Betrug in Eberswalde
: Warnung vor falschen Polizisten – das rät die Polizei

Erneut versuchten Betrüger, bei älteren Mitbürgern in Eberswalde Angst hervorzurufen, um so an deren Geld zu gelangen. Die Polizei warnt und gibt Tipps.
Von
Markus Pettelkau
Eberswalde
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Der Schaden durch Telefonbetrüger hat sich 2020 im Vergleich zum Vorjahr verfünffacht.

ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Mann hält am 09.09.2015 in Hannover (Niedersachsen) einen Telefonhörer in der Hand. Sie geben sich am Telefon als Polizisten aus und erbeuten so Millionen: In Bayern kam es dieses Jahr schon zu über 1500 solcher Betrugsfälle. (zu dpa «Betrug durch falsche Polizeibeamte steigt rapide an» vom 21.05.2017) Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Betrüger am Telefon: Erneut versuchen falsche Polizisten, Menschen im Raum Eberswalde ihr Geld abzunehmen.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa
  • Betrüger geben sich in Eberswalde als Polizisten aus und zielen auf ältere Menschen ab.
  • Ein 75-jähriger Rentner erkannte den Betrug und beendete das Gespräch.
  • Ein 89-Jähriger verlor im Mai 15.000 Euro an falsche Polizisten.
  • Täter nutzen „Call-ID-Spoofing“, um ihre Anrufe wie Polizeianrufe aussehen zu lassen.
  • Polizei rät, am Telefon keine Auskünfte zu geben und keine Wertsachen zu übergeben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In regelmäßigen Abständen versuchen als Polizisten getarnte Betrüger, vor allem ältere Menschen um ihr Geld zu prellen. So geschehen auch am Montag (16.12.), als derzeit noch Unbekannte ältere Menschen in und um Eberswalde anriefen. Ein 75-jähriger Eberswalder berichtete demnach später der Polizei über ein Telefonat mit einem vermeintlichen Ordnungshüter.

„Dieser soll gesagt haben, dass es in letzter Zeit vermehrt zu Einbrüchen in der Umgebung gekommen sei“, so die Polizei. Weiterhin befragte der „Polizeibeamte“ den 75-Jährigen zu seinen Eigentumsverhältnissen sowie anwesenden Personen. Der Rentner erkannte jedoch den Betrug und beendete das Gespräch.

Falsche Polizei in Eberswalde: Masche funktioniert immer wieder

Immer wieder erbeuten Gauner, die sich als Handwerker, Vertreter oder Mitarbeiter von Behörden ausgeben, große Mengen Bargeld. In Eberswalde wurde so erst im Mai dieses Jahres ein 89-Jähriger um 15.000 Euro gebracht. Damals meldete sich ein falscher Polizist bei dem Rentner aus der Eberswalder Wildparkstraße und teilte diesem mit, dass polizeiliche Erkenntnisse vorliegen, dass bei ihm eingebrochen werden soll. Zur Sicherung seines Eigentums sollte er seine Wertgegenstände und Bargeld vor der Tür in einer Tasche in einem Versteck deponieren. Der Geschädigte übergab daraufhin das Bargeld in Höhe und eine größere Menge an Schmuck. Der Täter verschwand mit der Beute.

Die Aufklärungsquote in diesen Fällen ist gering, da die Täter häufig aus dem Ausland agieren. Sie nutzen das sogenannte „Call-ID-Spoofing“. Dies ermöglicht die Anzeige einer frei wählbaren Telefonnummer im Display des Angerufenen mittels Internettelefonie. Die wahre Herkunft des Anrufes wird nicht nur verschleiert, es entsteht der Eindruck, der Anruf stamme tatsächlich von der Polizei.

Die Polizei warnt vor Betrügern am Telefon

1. Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihr Bargeld, Wertsachen und Ihre persönlichen Vermögensverhältnisse.

2. Die Polizei wird Sie auch niemals am Telefon nach Bargeld und Wertsachen fragen!

3. Seien Sie skeptisch, wenn sich am Telefon jemand als Polizist, Staatsanwalt oder Amtsperson ausgibt. Notieren Sie sich soweit möglich die Telefonnummer und den Namen des Anrufers.

4. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Telefonat, wenn Forderungen an Sie gerichtet werden und kontaktieren Sie Verwandte, Vertrauenspersonen oder die Polizei, um sich Rat zu suchen.

5. Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Ihnen unbekannte Personen.

6. Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Anzeige, auch wenn es nicht zu einem Vermögensschaden gekommen ist.