Firmengeburtstag: Bad Freienwalde: Rollator-Tanz zum Jubiläum
Bis auf den letzten Platz war die Tagespflege „Königshöhe“ des Diakonischen Werks Oderland-Spree am Donnerstagnachmittag besetzt. Zahlreiche Besucher, die die Tagespflege nutzen, aber auch Gäste und Geschäftspartner erwiesen der Einrichtung die Ehre. In die Gratulationscours reihte sich auch der Bad Freienwalder Bürgermeister Ralf Lehmann (CDU) ein.
„Die Tagespflege ergänzt und stärkt die häusliche Pflege als Bindeglied zwischen der ambulanten und der stationären Versorgung – hier insbesondere in enger Zusammenarbeit mit unserer Diakoniesozialstation Bad Freienwalde“, sagte Franziska Templin, Abteilungsleiterin Tagespflegestätten der Diakonie, bei ihrer Festansprache.
Geselligkeit und Abwechslung
Das Angebot der Tagespflege richte sich an ältere, pflegebedürftige Menschen, die zuhause leben, sich jedoch nach Geselligkeit und Abwechslung sehnen sowie an pflegebedürftige Menschen, deren Angehörige Entlastung benötigen, um ihrem Beruf oder ihren persönlichen Interessen nachgehen zu können. „Die Betreuung und Pflege von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, nimmt einen hohen Stellenwert in unserer Tagespflege ein“, ergänzte Franziska Templin. Sie betonte den steigenden Bedarf an Tagespflege. Die Einrichtung habe vor 15 Jahren mit zwei Mitarbeiterinnen und zwölf Tagespflegeplätzen begonnen. Sie verfügt aktuell über 15 Plätze und sechs Mitarbeiterinnen für Pflege, Betreuung und hauswirtschaftliche Versorgung sowie eine Bundesfreiwillige und drei geringfügig beschäftigte Mitarbeiter für den Fahrdienst. Die Plätze sind täglich unterschiedlich belegt, nicht alle Besucher kommen jeden Tag. Im ersten Jahr zählte die Tagespflege 1326 Besuche, vergangenes Jahr waren es bereits 3233. Insgesamt über die vergangenen 15 Jahre zählte sie 46 822 Besuche nur in der Kurstadt.
Der Bedarf an Tagespflege wachse stetig, weshalb die Tagespflege „Königshöhe“ nach neuen Räumen Ausschau halte. Der bisherige Standort neben dem Seniorenpflegeheim „Bethesda“ sei nicht mehr ausbaufähig., fügte die Abteilungsleiterin hinzu. Die Diakonie habe geeignete Räume in Aussicht, den Standort wolle sie aber noch nicht verraten, sagte Franziska Templin, die auch für die Tagespflegen in Wriezen, Letschin, Seelow, Strausberg und Reichenberg verantwortlich ist.
Die Besucher werden mit dem Fahrdienst zuhause abgeholt und erreichen zwischen 8 und 9 Uhr die Tagespflege in Bad Freienwalde, skizzierte Leiterin Stefanie Schüssler den Tagesablauf. Die Mitarbeiter versuchten zwischen den Mahlzeiten ein Programm zusammenzustellen, das aber so flexibel ist, dass es individuelle Wünsche zulässt. Dazu gehört auch der gemeinsame Gesang. Die Mitarbeiterinnen Berit Reetz und Constanze Heise singen regelmäßig mit den Besuchern, die zur Feier mit einer Gesangseinlage überraschten. Zudem zeigten sie einen Rollator-Tanz.
Nettes Miteinander
„Das ist eine Gemeinschaft von Menschen, die nett zueinander sind, das ist heute nicht mehr die Regel“, lobte Pfarrer Björn Ferch, das Miteinander. „Die Leute pflegen eine Gemeinschaft. Das ist hier etwas ganz Besonderes.“ Dass die Tagespflege wachse, „spricht eine eigene Sprache“, dass sie weiter wächst, spreche für ihre´Arbeit.
Zu den Besuchern gehört auch Günter Tegge aus Bad Freienwalde, der viele Jahre Stadtverordneter in Freienwalde war. „Ich wohne nebenan und brauche nur über den Zaun zu steigen“, sagte er verschmitzt. Er sucht die Geselligkeit, auch wenn er noch fit ist. Er habe schon einen Vortrag übers Oderbruch gehalten und helfe noch im Gewässer- und Deichverband mit.


