Crosslauf in Bad Freienwalde: Mit Rollstuhl oder Turnschuhen – hier zählt der olympische Gedanke

Bad Freienwalde: Zum 17. Mal treten Kinder und Jugendliche aus den verschiedenen Schulen in Brandenburg zum "Crosslauf" auf. Es geht nicht nur um das Rennen um die Medaille, sondern auch den olympischen Gedanken.
Jessica Reichhardt„Das ist euer Verdienst, ihr wollt euch bewegen“, eröffnet Dagmar Rocktäschel als Moderatorin auch in diesem Jahr den 17. Crosslauf in Bad Freienwalde. Es ist die Landesmeisterschaft der Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt geistige Entwicklung“ in Brandenburg. Soweit der offizielle Teil der Veranstaltung.
Wer einen Blick durch die Menge schweifen lässt, stellt fest, dass die ersten kaum stehen bleiben können. Keine große Überraschung bei 481 Läuferinnen und Läufer aus 18 Schulen. „Sport ist Mord“, heißt ja das klägliche Sprichwort, das so mancher schon im Sportunterricht von sich gegeben hat. Doch die Stimmung im Jahnstadion ist eine ganz andere: Da wird kräftig gejubelt, egal für wen. Denn neben Wettkampf und das Rennen um die Medaillen stehen Zusammenhalt, Spaß und das Ziel, ein Zeichen zu setzen, im Vordergrund. Dafür setzen sich auch die Kleinsten aus den Grundschulen ein.
Kinder feuern jede Schule an
Traditionell eröffnen die Rollstuhlfahrer den ersten Lauf, und noch bevor die Kinder und Jugendlichen mit ihren Betreuern die ersten 250 Meter zurückgelegt haben, sind schon aufgeregte Trupps von Kindern auf der anderen Seite des Sportplatzes auf die Zielgerade zugelaufen. Jede eingeladene Schule trägt mit ihren Teilnehmern eine andere T-Shirt-Farbe und doch stehen die Schülerinnen und Schüler aus allen Orten am Ziel und jubeln den ersten Teilnehmern zu. Sie winken und rufen begeistert. Diese Stimmung setzt sich auch in den folgenden Laufrunden fort. Selbst wenn inzwischen vereinzelt Sätze fallen wie: „Das kannst du doch schneller, los!“ In gewisser Weise soll der Crosslauf für die Kinder auch eine Möglichkeit sein, sich mit anderen zu messen.

Bad Freienwalde: Die erste Laufrunde eröffnen traditionell die Kinder und Jugendlichen im Rollstuhl mit ihren Begleitern. Am Laufbahnrand jubelt die Menge.
Jessica Reichhardt„Der olympische Gedanke soll zählen“, betont Bürgermeister Ralf Lehmann (CDU) in seiner Rede. Es sei immer wieder ein schönes Ereignis, so viele Schulen für eine gemeinsame Sache zusammenzubringen. In diesem Jahr endet die Strecke nicht im Jahnstadion. Die Großen dürfen sich durch die bergige Landschaft des Barnim kämpfen – eine anspruchsvolle Strecke.
Einige Namen von Schulen, die am Start waren:
● Laurentiusschule, Bad Freienwalde
● Theodor-Fontane-Grundschule, Bad Freienwalde
● Käthe-Kollwitz-Schule, Bad Freienwalde
● Inselgrundschule, Neuenhagen
● Regine-Hildebrandt-Schule, Fürstenwalde
● „Im Odertal“ Schule, Schwedt
● Caritas-Schule St. Johannesberg, Oranienburg
● Regine-Hildebrandt-Schule, Erkner
● Robinson-Schule, Bernau
● Märkische Schule, Eberswalde
● Pestalozzischule, Eisenhüttenstadt

