Test Nass-Trockensauger
: F25 Ultra – Macht dem Schmutz Dampf

Die neue Generation der Roborock-Nass-Trockensauger kommt mit noch mehr Power gegen Verunreinigungen der Böden. So gut ist der F25 Ultra.
Von
Stefan Klug
Frankfurt (Oder)
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Roborock F25 Ultra. Reinigt nun auch kabellos mit Dampf.

Roborock F25 Ultra. Reinigt nun auch kabellos mit Dampf.

Roborock
  • Der Roborock F25 Ultra kombiniert Saugen und Wischen mit neuen Hitze- und Dampffunktionen.
  • Mit bis zu 180 °C Dampf und automatischer Reinigungsmitteldosierung ideal für hartnäckigen Schmutz.
  • Niedriger Schwerpunkt, 180-Grad-Lay-Flat-Funktion und App-Steuerung bieten flexible Nutzung.
  • Größere Tanks und 60 Minuten Akkulaufzeit im Sparmodus für längere Einsätze.
  • Selbstreinigung und Heißlufttrocknung reduzieren Nacharbeiten und verhindern Gerüche.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gefühlt haben Saug-Wischroboter mittlerweile unsere Wohnungen übernommen. Wohin man sieht, wuseln die kleinen Dinger durch die Räume und sorgen mehrmals wöchentlich für saubere Böden. Über die routinemäßige Reinigung hinaus gibt es aber viele Verschmutzungen, die punktuell  und zwischen den Robo-Durchläufen auftreten. Ein umgekipptes Glas, klebrige Spritzer in der Küche, Pfotenabdrücke oder ein schmaler Fettfilm lassen sich mit Automatik zwar abarbeiten, aber oft nicht immer dann und dort, wo es gerade nötig ist.

Hier sind Nass-Trockensauger gefragt, das schwere Gerät gegen den Schmutz, wenn man so will. Sie verbinden Saugen und Wischen in einem Durchgang, nehmen auch größere Mengen Flüssigkeiten direkt auf und lassen sich gezielt entlang von Laufwegen, Essplätzen oder Kochzonen führen. Das Ergebnis ist meist weniger ein Ersatz für Robotik als mehr eine Ergänzung: Roboter für Routine und Flächen, Nass-Trockensauger für schnelle Eingriffe und die intensivere Hartbodenrunde.

Zu den mittlerweile großen Playern dieser Branche gehört Roborock. Die Chinesen aus der smarten Haushaltsreinigung sind vor allem durch Premium-Saugroboter mit starker Dock-Automatisierung bekannt. Diese Ausrichtung zeigt sich inzwischen auch bei den Wischsaugern: Station, Sensorik und App-Funktionen stehen im Mittelpunkt. Der F25 Ultra ist die neue Top-Variante der F25-Serie und setzt technisch deutliche Akzente. Wir haben den Frischling ausgiebig die Feiertags-Nacharbeit erledigen lassen. Hier unsere Einschätzung:

F25 Ultra – Das ist neu am Spitzenmodell

Zuerst zum Kleingedruckten: Roborock nennt 22.000 Pa Saugleistung (Druckangabe) und 33 N Anpressdruck (Kraft auf den Boden); dazu getrennte Tanks (1,0 l Frischwasser, rund 0,75 l Schmutzwasser) und einen Akku mit 4.600 mAh. Das Gerät misst etwa 265 × 246 × 1096 mm und wiegt netto rund 5,6 kg. Durchaus ein Schwergewicht also. Und in vielen Belangen seinen Vorgängern (natürlich) überlegen.

Gegenüber dem F25 ACE wurden vor allem zwei Punkte ausgebaut: Hitze-Modi und Automatisierung. Der Ultra ergänzt Heißwasser-Wischen bis 86 °C sowie ganz neu einen Dampfbetrieb (bis 180 °C im Heizsystem) über mehrere Auslässe und mit hoher Menge von bis 2.000 mg/min. Hinzu kommt ein Reinigungsmittelspender, der automatisch dosiert; je nach Nutzung reicht eine Füllung über Wochen (Roborock nennt bis zu 30 Tage).

Roborock F25 Ultra – Design, Aufbau, App

Beim F25 Ultra fällt der niedrige Schwerpunkt auf: Der Frischwassertank sitzt näher am Boden, was das Führen stabiler wirken lässt. Praktisch ist vor allem die Lay-Flat-Funktion: In 180-Grad-Position bleibt die Bauhöhe bei etwa 12,5 cm, sodass unter viele Betten und Sofas gereinigt werden kann.

