Graffiti in Bad Freienwalde: Bundespolizei nimmt zwei Sprayer am Bahnhof fest

Graffiti: Das Stellwerk am Bahnhof Bad Freienwalde ist wie viele Gebäude auf dem Bahngelände besprüht worden. Das ist Sachbeschädigung und wird entsprechend geahndet. Unklar ist jedoch, ob genau dieses Graffiti von den jetzt ertappten Tätern gesprüht wurde.
Steffen Göttmann- Zwei Graffiti-Sprayer am Bahnhof Bad Freienwalde festgenommen.
- Die Täter, 21 und 27 Jahre alt, wurden auf frischer Tat ertappt.
- Umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, Ermittlungen wegen Sachbeschädigung eingeleitet.
- Deutsche Bahn verzeichnet jährlich 12 Millionen Euro Schaden durch Graffiti.
- Täter können bis zu 30 Jahre strafrechtlich verfolgt werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Bahnhof steht seit langem in der Kritik. Zum schlechtem Erscheinungsbild tragen nicht nur der Müll, sondern auch die vielen Graffiti-Schmierereien bei.
Der Bundespolizei ist nun offenbar ein Schlag gegen die Sprayer-Szene gelungen, indem sie zwei dieser Straßenkünstler auf frischer Tat ertappt hat
Graffiti-Sprayer auf frischer Tat in Bad Freienwalde ertappt
In der Nacht zum 5. Januar 2024 (Sonntag) nahmen Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Angermünde zwei Graffiti-Sprayer am Bahnhof Bad Freienwalde vorläufig fest, nachdem diese ein Gebäude der Deutschen Bahn großflächig besprüht haben, teilte ein Sprecher mit. Gegen 2.20 Uhr fielen den Beamtinnen und Beamten zwei Männer auf, die ein Fahrdienstleitergebäude in Bahnhofnähe auf über 20 Quadratmeter besprühten. Daraufhin nahmen sie beide Männer auf frischer Tat vorläufig fest. Der Pkw der beiden Männer konnte ebenfalls in der Nähe des besprühten Gebäudes festgestellt werden.
Die Einsatzkräfte stellten die Handys der zwei Deutschen sicher, beschlagnahmten umfangreiches Beweismaterial, wie Farbspraydosen sowie Handschuhe und leiteten Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Sachbeschädigung gegen den 21- und 27-Jährigen ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entließen die Beamtinnen und Beamten die beiden polizeibekannten Männer auf freien Fuß. Einer von ihnen sei nicht zum ersten Mal beim Sprühen erwischt worden, erklärter Kai Ruddies, Pressesprecher der Bundespolizei Angermünde. Beide Täter seien in Eberswalde zu Hause. Die Graffiti seien nach ersten Erkenntnissen nicht politisch motiviert gewesen
Jährlich zwölf Millionen Euro Schaden durch Graffiti
Der Deutschen Bahn entstehen jährlich Schäden in Höhe von konstant zwölf Millionen Euro durch Graffiti, informiert das Unternehmen. Die Täter könnten bis zu 30 Jahre lang strafrechtlich verfolgt werden. „Die leeren Flächen auf dem Bahngelände und an den Zügen scheinen Sprayer magisch anzuziehen. Das aber kann lebensgefährlich und teuer werden. Pop-Art hin, Street-Art-Künstler her – damit hat Graffiti an Bahnanlagen nichts zu tun“, erklärt die Bahn.
„Was viele nicht wissen: Sprayer werden strafrechtlich verfolgt. Und es werden auf jeden Fall Schadensersatzzahlungen von ihnen gefordert", betont das Unternehmen. „Im Klartext heißt das, wer erwischt wird, muss den angerichteten Schaden in voller Höhe ersetzen.“ Auch wer minderjährig ist, könne herangezogen werden. Von Kindern ab dem siebten Lebensjahr könne die Bahn und andere Geschädigte noch bis zu 30 Jahre nach der Verurteilung Schadensersatz fordern.


