Test Heizgeräte
: Smart Heating für schnelle Wärme

Ob Übergangszeit oder Kälteeinbruch - moderne Heizgeräte sorgen ohne Aufwand für ein paar Grad mehr im Zimmer. Neue Dreo-Heizer im Praxistest.
Von
Stefan Klug
Frankfurt (Oder)
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Zwei System, ein Ziel.

Zwei Systeme, schnelle Wärme als Ziel. Der Tower Heater 718 (links) sowie der Whole Room Heater 714S.

Dreo
  • Dreo präsentiert zwei Heizgeräte: Whole Room Heater 714S und Tower Heater 718, beide mit PTC-Keramiktechnik.
  • Der 714S ist kompakt und flexibel, ideal für kleinere Räume und punktuelle Nutzung.
  • Der Tower 718 überzeugt durch leise, gleichmäßige Wärme und eignet sich für größere Räume.
  • Beide Geräte bieten Sicherheitsfunktionen, Eco-Modus und einfache Bedienung; nur der 714S hat App-Steuerung.
  • Als Zusatzheizungen sind beide energieeffizient, schnell und komfortabel einsetzbar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ob Übergangszeit, plötzlicher Wärmeschub im Winter oder Kälteeinbruch im Sommer - wenn die zentrale Heizung noch nicht parat steht oder zu träge ist, braucht es Alternativen, um schnell und zuverlässig die gute Stube warm zu bekommen. Wohl dem, der auf einen Kamin und wohlige Raumtemperaturen nach eigenem Gusto zurückgreifen kann.

Allen anderen bleibt ein warmer Pullover oder eben eine elektrische Zusatzheizung. In weiten Teilen Südeuropas greift hier die auch wärmespendende Klimaanlage, die in Deutschland vor allem politisch noch argwöhnig beäugt wird.

Das Thema Zusatzheizung hat schon in vergangenen Dekaden, selbst als noch mit Kohle gefeuert wurde, eine Rolle gespielt. Doch die Zeiten schwere Ölradiatoren und energiefressender Heißluftbläser sind längst vorbei. Smart Heating ist heutzutage angesagt. In diesem relativ neuen Markt mischt mit Dreo eine noch junge Firma mit. Erst seit 2020 bewegen die Chinesen Luft, wenn gewollt eben auch warme.

In diesem Umfeld positioniert Dreo zwei Geräte, die auf den ersten Blick ähnliche Aufgaben übernehmen, aber unterschiedliche Rollen im Zuhause spielen: den Dreo Whole Room Heater 714S und den Dreo Tower Heater 718. Beide arbeiten mit PTC-Keramiktechnik und einem Gebläse, beide versprechen eine möglichst gleichmäßige Wärmeverteilung im Raum. Der 714S tritt als kompakter, sehr beweglicher Raumheizer auf, während der 718 als schlanker Standtower für eine umfassendere Raumabdeckung entworfen wurde.

Keramikheizer - schnell spürbare Wärme

Elektrische Keramikheizer wie diese Modelle sind in erster Linie dafür gedacht, einzelne Zonen gezielt zu temperieren. Typische Einsatzszenarien reichen vom Aufwärmen eines Arbeitszimmers in den Morgenstunden über das temporäre Beheizen eines Wohnzimmers in der Übergangszeit bis hin zum Schaffen einer warmen Ecke in ansonsten kühlen Räumen. Ihre Stärke liegt in der direkten, schnell spürbaren Wärme, der kompakten Bauform und der Möglichkeit, Temperatur und Betriebszeiten sehr genau zu bestimmen. Die Schwächen ergeben sich aus demselben Prinzip: Wer einen schlecht gedämmten, großen Raum dauerhaft hoch temperieren möchte, treibt mit reinen Elektroheizern die Stromrechnung spürbar nach oben. Sinnvoll werden solche Geräte vor allem dort, wo die Nutzung zeitlich begrenzt bleibt und die Leistung im Zusammenspiel mit einem Thermostat intelligent geregelt wird.

Der Dreo Whole Room Heater 714S präsentiert sich als relativ kompakter Boden- oder Tischheizer, der optisch an einen modernen Luftzirkulator erinnert. Im Inneren arbeitet ein PTC-Keramikelement, das sich durch seine selbstbegrenzende Eigenschaft auszeichnet: Steigt die Temperatur des Materials, erhöht sich der elektrische Widerstand und der Stromfluss wird reduziert. Dieses Verhalten sorgt für eine gleichmäßige Wärmeabgabe und erhöht gleichzeitig die Sicherheit. Ein Gebläse zieht die Raumluft an, führt sie über das Keramikelement und bläst sie erwärmt wieder aus. Im Unterschied zu einfachen Heizlüftern beschränkt sich der 714S nicht auf einen starren Luftauslass, sondern kombiniert seine Heiztechnik mit einer dreidimensionalen Luftführung. Er schwenkt horizontal und kann den Luftstrom auch in der Vertikalen ausrichten, sodass sich die Wärme nicht nur in einer Achse ausbreitet, sondern im ganzen Raum verteilt wird. Das erinnert eher an einen kleinen Heizventilator, der aktiv für Luftzirkulation sorgt und Temperaturunterschiede zwischen Boden- und Kopfhöhe reduziert.

