Test smarte Kühlgeräte: Entspannt durch die Hitze

Kühle, wo sie gebraucht wird. Dreo AC516S.
Dreo- Smarte Kühlgeräte erleichtern die Sommerhitze – getestet wurden Ventilatoren und Klimaanlagen.
- Dreo PolyFan 513S: Starker Ventilator mit 30 m Reichweite, 8 Stufen und smarter Steuerung.
- Shark Flex Breeze HydroGo: Kompakter Ventilator mit Sprühnebel, ideal für Outdoor-Einsätze.
- Dreo AC516S: Mobile Klimaanlage für Räume bis 37 m², mit App-Steuerung und fast wartungsfrei.
- Fazit: Smarte Geräte bieten einfache, effektive Kühlung – von günstig bis leistungsstark.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
36 Grad und es wird noch heißer - als 2Raumwohnung vor fast 20 Jahren diesen Song veröffentlichten, waren die Sommer auch schon warm. Seinerzeit jedoch ertrug man stoisch die Hitze hierzulande. Während im Rest der Welt aktive Kühlung längst zum Alltag gehört, ist es in Deutschland immer noch politisch wenig opportun, etwas dagegen zu unternehmen. Lieber langfristig das Klima verändern als kurzfristig Entspannung schaffen, scheint oft das Motto.
Dabei gibt es mittlerweile genügend Möglichkeiten, dem erhofften wie verhassten Sommerhoch temperaturseitig zu entfliehen oder zumindest gefühlt oder tatsächlich Linderung zu verschaffen. Nicht nur, dass die Industrie immer bessere, leisere, sparsamere Geräte entwickelt, sie sind auch zunehmend smart, sodass man schon eine angenehme temperierte Wohnung vorfindet, wenn man nach Hause kommt. Wir haben uns mit drei Möglichkeiten beschäftigt, der Sommerhitze zu entkommen und diese an den bisherigen warmen Tagen des Jahres ausgiebig getestet.
Ein Ventilator - der Klassiker. Dreo schickt mit dem PolyFan 513S seinen stärksten Vertreter ins Rennen. Warme Luft durch den Raum schieben können viele seiner Artgenossen. Aber nur wenige so viel und so leise und so verteilt. Das Spitzenmodell der Haushaltsgeräte-Firma aus den USA weist schon in seiner Konstruktion eher ungewöhnliche Merkmale auf. So kommt der auf bis zu 110 Zentimeter in der Höhe verstellbare Ventilator mit fünf abgewinkelten Rotorblättern daher. Das ermöglicht ihm, 1500 Kubikmeter Luft pro Stunde zu bewegen. Auf der stärksten von insgesamt acht einstellbaren Stufen ist der Luftstrom noch in knapp 30 Metern zu spüren, was auf normale Wohnverhältnisse heruntergerechnet einem ordentlichen Zug entspricht. Dabei wird er maximal 51db laut. Zu den insgesamt sechs Arbeitsmodi gehört einer für Schlafen, bei dem der bürstenlose Motor mit nur 25 db arbeitet.
PolyFan - Frische Luft bis 30 Meter
Konfiguration und Design der Rotor-Blätter bündeln den Luftstrom, was zum einen die wirkliche große Reichweite ermöglicht. Erst am „Ende“ fächert es dann auf, was andererseits im jeweils richtigen Abstand immer für ein angenehmes Gefühl auf der Haut sorgt. Hier ist allerdings ein wenig experimentieren gefragt, um für die jeweilige Position die beste Einstellung zu finden. Das gilt ebenso für den Oszillationswinkel. Horizontal sind 120 Grad möglich, vertikal 105. Eine derart große Reichweite ist wirklich selten. Die Winkel können fix eingestellt werden oder werden in frei wählbaren Größen abgearbeitet.
Für die Steuerung bietet Dreo gleich einen ganzen Strauß an Möglichkeiten. Zum einen gibt es auf der Oberseite des Gebläse-Gehäuses ein Touch-Feld, mit dem sich Richtung, Intensität und Oszillation einstellen lassen. Gleiches funktioniert über die mitgelieferte Systemfernbedienung. Smart freilich wird das Gerät erst, wenn man die App benutzt. Mithilfe dieser wird der PolyFan 513S ins lokale Netzwerk eingebunden. Zusätzlich zu den generellen Bedienungsmöglichkeiten liefert die Applikation auch Temperaturdaten des Raumes. Und es lassen sich Zeitpläne erstellen, wann der Ventilator mit welchem Modus seine Tätigkeit beginnt. Zudem ist die Sprachsteuerung via Google und Amazon möglich. Damit besteht auch die Chance, den PolyFan 513S in Szenarien einzubinden.