Für die Führung sorgt SlideTech 2.0, ein angetriebenes Radsystem mit zwei unabhängig geregelten, bürstenlosen Motoren. Das reduziert die notwendige Kraft beim Schieben und Rückwärtsziehen und macht Kurven berechenbarer. Die Walzeneinheit kombiniert Abstreifer (JawScrapers) und eine Schmutzerkennung (DirTect), die im Automatikmodus Intensität und Wasserabgabe anpasst. Neu ist ebenso ein LED-Licht am Kopf, das hilft, feine Kanten und Krümel sichtbar zu machen.

Roborock F25 Ultrag. Echter App-Mehrwert: Per Fernbedienung auch an Stellen, die schwierig zu erreichen sind.

Roborock F25 Ultrag. Echter App-Mehrwert: Per Fernbedienung auch an Stellen, die schwierig zu erreichen sind.

Roborock

Die App ist optional, aber funktional: Natürlich kommt ihr nicht die gleiche Bedeutung wie bei einem Roboter zu. Aber sie gibt sinnvolle Hinweise zu Betriebszustand und Abarbeitung von Aufgaben. Selbstreinigung und Trocknung können geplant werden, Hinweise zu Tanks und Wartung werden angezeigt, und in flacher Position ist eine Fernsteuerung zum Vor-/Zurückfahren möglich. Gerade unter Möbeln, wo der Griff kaum geführt werden kann, erweitert das die Einsatzmöglichkeiten.

F25 Ultra – Bedienung, Akku, Arbeitsleistung

Im Alltag ist der Ablauf schlicht: Modus wählen, Bahnen fahren, zurück in die Station. Auf Fliesen, Vinyl, Laminat und versiegeltem Holz arbeitet der F25 Ultra zuverlässig als Ein-Durchgang-Lösung: trockener Schmutz wird aufgenommen, gleichzeitig bleibt eine kontrollierte Feuchtigkeit für das Wischen. Heißwasser hilft bei Fettfilm und klebrigen Küchenflächen, weil Rückstände schneller anlösen. Dampf wirkt bei angetrockneten Rändern entlang von Sockelleisten oder im Essbereich; eine Aufheizphase gehört dazu, liegt aber im alltagstauglichen Bereich (im Tests etwas mehr als eine Minute). Beide Modi sind eher für Problemzonen als für die komplette Wohnfläche gedacht.

Unter Möbeln bringt die Kombination aus 180-Grad-Lay-Flat und App-Steuerung einen spürbaren Vorteil. Mechanische Grenzen bleiben dennoch: Sehr niedrige Unterkanten oder Querträger entscheiden über die tatsächliche Durchfahrt. Bei Kanten erreicht das Gerät wie schon sein Vorgänger Sockelleisten sehr nah; wenn man so will, fast auf den Millimeter genau. Dabei hilft, dass sich die Griffeinheit unabhängig vom Bodenteil seitlich wegbewegen lässt. In  echten Ecken bleibt konstruktionsbedingt mitunter ein kleiner Rest. Und auch nur, wenn er nicht lose ist und eingesaugt werden kann. Das ist weniger Fläche als die letzten Zentimeter, die gelegentlich mit einem Tuch nachgezogen werden müssen. Durchaus zumutbar.

Roborock F25 Ultra. Größere Tanks, mehr Akku für mehr Leistung.

Roborock F25 Ultra. Größere Tanks, mehr Akku für mehr Leistung.

Roborock

Zur Ausdauer: Beim Start zeigt das Display verlässlich 60 Minuten Arbeitszeit an. Je nach Modus tickt die Uhr natürlich mal schneller, mal langsamer. Im Auto-/Sparbetrieb lagen die Automatikläufe häufig bei etwa 45 bis 50 Minuten. Mit Heißwasser und Dampf verkürzte sich die nutzbare Zeit zwar deutlich auf 20 bis 30 Minuten. Angesichts der Energie, die dafür aufgewendet werden muss, aber ein durchaus sehr guter Wert. Bei der Arbeit ist der F25 Ultra durchaus hörbar, aber leiser als seine Vorfahren. Messwerte um 64–65 dB im Reinigungslauf sind wohnungstauglich.

