Test Gaming Headset: Audeze Maxwell - Das vielleicht beste Headset?

Audeze Maxwell in der Wasabi-Edition. Gaming Headset mit HiRes-Audio-Fähigkeiten
Audeze- Das Audeze Maxwell ist ein hochwertiges Gaming-Headset aus Kalifornien.
- Es bietet HiRes-Audio und ist für Playstation und Xbox erhältlich.
- Das Headset nutzt 90 mm Planar-Magnet-Treiber für bessere Soundqualität.
- Mit Beamforming-Mikrofonen und 80 Stunden Akkulaufzeit.
- Preis ca. 300 Euro, sehr gute Klangqualität für Musik und Spiele.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Längst macht der gute Ton nicht nur die Musik, sondern auch das Spiel. Beim Gaming gehört der Sound mittlerweile zu den wichtigen Features, kann im Zweifelsfall über Sieg und Niederlage entscheiden. Aber auch abseits vom Gedanken des Gewinnens wird das Erlebnis Spielen erst komplett, wenn auch die Ohren entsprechend bedient werden.
Nicht zu vergessen, dass die Generation Gaming natürlich gern am Smartphone hängt, um sich von der Lieblings-Playlist unterhalten zu lassen. Um so besser also, wenn die Spiele-Kopfhörer auch Musik können. Und das möglichst ohne Kompromisse. In aller Ohren ist derzeit das Maxwell von Audeze, auch, weil es kein Headset wie jedes ist. Wir haben mal ganz genau hingehört.
Das Audeze Maxwell kommt aus dem sonnigen Kalifornien zu uns. Benannt ist das Headset nach dem gleichnamigen Physiker. 2008 gegründet (tatsächlich in einer Garage) hat sich die Firma mittlerweile einen Namen vor allem im Hifi- bzw. HighEnd-Bereich gemacht und ist auch bei den entsprechenden Händlern gelistet. Die Amerikaner verbauen in den mehr als soliden Ohrmuscheln, die aus einem Mix von Aluminium und Stahl bestehen, 90 mm Planar-Magnet-Treiber. Das sind ultradünne Membranen, die nach einem bestimmten Prinzip in Bewegung gesetzt werden. Das soll - im Gegensatz zu herkömmlichen Treibern - gleichmäßige Schwingungen, geringere Verzerrungen und dynamischere Bässe erzeugen.
Audeze Maxwell: Gaming und HiRes-Audio
Am Ende steht eine bessere und vor allem authentischere Wiedergabe von Musik oder eben Sound an. Konstruktiv bedingt kommt das Maxwell mit einem relativ hohen Kampfgewicht daher, was vor allem bei längeren Sessions spürbar wird. Allerdings verteilt ein flexibles Kopfband unter dem Spannbügel die rund 500 Gramm sehr gut. Und auch die groß dimensionierten und sehr weichen wie gut sitzenden Ohr-Polster tragen zum generell sehr bequemen Sitz bei. Jedoch mag das Maxwell keinen schnellen Bewegungen und schon gar nicht ruckartige. Denn dann schlägt die Erdanziehung voll zu.
Die üppig ausfallenden Hörmuscheln sind alles andere als funktionell überfrachtet. Ein Power-Knopf, der in zweiter Funktion fürs Bluetooth-Pairing dient, zwei Stellräder für Lautstärke bzw. Chat, denen per Druck weitere Funktionen zugeordnet sind sowie ein Mute-Knopf fürs Mic sowie einer, der die Geräuschunterdrückung managt - mehr gibt es nicht. Auf das mittlerweile gängige Chichi wie Beleuchtung u.ä. verzichten die Amerikaner. Einziger Leuchtpunkt ist eine Statusleuchte, der nach Intensität und Farbe Kopplung und Arbeitszustand zu entnehmen sind.