Dreo 714S - Dreidimensionale Luftführung im ganzen Raum

Die Heizleistung des 714S liegt im Bereich von rund 2.000 Watt, was für kleine bis mittelgroße Räume eine sehr schnelle Erwärmung ermöglicht. Der Nutzer kann zwischen verschiedenen Betriebsmodi wählen, etwa einer maximalen Leistungsstufe für rasches Aufheizen und einem Eco-Betrieb, bei dem das Gerät in Abhängigkeit von der gemessenen Raumtemperatur nachregelt und die Heizphasen verkürzt. Zusätzlich steht in vielen Varianten ein reiner Ventilatormodus ohne Heizfunktion zur Verfügung, der das Gerät auch in der warmen Jahreszeit nutzbar macht. Die Temperatur lässt sich fein abgestuft einstellen, und die Lautstärke bleibt in einem Bereich, der sich auch in Schlaf- oder Arbeitszimmern noch gut einordnen lässt. Komplett lautlos arbeitet ein gebläsegestützter Heizer zwar nie, doch im Vergleich zu vielen einfachen Heizlüftern wirkt das Betriebsgeräusch zurückhaltender.

Dreo 714S

Wirkprinzip des Dreo 714S. Dreidimensionaler Luftstrom beheizt einen ganzen Raum.

Dreo

Die Bedienung des 714S erfolgt wahlweise direkt am Gerät, was aber auf Grund des sehr kleinen Displays schon sehr fummelig wird. Besser ist da die einfache Fernbedienung oder in der Smart-Variante über die Dreo-Home-App. Die erlaubt es, Temperatur, Betriebsmodus und Oszillation anzupassen, Timerfunktionen einzurichten und Zeitpläne zu hinterlegen. Je nach Version ist auch die Einbindung in Sprachassistenten möglich, sodass der Heizer per Sprachbefehl gestartet oder die Temperatur verändert werden kann. Typische Anwendungen sind etwa das automatische Aufwärmen eines Zimmers vor dem Aufstehen oder vor dem Heimkommen oder das Abschalten bei längerer Abwesenheit. Im Eco-Modus soll der Heizer die Raumtemperatur dann konstant halten. Obwohl er diese richtig anzeigte, funktionierte das automatische Einschalten in Folge nicht immer zuverlässig. Hier sollte Dreao per Update dringend nacharbeiten.

Tower Heater 718 - Luftschleier für schnelle Wärme

Der Dreo Tower Heater 718 setzt technisch auf einen anderen formalen Ansatz. Er ist als schlanke, rund drei Viertel Meter hohe Säule konstruiert und wirkt optisch eher wie ein Designobjekt als wie ein klassischer Heizlüfter. Auch hier bildet ein PTC-Keramikelement das Herzstück der Technik. In diesem Fall ist das Heizelement besonders lang ausgeführt, sodass es im Zusammenspiel mit der hohen Bauform einen vertikal ausgedehnten Luftstrom erzeugt. Die warme Luft tritt über einen hohen Luftauslass aus, verteilt sich entlang der Gerätelänge und wird über ein Gebläse in den Raum abgegeben. Zusammen mit einer breiten horizontalen Oszillation entsteht so ein Luftschleier, der große Teile eines Raums auf Hüft- bis Kopfhöhe anspricht und damit besonders gut für Wohn- und Schlafbereiche geeignet ist.

Leistungsseitig bewegt sich der Tower Heater 718 ebenfalls um die 2.000 Watt. Er verfügt über mehrere Heizstufen, einen Eco-Modus und ein präzises Thermostat, sodass die Luft nicht dauerhaft mit voller Leistung erwärmt werden muss. Erfreulich ist ein besonders leiser Betrieb mit niedrigen Dezibelwerten, was gerade für Räume interessant ist, in denen Ruhe eine große Rolle spielt. Das subjektive Empfinden hängt zwar stets von der gewählten Stufe und der individuellen Wahrnehmung ab, doch im Gesamtbild wirkt der Tower 718 deutlich darauf ausgelegt, akustisch eher im Hintergrund zu bleiben. Die Konstruktion als Standgerät legt nahe, dass er einen festen Platz im Raum erhält, etwa in einer Ecke des Wohnzimmers oder neben dem Sofa, und dort dauerhaft stehen bleibt.

Dreo.

Dreo Tower Heater 718. Ausgedehnter Luftschleier bei nur knapp 25 db Geräuschentwicklung.

Dreo

Auch beim Tower 718 erfolgt die Bedienung über ein Bedienfeld am Gerät und eine Fernbedienung. Unser Testgerät hatte leider keine Anbindung an die App, sodass hier ein direkter Vergleich mit dem 714S schwerfällt. Zumindest das Display auf der Oberseite ist deutlich größer und besser handhabbar gestaltet. Und auch der Eco-Modus funktionierte zuverlässiger. Über ein Untermenü kann die gewünsche Temperatur gradgenau eingestellt werden und war dann tatsächlich auch Maßstab fürs selbstständige Ein- und Ausschalten.

