Deutsch-polnisches Erntefest: Deftiges Essen aus zwei Ländern vom Grill

Erfolgsmodell: Das deutsch-polnische Erntefest Altranft 2018, auch am 1. Oktober um 10 Uhr gibt es wieder einen Festumzug.
Thomas BergerDas deutsch-polnische Erntefest, in Altranft, das vor der Corona-Pandemie jährlich tausende Besucher anlockte, findet zu alter Stärke zurück. Das Fest besteht aus zwei Teilen: dem großen Festumzug, für den der Altranfter Traditionsverein (ATV) verantwortlich zeichnet sowie der Erntemarkt im Schlosspark, den das Oderbruch-Museum auf die Beine stellt.
Anders als früher beginnt der Festumzug bereits um 10 Uhr. „Wir haben 25 Teilnehmer – Wagen und Bilder: überwiegend Fahrzeuge und zwei Fußgruppen“, sagt Christoph Nickel, der seitens des ATV den Festumzug im Blick hat. Die größte Fußgruppe seien die Jugendfeuerwehr.
Feuerwehr gestaltet drei Bilder
Insgesamt gestalte die Feuerwehr drei Bilder: Traktor mit Anhänger, die Jugendfeuerwehr mit Handwagen und das neue Fahrzeug der Feuerwehr Altranft. Auch die Dumper-Freunde beteiligen sich mit zwei Fahrzeugen. Viele reich geschmückte Fahrzeuge werden an den Besuchern vorüberziehen.
Mit dabei seien auch Firmen mit Traktoren, auch die Stephanus-Stiftung ist mit von der Partie.
Festumzug zieht durch das Dorf
Aufstellung nehmen die Teilnehmer des Festumzugs in der Mühlenstraße. Von dort geht es zur Schneiderstraße und zur Alten Heerstraße, auf der der Umzug bis zur Poststraße zieht.
Dann geht es wieder zurück ins Dorf, am Anger entlang in Richtung Schloss, wo vom Moderatorenturm jedes Fahrzeug und jede Gruppe begrüßt und vorgestellt wird. Danach löst sich der Umzug auf. „Wer noch bleiben will, kann sein Fahrzeug auf dem Anger abstellen“, sagt Christoph Nickel. Der ATV nehme mit einem eigenen Wagen teil, auf dem die Erntekrone transportiert wird, die die Frauen Anfang des Monats gebunden haben.
Kulinarisches und Kunsthandwerk
Um 11 Uhr beginnt der Erntemarkt im Schlosspark, für den das Oderbruchmuseum verantwortlich ist. Besucher zahlen fünf Euro Eintritt. Altranfter Bürger, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt. Viele Besucher dürften ein Déjà-vu erleben. Was sich bewährt hat, ist wieder ins Programm genommen worden. So gibt es wieder ein Stand mit veganem Essen.
Auch ein großer polnischer Imbiss-Stand sei erneut dabei, so eine Museumssprecherin. Dort gibt es unter anderem Deftiges vom Grill und Schmalzstullen mit Gurken. Auch wer Fisch mag, kommt auf seine Kosten. Wild und Schaschlik gibt es bei einem weiteren Grillstand. Wer es süßer mag, kann den Waffelstand aufsuchen. Polen servieren Kaffee und Kuchen. Auch das „Barrique“ ist vertreten. Zudem gibt es Kaffee aus selbst gerösteten Bohnen.
Strickwaren für den nächsten Winter
An den Verkaufsständen können die Besucher unter anderem Schafprodukte, Essig, Sirup, Trockenblumen erwerben. Töpferin Susanne Eigenfeldt aus Altreetz hat einen eigenen Stand. Die Landfrauen aus Polen verkaufen Obst und Gemüse. Die Handarbeitsfrauen des ATV haben gestrickt und gehäkelt, um ihre Kundschaft auf den Winter vorzubereiten. Kinder können einem Schmid über die Schulter blicken und auch selber etwas schmieden. Der Markt endet um 17 Uhr.



