Flüchtlinge bei Wriezen: 16 illegale Einreisen an Europabrücke Neurüdnitz aufgedeckt

Die Europarücke Neurüdnitz/Sikierki – in letzter Zeit nicht nur bei Fahrradtouristen beliebt, sondern auch bei illegalen Migranten.
Nadja VoigtAm vergangenen Wochenende hat die Bundespolizei am Grenzübergang Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki mehrere illegale Einreisen festgestellt. Am Samstagabend (22. Juni) zwischen 21.15 Uhr und 22.40 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte zwölf Männer afghanischer Herkunft im Alter von 18 bis 35 Jahren.
Wenige Stunden später, am frühen Sonntagmorgen (23. Juni) um 6 Uhr, wurden drei weitere Afghanen und ein Mann aus Bangladesch, alle zwischen 23 und 30 Jahren alt, an derselben Stelle aufgegriffen. Keiner der insgesamt sechzehn Männer konnte die nötigen Einreisedokumente vorweisen.
Männer aus Afghanistan und Bangladesch baten um Asyl
Daraufhin wurden sie zur Dienststelle mitgenommen, wo die Bundespolizei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise einleitete. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen haben die Männer Schutzersuchen geäußert, also um die Gewährung von Asyl gebeten.
Wie die Polizei informierte, wurden sie anschließend zur Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Brandenburg weitergeleitet, um dort die nächsten Schritte im Asylverfahren zu durchlaufen. Die Erstaufnahmeeinrichtung in Brandenburg besteht aus dem Ankunftszentrum in Eisenhüttenstadt und vier weiteren Standorten in Frankfurt/Oder, Wünsdorf (Zossen) und Doberlug-Kirchhain.
In den letzten Wochen häufen sich die Fälle von illegaler Einreise an der Oderbrücke Neurüdnitz/Siekierki in der Gemeinde Oderaue. Der Bereich werde verstärkt bestreift, teilte die Bundespolizei mit.

