Fachklinik
: Kurfürst probiert neues Trinkgefäß

Die Kurfürstentafel erlebte am Sonntagnachmittag eine gelungene Neuauflage. Dabei kamen auch gespendete Sammeltassen zum Einsatz.
Von
Anett Zimmermann
Bad Freienwalde
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  • An der Kurfürstenquelle: Francesco und Tochter Mariella Krienelke (vorn links) als Kurfürst Friedrich Wilhelm und Prinzessin von Preußen, Gudrun Kutzner als Kurfürstin Dorothea sowie Hank Teufer als Theodor Fontane. Mit den ersten Exemplaren der neuen Trinkgefäße schöpften sie auch Wasser und probierten es. Zu den Inhaltsstoffen hatte die Fachklinik eine Übersicht vorbereitet.

    An der Kurfürstenquelle: Francesco und Tochter Mariella Krienelke (vorn links) als Kurfürst Friedrich Wilhelm und Prinzessin von Preußen, Gudrun Kutzner als Kurfürstin Dorothea sowie Hank Teufer als Theodor Fontane. Mit den ersten Exemplaren der neuen Trinkgefäße schöpften sie auch Wasser und probierten es. Zu den Inhaltsstoffen hatte die Fachklinik eine Übersicht vorbereitet.

    Wolfgang Rakitin
  • Mit Musik: Die Spielleute des Neuenhagener Carneval Clubs begleiteten den historischen Zug bei seinem Spaziergang.

    Mit Musik: Die Spielleute des Neuenhagener Carneval Clubs begleiteten den historischen Zug bei seinem Spaziergang.

    Wolfgang Rakitin
  • Einzelne Tische statt langer Tafel: Für den Kurfürsten und sein Gefolge gab es dann Erdbeertorte. Alle Kuchen kamen aus der Klinikküche.

    Einzelne Tische statt langer Tafel: Für den Kurfürsten und sein Gefolge gab es dann Erdbeertorte. Alle Kuchen kamen aus der Klinikküche.

    Wolfgang Rakitin
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Am Ende strahlen alle um die Wette. Wobei das Ende für die meisten der Gäste im Innenhof von Fachklinik und Moorbad in Bad Freienwalde erst der Anfang der Kurfürstentafel ist. Doch Conny Schmetzke von der Charmant Friseur und Kosmetik GmbH und ihre Kolleginnen haben so etwas wie Feierabend, gönnen sich gerade mit Blick auf die bunte Schar in historischen Kostümen einen Drink. „Wir waren zu zwölft hier, sogar unser Azubi Paul hat mitgeholfen“, erzählt die Teamleiterin. Bereits am Vortag hätten sie den Yoga–Raum vorbereitet, Kreppeisen und Föne bereit gelegt.

„Der Aufwand ist schon enorm“, sagt Conny Schmetzke. Selbst, wenn sie inzwischen ein bisschen Übung hätten. Die Kurfürstentafel erlebt an diesem Sonntag ihre zweite Auflage, hat — was den Kurfürsten mit seinem Gefolge angeht — aber mit dem Brunnenfest 2017 anlässlich des 333–jährigen Bestehens des Gesundbrunnens einen Vorläufer, bei dem die Friseurinnen schon dabei waren. „Wir haben uns jetzt auch noch einmal Frisuren angeschaut und wir müssen natürlich wissen, ob Hut getragen werden soll, eine Feder oder eine Brosche.“

In der ersten Frisierrunde ab 10 Uhr saß bereits Verwaltungsleiterin Kristin Schröder–Kolew, die in die Rolle von Friederike Ziegenspeck geschlüpft ist — die erste Frau von David Gilly, der 1798/99 das Freienwalder Schloss als Sommerwitwensitz für Königin Friederike Luise von Preußen errichten ließ. Matthias Schröder, ihr Mann, mimt natürlich Gilly, die Söhne Mika und Luca sind ebenfalls dabei. Wobei das historische Paar eine Tochter hatte. Und da hilft Luisa Marzini, die Tochter der Großcousine von Kristin Schröder–Kolew, offensichtlich gern aus.

Die Verwaltungsleiterin sagt gern auch noch einmal danke. Nach einem Aufruf in dieser Zeitung kamen an die hundert Sammeltassen zusammen. „Selbst jetzt bekommen wir noch hin und wieder Anrufe. Aber im Moment brauchen wir wirklich nicht mehr.“

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Regionalhistoriker Reinhard Schmook gibt erneut den Berater des Kurfürsten und stellt nach einem Spaziergang vom Kurmittelhaus zur Kurfürstenquelle und dann in den Innenhof die anwesenden Persönlichkeiten vor. Wobei Theodor Fontane, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird, als Ehrengast an der Tafel sitzt und nach Erdbeertorte mit handgeschlagener Sahne und Kaffee auch noch über seine Begegnungen mit Freienwalde — damals noch ohne Bad — spricht.

Imposant ebenfalls der erste Auftritt des neuen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Francesco Krienelke ist die Aufregung noch ein bisschen anzumerken, aber ihn dürften die Einheimischen unter den Gästen in der Rolle gern wiedersehen. Marco Büchel als Vorsitzender des Oberbarnimer Kulturvereins, freut sich bereits auf die Neuauflage der Kurfürstentafel im nächsten Jahr. „Der Termin steht zwar noch nicht ganz fest, aber wir schauen schon wieder auf Anfang Juni.“

Kerstin Dobrindt, sonst an der Rezeption zu finden, bietet unterdessen die neuen Trinkgefäße aus Porzellan zum Kauf an, die der Kurfürst schon probiert hat. „Die sind erst gekommen“, sagt sie.