Angriff in Bad Freienwalde: Erster Tatverdächtiger im Visier der Polizei

Polizei-Aktion nach dem Angriff auf Bad Freienwalde ist bunt am Sonntag (15. Juni): Mehr als 20 Beamte sicherten die Veranstaltung ab.
Ulf Grieger- 10–15 Vermummte griffen am 15. Juni 2025 ein Fest in Bad Freienwalde an; 2 Männer wurden verletzt.
- Polizei räumte Fehler ein; wenige Beamte vor Ort konnten nicht eingreifen.
- Durchsuchungen am 19. Juni führten zu sichergestellten Beweismitteln, u. a. Kleidung und Handys.
- Ein 21-jähriger Verdächtiger schweigt; Ermittlungen laufen.
- Kreistag plant Resolution gegen politische Gewalt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei dem Fest der Initiative „Bad Freienwalde ist bunt“ am 15. Juni 2025 auf dem Marktplatz in Bad Freienwalde haben zehn bis 15 Vermummte kurz vor dem Beginn der Veranstaltung das Gelände gestürmt, Stände und Menschen attackiert. Zwei Männer erlitten Kopfverletzungen.
Die Täter waren entkommen. Die Polizei hat bereits eingeräumt, die Lage falsch eingeschätzt zu haben und war nur mit wenigen Beamten vor Ort, die zu weit vom Geschehen entfernt waren, als dass sie hätten eingreifen können.
Wohnungen in Bliesdorf und Kunersdorf durchsucht
Wie die Polizeidirektion Ost und die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) mitgeteilt hat, haben Beamten in den Morgenstunden des 19. Juni 2025 die Wohnung eines 21-jährigen deutschen Tatverdächtigen und die seiner Angehörigen in Bliesdorf und Kunersdorf bei Wriezen durchsucht.
„Der Beschuldigte ist durch die Aussage eines Augenzeugen in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen geraten“, teilten die Ermittlungsbehörden mit. Durch die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) sei ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss beantragt worden, den Kriminalisten des Staatsschutzdezernates in den frühen Morgenstunden umsetzten.
Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte „möglicherweise verfahrensrelevante Beweismittel“ wie Bekleidungsstücke und Mobilfunkgeräte, die sie sicherstellten. Der Tatverdächtige, der von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht, sei nach der Durchsuchung durch die Polizei „erkennungsdienstlich erfasst worden“. Die sichergestellten Beweismittel werden ausgewertet und Eingang in das Ermittlungsverfahren finden. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.
Der Kreistag MOL wird zu dem Vorfall in Bad Freienwalde eine Resolution verabschieden. Das wurde am Mittwoch (18. Juni) im Kreisausschuss angekündigt. Damit wendet sich der Kreistag gegen Gewalt in der politischen Auseinandersetzung.