Mit dem Lüftungsergebnis waren wir generell sehr zufrieden. Vor allem die große Reichweite gefiel besonders. Sie ermöglicht zudem, den Ventilator in eine Kühlkette einzubinden, beispielsweise, wenn ein Zimmer aktiv klimatisiert wird und der PolyFan für den Transport der frischen Luft über weitere Strecken in andere Hausbereiche genutzt wird. Auch wenn Design immer Geschmackssache ist, so kommt der Dreo-Dreher modern und kompakt, zeitgemäß zweifarbig daher. Einzig die durchgängige Plastikanmutung rief weniger Begeisterungsstürme hervor. Aber auch hier, er erfüllt vollumfänglich seinen Zweck, alles andere ist individuelle Anschauung.
Shark - Nebelfeuchte Abkühlung
Auch Kandidat zwei gehört zur Gruppe der Ventilatoren. Sein Wirkprinzip kennen sicherlich viele schon aus südlichen Destinationen, wo Cafè- und Restaurant-Terrassen nicht nur mit riesigen Gebläsen belüftet, sondern zusätzlich mit feinem Sprühnebel runtergekühlt werden. Das macht sich der Shark Flex Breeze HydroGo Ventilator zu eigen. Der handliche, nur knapp zwei Kilogramm schwere Luftbeweger, verfügt über einen 150 Milliliter großen Wassertank, dessen Inhalt kleinstmöglich kühlende Feuchtigkeit verteilt, sodass das Wärmegefühl deutlich abgemindert wird.

Frische Brise. Der Shark Flex Breeze HydroGo sorgt mit zerstäubten Wasser für zusätzliche Abkühlung.
SharkMit fünf Stärke- und zwei Sprühstufen lässt sich der Luftstrom relativ kleinteilig einstellen. Bis zu 20 Meter Reichweite schafft der 35-Watt-Motor die Luftbewegung zwar nicht, aber für die Größe des Gerätes ist das Ergebnis mehr als ordentlich. Auch der feuchte Nebel erzeugt erwünschten Kühlungseffekt, empfehlenswert vor allem im Freien. Allerdings ist der Wassertank der Kompaktheit wegen recht knapp bemessen. Die zwölf Stunden, bis zu denen der verbaute Akku den Flex Breeze HydroGo am Leben erhält, muss so einige Male nachgefüllt werden. Allerdings ist der Ventilator ein echtes draußen Gerät. IPX5 und UV-Beständigkeit ermöglichen ihm Nehmerqualitäten und der optional erhältliche Anschluss an eine 12-V-Dose macht ihn uneingeschränkt campingtauglich.
Dreo Klimaanlage - Kalte Luft auf Knopfdruck
Flexibel ist auch unser letzter Testteilnehmer. Allerdings nur, insoweit ein 220-V-Anschluss und ein Fenster in der Nähe ist. Dafür ist die AC516S ein echt aktives Kühlgerät. Die kompakte Klimaanlage kommt auf vier Rollen daher und ist aus dem Karton heraus plug&play. Selbst ein Laie hat sie in weniger als einer halben Stunde betriebsbereit. Den größten Aufwand muss man betreiben, um den 1,5 Meter langen Abluftschlauch fest und sicher mit der Außenwelt zu verbinden. Zwar liefert Dreo Montage-Kits mit, die das vereinfachen sollen, allerdings sind die auf englische bzw. amerikanische Fenster zugeschnitten, die man von oder nach oben zu- bzw. aufschieben kann. Hier ist also etwas Improvisationstalent gefragt.
Gleichwohl, die für bis zu 37 Quadratmeter große Räume ausgelegte AC liefert bereits Sekunden nach dem Einschalten einen Luftstrom, der frösteln lässt. Wer nach dem Prinzip mehr kalte Luft vorn als warme hinten verfährt, bekommt auch schon ohne große Fensterumbauten seine Räumlichkeiten auf angenehme Temperaturen gekühlt. Beim ersten Einsatz in großen Dachgeschoss-Wohnungen haben wir bei sommerlicher Hitze binnen zwei Stunden die Temperatur von schwülen 27 auf erträgliche 23 reduziert. Denn erfreulicher Nebeneffekt, die Klimaanlage entfeuchtet beim Kühlen zwangsläufig. Noch erfreulicher ist, dass Dreo das System so verfeinert hat, dass bei einer Raumfeuchtigkeit unter 85 Prozent so gut wie kein Kondenswasser anfällt. Und so haben wir auch nach 25 Betriebsstunden noch keinen Hinweis erhalten, den verbauten kleinen Wassertank entleeren zu müssen.