Headset für Playstation, für Xbox, für alles
Das Maxwell kommt in zwei Varianten daher, eine für die Playstation, eine für die XBox. Letztere in Sonderfarbe, mit dem witzigen Zunamen "Wasabi". Egal, für welche man sich entscheidet, die Audeze-Hörer sind universell koppelbar, nur nicht eben immer wireless. Die PS-Version muss an die XBox per 3.5-Klinge angeschlossen werden und arbeitet mit Sonys Konsole, der Switch, PC oder Mac, iOS oder Android entweder per Bluetooth oder Dongle, der dem Package beiliegt. Wasabi lässt sich dann ins grüne Universum einbinden und agiert mit der PS kabelgebunden. Mit der XBox gekoppelt kommt Dolby Atmos zum Einsatz, bei der Playstation Tempest 3D. Anders als gängig arbeiten die Amerikaner nicht mit ANC, sondern setzten auf ein eigenes Filtersystem, das über die vier verbauten Beamforming Mikrofone sowie das abnehmbare Bügelmikrofon gesteuert wird. Das Ergebnis ist durchweg überzeugend und muss sich in Sachen Noise Cancelling nicht hinter anderen verstecken.
In Sachen Sound geht das Maxwell keine Kompromisse ein. Allein, dass Audeze ein Probeabo für den HiRes-Musikanbieter "qobuz" beilegt, zeigt, wo man sich selbst einordnet. Und tatsächlich ist die Wiedergabe von Musik - egal ob kabelgebunden oder per Bluetooth 5.3 - überragend. Der Frequenzgang von 10Hz bis 50kHz ist zwar eher theoretischer Natur, weil teils außerhalb des wahrnehmbaren Bereichs, zeigt aber, was das Maxwell könnte, wenn man es nur ließe. Bei der Wiedergabe von HiRes-Audio, auch über prime Music zu haben, kitzeln die Hörer noch so kleine Details aus dem Signal und bauen daraus eine beeindruckende Bühne auf. Kurzum, auf den ersten Ton scheint das Maxwell für den bloßen Einsatz als Gaming-Zubehör fast schon überqualifiziert.
Audeze Maxwell - Spiel, Musik, Chat
Andererseits gehört das Hören mittlerweile schon zum immanenten, wenn nicht teils entscheidenden Teil des Gamings. Wer im virtuellen Raum besser verorten kann, hat unter Umständen den entscheidenden Vorteil. Nicht zu vergessen, dass der Sound zur immersiven Erfahrung nicht unwesentlich beiträgt. Insofern ist das Maxwell auch beim Videospiel ein zuverlässiger Begleiter. Die Chatfunktion ist ohne Kritik, sowohl was das Sprechen also auch das Hören betrifft. Der Mix aus Chat und Sound kann, wie beschrieben, per Drehrad eingestellt werden. Wer das Bügelmikro nicht braucht, sollte unbedingt den Eingang abschalten, da dieser sehr empfindlich auf Berührungen reagiert und entsprechende Misstöne erzeugt. Auch mit den implementierten Beamforming-Mics lässt sich im übrigen gut verständigen, etwa, wenn man übers Smartphone Musik hört und Anrufe tätigen will.
Nicht zuletzt zählt, neben der sehr niedrigen Latenz, der wirklich ausdauernde Akku zu den nennenswerten Features des Maxwell. Der 1800mAh-Stromspeicher versorgt das Gesamtsystem bis zu 80 Stunden mit Energie und ist nach 20 Minuten wieder betriebsbereit für einen weiteren Gaming-Tag. Zusammen ein echter Spitzenwert. Das gilt allerdings auch für den Preis. Rund 300 Euro muss hinlegen, wer das etwas andere Headset sein Eigen nennen will. Nicht eben billig, aber angesichts aller genannten Eigenschaften mehr als fair.
Audeze Maxwell Test-Fazit
Alle wollen es haben, das etwas andere Gaming-Headset. Kein Wunder, denn sowohl beim Musikhören als auch beim Spielen überzeugt das Schwergewicht. Für die Reise zwar weniger geeignet, allerdings ansonsten kompatibel mit fast allen Systemen. Bei den meisten sogar wireless. Klanglich spielt das Maxwell fast schon in einer eigenen Liga, selbst für Spiele-Kopfhörer mit HiRes-Audio-Ausrichtung. Auch, wenn am Ende persönliche Vorlieben entscheidend sind, dürfte Audeze mit dem Maxwell ganz vorn in der Käufergunst landen.