Das Reinigungsergebnis überzeugt vor allem bei Mischschmutz: Krümel plus Flüssigkeit werden aufgenommen, ohne dass etwas über den Boden geschoben wird. Streifen treten eher bei sehr langsamem Fahren oder nach stark verschmutzten Abschnitten auf, wenn die Walze nicht kurz gespült wurde. Hier muss man mitunter ein zweites Mal ran. Auf glatten Fliesen bleibt der Boden nach einem Durchgang meist relativ schnell begehbar; in Dampf- oder Heißwasserzonen kann die Restfeuchte etwas höher sein, was sich mit einem zweiten, trockeneren Zug reduziert. Insgesamt aber überzeugte das Ergebnis der Reinigung durch und durch.

Roborock Nass-Trockensauger – Was an Nacharbeiten bleibt

Die Station reduziert den Aufwand an notwendigen Nacharbeiten spürbar, aber ein paar Handgriffe bleiben. Nach jedem Einsatz steht das Entleeren des Schmutzwassertanks an, meist inklusive kurzem Ausspülen von Tank und Separator. Je nach Schmutzanfall sind das typischerweise ein bis drei Minuten. In größeren Abständen kommen Filterspülung und das Abwischen von Dichtungen hinzu; bei viel Haaren lohnt ein kurzer Blick in die Walzenkammer.

Roborock F25 Ultra. Kaum Nacharbeiten. Die Reinigung und Trocknung des Systems übernimmt die Basisstation.

Roborock F25 Ultra. Kaum Nacharbeiten. Die Reinigung und Trocknung des Systems übernimmt die Basisstation.

Roborock

Komfort liefern die automatisierte Walzenwäsche und Trocknung. Der F25 Ultra spült mit hoher Temperatur und trocknet anschließend mit Heißluft bis 95 °C; zusätzlich stehen kurze und leise Trocknungsprogramme zur Wahl (leiser Modus etwa im Bereich um 53 dBA). Das senkt die Wahrscheinlichkeit von Gerüchen und reduziert manuelle Nacharbeit. Wichtig bleibt, Frischwasser für die Selbstreinigung bereitzuhalten – einzelne Programme starten nicht, wenn der Tank zu leer ist. Bei hartem Wasser hilft das Anti-Kalk-Konzept, ersetzt aber keine gelegentliche Kontrolle von Tanks, Filtern und Kanälen.

F25 Ultra – Zusammenfassung und Vergleich

Der Roborock F25 Ultra ist ein Nass-Trockensauger, der die Kategorie konsequent auf Komfort und Problemverschmutzung ausrichtet: Antriebsunterstützung, Station mit Wasch-/Trockenlogik und die Kombination aus Heißwasser und Dampf. Gegenüber dem F25 ACE sind die Hitze-Modi, der größere Akku, der 1-Liter-Tank und der Reinigungsmittelspender die klaren Schritte nach vorn; im Alltag zeigt sich das als weniger Vorbereitung und mehr Reserven in Küchen- und Flurbereichen.

Im Wettbewerbsumfeld existieren Alternativen mit anderer Gewichtung. Einige Modelle setzen stärker auf Sensorik und Dock-Komfort, verzichten aber auf Dampfbetrieb. Andere priorisieren geringeres Gewicht oder verfolgen alternative Walzenkonzepte, was das Tragen erleichtern kann, aber nicht zwingend dieselbe Stärke bei klebrigen Rückständen liefert. Geräte mit Dampf sind ebenfalls verfügbar, sind jedoch häufig kabelgebunden oder als Multisurface-Ansatz positioniert. Mit knapp 800 Euro positioniert sich Roborock dem eigenen Premium-Anspruch gemäß durchaus im oberen Teil der Preisrange.

Roborock F25 Ultra – Test-Fazit

Mit dem F25 Ultra hat Roborock die Serie der Nass-Trockensauger sinnvoll weiterentwickelt. Vor allem die hohen Wischtemperaturen sowie der Dampfmodus bringen echten Nutzwert und sind bei einem Akkugerät fast schon ein Alleinstellungsmerkmal. Der F25 Ultra eignet sich besonders dort, wo regelmäßig nasse oder klebrige Alltagssituationen entstehen und wo die Gerätepflege möglichst wenig Zeit binden soll. Dazu ist er perfekt für die in längeren Intervallen notwendige Grundreinigung über die tägliche mit einem Robo hinaus. Die typischen Grenzen der Bauart bleiben – vor allem Ecken und das Gewicht beim Tragen. Diese Einschränkungen werden aber durch die Reinigungsleistung mehr als wettgemacht.

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