Dreo-App. Steuerung und smarte Einbindung von mobiler Klimaanlage oder Ventilator.
DreoNeben Kühlung gehören Entfeuchten und Ventilator zu den weiteren Betriebsmodi. Der Luftstrom lässt sich in mehreren Stufen regulieren und sorgt in der höchsten für wirklich kalte Luft bis zu einer Entfernung von fünf Metern. Aber, wie bereits oben beschrieben, lässt sich diese Distanz mittels eines weiteren Ventilators problemlos mehr als verdoppeln. Die stufenlos verstellbaren Lamellen bedienen einen Austrittswinkel von bis zu 60 Grad, sodass man den örtlichen Gegebenheiten entsprechend die Kühlrichtung anpassen kann. Wichtig wohl für alle, die die Anlage auch nachts laufen lassen und nicht direkt in der kalten Luft schlafen wollen. Auf der untersten Intensitätsstufe bewegt sich die Geräuschbelästigung von isoliertem Kompressor und Lüfter in ruhetauglichen Regionen, bei maximalem Schub macht sich die AC516S mit 46db bemerkbar.
Steuerungsseitig bietet Dreo das bekannte Portfolio: direkt am Gerät, an der mitgelieferten Fernbedienung, die zudem über ein Display verfügt und nicht zuletzt über die App. Hier lassen sich am leichtesten auch Zeitpläne einstellen bzw. ist die Bedienung auch außerhalb der eigenen Wohnung möglich. Last but not least stehen wiederum Alexa und Google für die smarte Bedienung bereit. Und damit auch die Möglichkeit, die Klimaanlage in Routinen einzubauen.
Test-Zusammenfassung
Man muss die Sommerhitze nicht klaglos ertragen. Wie unser Test zeigt, ist Abkühlung möglich, einfach und bezahlbar. Der smarte PolyFan lässt sich über die App in Szenarien einbinden und auch per Sprach-Assi steuern. Generell wird Ventilatoren aufgrund der Umverteilung der Luft eine Wärmereduktion von um die zwei Grad bescheinigt. Die gefühlte Erleichterung liegt oftmals noch über diesem Wert. Mit knapp 150 Euro bringt Dreo hier ein ziemlich ausgereiftes Gerät, das für ordentlichen Wind in den eigenen vier Wänden sorgen kann.
Sharks Ventilator mit Wassereinsatz soll gar um bis zu sechs Grad abkühlen, was sich aber vor allem im gefühlten Bereich abspielt. Und von langer Dauer ist die Freude auch nicht, da der Wassertank sich ziemlich schnell leert. Dennoch gerade für den Outdoor-Einsatz eine ziemlich coole Angelegenheit, die für schnelle Erfrischung sorgt. Auch der Flex Breeze HydroGo ist mit knapp 130 Euro sicherlich nicht überbezahlt, zumal er mit optionalem Zubehör rundum campingtauglich wird.
Preislich ist die AC516S natürlich eine ganz andere Nummer. Für 560 Euro liefert sie allerdings auch echte aktive Kühlung, wenn gewollt bis auf 16 Grad herunter. Dank smarter Einbindung und der Verwendung von Szenarien ist die Wohnung schon kühl, bevor man nach Hause kommt. Dazu ist die AC nicht nur plug&play, sondern ansonsten fast wartungsfrei. Kondenswasser fällt so gut wie keines an und gereinigt werden muss nur der Filter alle 600 Stunden. Wer eine Klimaanlage möchte, aber ein Splitgerät nicht einbauen kann oder flexibel mit der Aufstellung sein möchte, ist mit diesem Gerät sicher gut beraten.
Smarte Kühlung - Test-Fazit
Je nach Geldbeutel und Erwartungshaltung bzw. Schmerzgrenze in Sachen Wärme kann man sich gegen selbige wappnen. Der Ventilator stellt sozusagen die Light-Stufe für die eher Unempfindlichen dar. Alle anderen können auf aktive Kühlung zurückgreifen, ohne Kenntis von Installation oder große Umbauarbeiten. Da Klimageräte auch entfeuchten, tragen sie zudem zur Luftqualität bei und ebenso zur Erhaltung der Bausubstanz. Vor allem Besitzer von Photovoltaik-Anlagen können den billigen Sonnenstrom gut in angenehme Temperaturen umwandeln. Damit sollten die ACs auch endgültig den Schrecken für alle engerie- und umweltbewussten Zeitgenossen verloren haben.
