Podcast der Woche: „Augstein & Blome“ feuern von links und rechts

Der Podcast "Augstein & Blome" auf den Seiten von RTL
Boris Kruse- Politik-Podcast „Augstein & Blome“: wöchentlicher 40-Minüter bei RTL+ und Spotify
- Duo seit 2011 im Streitformat aktiv; aktuelles Format seit drei Jahren
- Augstein (linksliberal) vs. Blome (bürgerlich-konservativ) diskutieren aktuelle Themen
- Jüngst viel zum Krieg im Iran; Einigkeit selten, etwa bei Kritik an Donald Trump
- Kritikpunkt: ähnliche Stimmen, teils lange Monologe erschweren Zuordnung
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Diese Paarung ist mittlerweile schon ein Klassiker im deutschen Politikjournalismus: Jakob Augstein (58) und Nikolaus Blome (62) streiten sich in unterschiedlichen Formaten bereits seit 2011 auf offener Bühne. Seit drei Jahren tragen der linksliberale Verleger („der Freitag“) und Publizist Augstein und der bürgerlich-konservative Redaktionsleiter (Ex-„Bild“, Ex-„Spiegel“, jetzt RTL) ihre Fehden in kurzweiligen, aber immerhin je rund 40 Minuten langen Podcasts aus.
„Augstein & Blome“ beschäftigen sich jede Woche mit aktuellen Themen, zuletzt natürlich ausgiebig mit dem Krieg im Iran. Dabei sind die beiden wortgewaltigen Kampfhähne so gut wie nie einer Meinung - es sei denn, wenn es darum geht, der Politik von US-Präsident Donald Trump mangelnde Konsistenz vorzuwerfen.
Egal, wie man sich selbst im politischen Spektrum verorten mag - es ist ein großes Vergnügen, diesen langgedienten Haudegen des deutschen Politikjournalismus dabei zuzuhören, wie sie sprichwörtlich vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen.
Streitbar wie einst Kienzle und Hauser im ZDF
In einer Folge vom Februar, die sich vor allem um die Epstein-Akten drehen sollte, liefern sie sich einen langen Schlagabtausch über das Streusalzverbot in Berlin. Und nie geht es dabei nur um den konkreten thematischen Anlass, sondern immer auch um die gesellschaftliche Großwetterlage: Bürokratismus und Ideologie, Feindbilder und Reizwörter, neue Ideen und die gefühlte Nähe des Weltuntergangs.
Mit ihrer konfliktträchtigen Rollenverteilung treten Augstein & Blome nebenbei das Erbe der legendären „Frontal“-Moderatoren Ulrich Kienzle und Bodo H. Hauser im ZDF (1993-2000) an, die ebenfalls als Personifizierungen für linke und konservative Grundhaltungen standen. Bei „Augstein & Blome“ gibt es auch eine Moderatorin, sie greift aber selten aktiv ins Gespräch ein.
Kleines Manko: Die Stimmen von Augstein und Blome sind sich ziemlich ähnlich. Und weil die Positionen beider Diskutanten durchaus komplex und die Monologe auch mal lang sind, ist es oft nicht einfach, sie auseinanderzuhalten.
Podcast der Woche
Jeden Mittwoch stellen wir unseren Podcast der Woche vor - von True Crime bis Musik, Fußballbegeisterung und Kunstkrimis. Hier die bislang erschienenen Folgen:

