Gleich zwei Brände haben am 18. September die Feuerwehren in Wriezen, Bad Freienwalde und im Amt Falkenberg-Höhe in Atem gehalten. Zu einem Großbrand sind die Brandschützer aus den drei Kommunen nach Haselberg geeilt. Der Alarm war um 12.06 Uhr ausgelöst worden.
Dort war aus ungeklärter Ursache eine Scheune lichterloh in Flammen aufgegangen. „Als wir ankamen, brannte das Gebäude in voller Ausdehnung“, sagte Dirk Hartinger, Einsatzleiter und stellvertretender Stadtbrandmeister der Stadt Wriezen.

Verwinkelte Bauweise erschwert Löscharbeiten

Wegen der verwinkelten Bauweise in Haselberg sei es schwierig gewesen, überhaupt an den Brandherd heranzukommen, schilderte Hartinger die Probleme der Feuerwehren. Die Nebengelasse befinden sich hinter den Häusern, sodass die Einsatzkräfte nur über die Nachbargrundstücke vorrücken konnten.
Nach einer Stunde sei der Brand unter Kontrolle gewesen, sagte der Einsatzleiter. Mit Atemschutzträgern, die in das Gebäude eindrangen, hätten sie das Feuer innen bekämpft.
Gleichzeitig rückten die Frauen und Männer der Einsatzabteilungen den Flammen mit Wasser von außen zu Leibe. Dichte Rauchwolken standen über dem Gebäude, das teilweise einstürzte. Letztlich ließen noch zwei Glutnester unter dem Dach das Feuer immer wieder auflodern. Auch in den Zwischendecken vermutete der Einsatzleiter weitere Glutnester.

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand

Die Wasserprobleme auf der Höhe konnten die Feuerwehren überbrücken. Löschwasser kam aus Hydranten in Haselberg und Lüdersdorf, deren Druck ausgereicht habe, erklärte der Einsatzleiter. Tanklöschfahrzeuge holten im Pendelverkehr das Wasser aus Lüdersdorf.
Zur Brandursache machte die Feuerwehr keine Angaben. Diese festzustellen, wird Aufgabe der Brandursachenermittler der Polizei sein. Verletzt worden, sei bei dem Einsatz niemand. Im Gebäude waren laut Feuerwehr Materialien eines Imkers sowie Maschinen zum Schleudern des Honigs gelagert, die durch das Feuer vernichtet wurden.
Wegen der Größe des Brandes war auch der Einsatzleitwagen (ELW) der Freiwilligen Feuerwehr Bad Freienwalde nach Haselberg ausgerückt. Das Auto ist mit umfangreicher Technik ausgerüstet, um den Einsatz zu koordinieren und eventuell weitere Kräfte nachzuordern. Sieben Feuerwehren mit 47 Feuerwehrleuten rückten dem Brand in Haselberg auf den Leib.
Feuer: Bei einen holztverarbeitenden Betrieb in Steinbeck sind Holzstämme in Brand geraten.
Feuer: Bei einen holztverarbeitenden Betrieb in Steinbeck sind Holzstämme in Brand geraten.
© Foto: Steffen Göttmann

Baumstämme geraten in Brand

Die Feuerwehrleute aus dem Amt Falkenberg-Höhe waren bereits um 11.13 Uhr zu einem holzverarbeitenden Betrieb an der Dorfstraße in Steinbeck ausgerückt. Dort war ein Stapel Baumstämme, der zur Bearbeitung dort lagerte, aus ungeklärter Ursache in Brand geraten.
„Wir müssen die Stämme auseinanderziehen, um Glutnester Stück für Stück abzulöschen“, sagt Robert Müller, Einsatzleiter und Löschgruppenführer aus Leuenberg.

Drei Feuerwehren zur Brandbekämpfung ausreichend

Der Firmeninhaber habe der Feuerwehr mit seinem Radlader geholfen. Die gesamte Amtsfeuerwehr einschließlich Bad Freienwalde seien alarmiert worden, sagte Müller. „Gebäudebrand groß“, stand auf den Meldeempfängern. An der Bekämpfung des Brandes beteiligt waren die Feuerwehren Falkenberg, Brunow und Leuenberg. Die Löschgruppen auch Heckelberg, Dannenberg und Beiersdorf konnten wieder abrücken. Verletzt worden sei auch bei diesem Einsatz niemand.