Trotz ihrer unterschiedlichen Erscheinung verbinden den 714S und den 718 mehrere gemeinsame Grundprinzipien. Beide setzen auf PTC-Keramik als Heiztechnik, die schnell auf Temperatur kommt, als vergleichsweise sicher gilt und eine gleichmäßige Wärmeabgabe ermöglicht. Beide arbeiten gebläsegestützt und sorgen damit für eine aktive Luftbewegung, statt nur eine passive Konvektionswärme zu erzeugen. In beiden Fällen spielt die Oszillation eine wichtige Rolle: Der 714S kombiniert horizontale und vertikale Schwenkbewegungen, während der 718 seine Stärke in einer breiten horizontalen Abdeckung ausspielt. Sicherheitsfunktionen wie Überhitzungsschutz, Kippsicherung und flammhemmende Materialien gehören bei beiden zum Standard, was insbesondere im Alltag mit Kindern oder Haustieren relevant ist.

Tower Heater vs. Whole Room Heater - Vergleich

Im direkten Vergleich treten die Unterschiede deutlicher zutage. Der Dreo Whole Room Heater 714S ist ein kompakter Allrounder, der sich flexibel im Raum positionieren lässt. Er kann auf dem Boden stehen, aber ebenso auf einem niedrigen Regal oder einem Sideboard Platz finden, und seine dreidimensionale Luftführung macht ihn vielseitig einsetzbar. Er eignet sich besonders für kleinere bis mittlere Räume, in denen eine schnelle, punktgenaue Wärme gefragt ist und in denen das Gerät gelegentlich den Standort wechseln darf. Seine zusätzliche Funktion als reiner Ventilator verleiht ihm zudem außerhalb der Heizsaison einen Mehrwert.

Der Dreo Tower Heater 718 hingegen ist von vornherein als stationärer Raumheizer konzipiert. Die schlanke Säulenform fügt sich unauffällig in Wohn- und Schlafräume ein und wirkt eher wie ein Gestaltungselement als wie ein technisches Gerät. Durch seine Bauhöhe und den weit ausgreifenden horizontalen Schwenkbereich eignet er sich besonders für größere Räume, die möglichst gleichmäßig erwärmt werden sollen. Seine Stärken liegen in der raumfüllenden Wärmeverteilung und im leisen Betrieb, der sich auch bei längerer Nutzung nicht unangenehm in den Vordergrund drängt.

Dreo Smart Heater - Zusammenfassung

Beim Energieverbrauch ähneln sich die beiden Modelle auf dem Papier, da beide mit ähnlichen Maximalleistungen arbeiten. Entscheidend ist der praktische Einsatz: Der 714S kommt vor allem dort zur Geltung, wo ein Raum rasch aufgeheizt und anschließend im Eco-Betrieb mit moderaten Nachheizphasen gehalten wird. Der 718 zeigt seine Qualitäten in Situationen, in denen ein etwas größerer Bereich über längere Zeit auf einem angenehmen Temperaturniveau bleiben soll, ohne dass ständig die volle Leistung abgerufen wird. In beiden Fällen entstehen die eigentlichen Vorteile erst dann, wenn die Geräte nicht als dauerhafte Hauptheizung, sondern als gezielt eingesetzte Ergänzung genutzt werden.

Unter dem Strich repräsentieren der Dreo Whole Room Heater 714S und der Dreo Tower Heater 718 zwei unterschiedliche Interpretationen desselben Grundgedankens. Beide stehen für eine Form des Heizens, bei der Komfort, Flexibilität und Steuerbarkeit im Mittelpunkt stehen. Der 714S übernimmt die Rolle des wendigen, vielseitigen Raumheizers, der schnell reagiert und sich leicht an wechselnde Situationen anpasst. Der 718 versteht sich als ruhiger, raumabdeckender Tower, der optisch zurückhaltend bleibt und größere Flächen angenehm temperiert. Gemeinsam ist beiden, dass sie Smart Heating dann besonders stimmig umsetzen, wenn ihr Einsatz bewusst geplant wird, der Eco-Modus eine zentrale Rolle spielt und die Heizzeiten an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Rein emotional können sie zwar nicht mit einem Kamin mithalten, dafür erzeugen sie deutlich schneller Wärme und verteilen diese besser im Raum.

Dreo 714S und 718 - Test-Fazit

Wer schnell und punktgenau Wärme braucht, wird von den beiden Dreo-Heizgeräten schnell und zuverlässig bedient. Sie sind plug&play einsatzbereit, die App-Steuerung des 714s ist - trotz genannter Einschränkungen - ein zusätzlich sinnvolles Feature, das auch dem 718 gut zu Gesicht gestanden hätte. Grundsätzlich aber ist die Bedienung unkompliziert. Werden beide Geräte tatsächlich nur als Zusatzheizung verwendet, sollte auch beim Stromverbrauch keine böse Überraschung folgen.

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