Ausstellung in Neuenhagen: Ehrung für die verstorbene Künstlerin Christina Hertl-Bohin

Verstorben: die Künstlerin Christina Hertl-Bohin (1968-2025) vom Schloss Neuenhagen bei Bad Freienwalde.
Andreas Klug- Schloss Neuenhagen trauert: Künstlerin Christina Hertl-Bohin starb nach schwerer Krankheit.
- Sie zog 2011 mit Andreas Unterberger ein und sanierte das Schloss zu Kultur- und Gästehaus.
- Im Erdgeschoss gab es Konzerte und Ausstellungen, der Übernachtungsbetrieb läuft weiter.
- Hertl-Bohin verband Fotografie und Malerei, arbeitete international und gewann 2004 in China.
- Unterberger plant dieses Jahr eine Retrospektive ihres Werks – Familie und Gäste erinnern sie.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zu Ehren der im Jahr 2025 nach langer schwerer Krankheit verstorbenen Künstlerin Christina Hertl-Bohin vom Schloss Neuenhagen bei Bad Freienwalde plant ihr Mann, Andreas Unterberger, noch im Jahr 2026 eine Ausstellung.
Eventuell sogar mit dem Landkreis Märkisch-Oderland zusammen soll die Ausstellung ihr Schaffen repräsentieren.
Hertl-Bohin hat im Auftrag von Landrat Gernot Schmidt mehrere Ausstellungen kuratiert. 2011 ist Christina Hertl-Bohin mit ihrem Mann, Andreas Unterberger, aus Berlin nach Neuenhagen bei Bad Freienwalde gezogen.
Schloss Neuenhagen für Ausstellungen und Konzerte geöffnet
Das Paar hatte Schloss Neuenhagen von der Stadt Bad Freienwalde gekauft und schrittweise saniert. Das feste Haus oder Amtshaus war dem Verfall preisgegeben, als sie es erwarben. Nach der Sanierung diente das Obergeschoss der Familie als Wohnung. Das Erdgeschoss mit Kaminzimmer und Gastraum öffneten sie regelmäßig für Konzerte und Ausstellungen, wobei es auch ein gastronomisches Angebot gab.
Schließlich statteten die beiden das Schloss mit geschmackvoll eingerichteten Zimmern aus, um sie als Gästezimmer zu vermieten. Sie richteten Familienfeiern und Hochzeiten mit Übernachtungsbetrieb aus, den Andreas Unterberger auch nach dem Tod seiner Frau weiterführt. Obwohl Christina Hertl-Bohin 2010 die Erstdiagnose bekommen hat, kauften die beiden 2011 Schloss Neuenhagen. „Ich war dagegen, aber sie wollte unbedingt“, berichtet Andreas Unterberger. Sie habe sich von der Krankheit nicht beherrschen lassen wollen. Er ergänzt: „Christina war immer zuversichtlich, bis zum Schluss. Doch dann fehlte ihr die Kraft.“ Sie starb im Kreis ihrer Familie im Hospiz in Eberswalde.
Christina Hertl-Bohin kombinierte Fotografie und Malerei
Andreas Unterberger charakterisiert Christina Hertl-Bohin als „starke Frau, die sich auch mit Frauen gut verstand“. Als Fotografin und Künstlerin fotografierte sie bevorzugt starke Frauen. Ihre fertigen Bilder entstanden häufig im Mixed-Media-Stil. Hertl-Bohin kombinierte Fotografie und Malerei auf einer Bildfläche. Seit 1997 arbeitete sie als selbstständige Fotografin und bezeichnete sich selbst als „Fashionfotografin“, die gerne Frauen in von Modedesignern entworfener Kleidung ablichtete.

Zehntes Jubilläum Schlosss Neuenhagen: Gernot Schmidt (SPD), Landrat von Märkisch-Oderland, Christina Hertl-Bohin und Andreas Unterberger (v.l.) im August 2021. (Archivbild)
Steffen GöttmannDoch sie fotografierte auch Porträts, arbeitete als Werbefotografin, erledigte Aufträge für das Berliner Fotostudio Urbschat, schuf Collagen und Objekte. Hertl-Bohin beteiligte sich an internationalen Ausstellungen. Im Jahr 2004 gewann sie mit „Der Duft der Frauen“ den Publikumsaward in Shangdo beim Wuyisan International Photography Festival, 2006 gewann sie erneut in China bei einem internationalen Wettbewerb.
Verstorbene Künstlerin zog schon mit 17 nach Berlin
Den Models forderte sie einiges ab, die durften nicht einfach nur schön sein. „Ihr legendärer Spruch war: Hör auf mit dem Fick-mich-Blick!“, sagt Unterberger lachend. Ihr primäres Ansinnen war, Schönheit, Kunst und Kultur zu vermitteln. Dabei sei sie ein sehr belesener und auch politischer Mensch gewesen. Hertl-Bohin ist in Regensburg geboren und zog bereits als 17-Jährige nach Berlin. Ein großer Verlust war ihr Tod für ihren Mann und ihre drei inzwischen erwachsenen Kinder, denen sie stets ein großes Vorbild war. „Die Kinder waren das Wichtigste in ihrem Leben“, betont Andreas Unterberger.
Ihre Warmherzigkeit und ihre Gastfreundlichkeit werden vielen, die sie kennengelernt haben, in Erinnerung bleiben. „Sie schuf stets Orte, um Menschen dort zusammenzuführen“, so Andreas Unterberger. Das betraf Berliner Galerien, Schloss Neuenhagen und die Fischerstelle Hohensaaten, wo sie eine Zeit lang ein Café betrieben hatte.
Im Schloss Neuenhagen bot sie teilweise in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Märkisch-Oderland zahlreichen Künstlern Ausstellungsmöglichkeiten an. Darunter waren Genia Chef, Rolf Biebl, Norbert Thiel, Axel Anklam, Robert Weber, Jörg Steinert, Lutz Leibner, Emöke Pösteny und zahlreiche Nachwuchskünstler. Zu dem gab es zahlreiche Konzerte, am häufigsten mit Torsten Riemann. Eines ihrer erfolgreichsten Projekte sei der Kunstweihnachtsmarkt am Schloss Neunhagen gewesen.
