

Als Ein-Korb-Gerät fährt der ICONIC Single immer nur ein Temperatur-Zeit-Profil gleichzeitig. Das prägt den Küchenalltag: Zwei Gerichte mit unterschiedlichen Anforderungen laufen nacheinander – oder man plant so, dass es zusammenpasst (zum Beispiel Gemüse plus kleine Proteine, die ähnliche Garzeiten haben). Mehrere Komponenten gehen, solange der Korb nicht überladen wird und der Luftstrom arbeiten kann. Zu dichte Schichtungen rächen sich fast immer: außen wird es braun, innen bleibt es blass oder weich.

Die 6,2 Liter passen gut zu 1–2 Portionen als „Hauptgerät“ und funktionieren auch für kleinere Familienportionen, wenn ein Durchgang reicht oder ein Teil warmgehalten wird. Typische Einsatzfelder sind Pommes, Nuggets, Wings, Fischfilets, Rösti, Gemüse-Mixe, kleine Gratins/Backaufgaben, Aufbackware – aber auch „Kochbaukasten“-Gerichte wie Gnocchi mit Gemüse und Hähnchen, bei denen alles in einem Ablauf gart. Und durch niedrige Temperaturen plus 24-Stunden-Timer sind Dörr- und Gär-Setups realistisch, ohne dass der Backofen stundenlang blockiert ist.

WLAN und App: praktische Ergänzung, keine Fernstart-Maschine

Die WLAN-Anbindung ergänzt das Gerät vor allem in zwei Richtungen: Bedienkomfort und Kochen mit Anleitung. In der App lassen sich Rezepte mit Schritt-für-Schritt-Logik nutzen, und Kochparameter wie Modus, Temperatur und Zeit können ans Gerät übertragen werden. Das spart Tipparbeit am Touchpanel, gerade bei wiederkehrenden Abläufen. Gleichzeitig bleibt der Start am Gerät selbst – ein bewusstes Sicherheitskonzept, damit der Garvorgang nicht unbeaufsichtigt aus der Ferne startet.

Cosori ICONIC Single. Einstellungen und Anleitungen per App. Gestartet wird am Gerät.

Cosori ICONIC Single. Einstellungen und Anleitungen per App. Gestartet wird am Gerät.

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Im Alltag ist die App deshalb weniger „Fernbedienung“, sondern eher eine Kontroll- und Organisationsschicht: Garfortschritt wird sichtbar, Endzeiten kommen als Benachrichtigung, und die Rezeptbibliothek hilft, Einstellungen reproduzierbar zu treffen. Das ist besonders praktisch, wenn parallel gekocht wird, bei langen Läufen (Dörren/Gären) oder wenn bestimmte Abläufe einfach immer gleich gelingen sollen. Je nach Setup lässt sich das auch in Sprachassistenten-Umgebungen einbinden – als Komfort, nicht als Pflicht.

Bedienung und Fehlbedienungsrisiko

Gesteuert wird über ein Touchfeld mit klar benannten Programmen sowie separaten Anpassungen für Zeit und Temperatur. Eine Shake-Erinnerung strukturiert Zwischenchecks, was bei Pommes, Gemüse oder kleineren Zutatenmengen wirklich hilft. Der Korb kann während des Betriebs geöffnet werden: Das Programm pausiert und läuft nach dem Schließen weiter. Umlegen, nachwürzen, kurz prüfen – alles ohne Neustart.

Fehlbedienungen sind eher selten, weil die Logik geradlinig ist. Die typischen „Fehler“ entstehen weniger am Panel als im Korb: zu voll, zu dicht, zu feucht. Wer den Luftstrom respektiert, bekommt sehr planbare Resultate.

Garergebnisse: knusprig, gleichmäßig

Bei Klassikern wie Pommes, Nuggets oder Wings liefert der ICONIC Single gleichmäßige Bräunung und reproduzierbare Textur – genau das, was man von einem Airfryer erwartet. Die hohe Maximaltemperatur hilft beim kräftigen Finish, etwa wenn Tiefkühlware nicht nur heiß, sondern wirklich trocken-kross werden soll. Backaufgaben gelingen ebenfalls zuverlässig, bleiben aber naturgemäß in kleineren Mengen als im Backofen.

Der „gesündere“ Effekt von Airfryern entsteht vor allem über die Fettlogik: Viele knusprige Ergebnisse funktionieren mit wenig bis gar keinem zusätzlich zugegebenen Öl. Beim ICONIC Single kommt ein Materialargument dazu: Die lebensmittelberührenden Flächen sind PFAS-frei ausgelegt, Korb und Crisp-Platte sind keramikbeschichtet. Trotzdem bleibt Hochtemperaturgaren Hochtemperaturgaren – sehr dunkle Bräunung sollte, wie bei Ofen und Pfanne, eher die Ausnahme sein.

Cosori ICONIC Single.

Cosori ICONIC Single. Edelstahl und spülmaschinengeeignetes Innenleben machen die Nacharbeiten leicht.

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Die Geräuschkulisse liegt im typischen Rahmen für Geräte mit starkem Luftstrom: hörbar, aber nicht auffällig lauter als vergleichbare Airfryer dieser Leistungsklasse. In offener Wohnküche nimmt man den Betrieb wahr – ähnlich wie bei den meisten Geräten dieser Kategorie.

Reinigung und Nacharbeit, Preis und Einordnung

Korb und Einsätze sind spülmaschinengeeignet; die keramische Antihaftschicht macht auch Handwäsche entspannt. Das senkt die Hemmschwelle, den Airfryer wirklich häufig zu nutzen – im Alltag oft der entscheidende Punkt. Außen ist Edelstahl pflegeleichter, als man befürchtet, braucht aber gelegentlich ein Mikrofasertuch, damit die Oberfläche ruhig bleibt.

Der ICONIC Single liegt mit rund 250 Euro preislich im Premiumbereich für ein Ein-Korb-Gerät. Der Mehrwert steckt weniger in einer endlosen Programmliste als in Verarbeitung (Edelstahl/Glas), Materialkonzept, Temperaturspanne bis 230 °C und einer App-Ebene, die Rezepte, Parameterübertragung und Benachrichtigungen sinnvoll zusammenführt – mit klarer Grenze beim Fernstart. Wer Parallelbetrieb sucht, ist mit Dual-Zone-Geräten funktional im Vorteil. Wer primär günstige Knusperresultate will, findet in der 6-Liter-Klasse Alternativen mit ähnlicher Garleistung, oft aber ohne diese Material- und Designausrichtung.

Cosori ICONIC Single

Der Cosori ICONIC Single nimmt Gestaltung und Material ernst und liefert gleichzeitig das, worauf es bei einem Airfryer ankommt: reproduzierbar knusprige Ergebnisse mit überschaubarem Aufwand. Stärken sind die Temperaturspanne, die alltagstauglichen Programme, die einfache Reinigung und die App als Rezept- und Steuerhilfe – ohne Fernstart-Spielereien. Die Grenzen liegen im Single-Korb-Prinzip und im Preisniveau. Insgesamt wirkt das Paket schlüssig, wenn ein solider, planbarer Airfryer gesucht wird, der sich optisch zurückhaltend in die Küche einfügt und bei den Details konsequent auf Alltagstauglichkeit setzt.

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