Kalender von Bad Freienwalde
: Welche historischen Ansichten 2027 zu sehen sind

Udo Schonert sammelt historische Ansichtskarten von Bad Freienwalde und hat den Kalender der Stadt Freienwalde für 2027 mitgestaltet. Das ist dieses Mal das Thema.
Von
Steffen Göttmann
Bad Freienwalde
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Historisches Foto: Die Milchhandlung Paul Zernicke, Neuebergstraße 8, in Bad Freienwalde, hergestellt um 1910, vorn auf der Kutsche Uropa Wilhelm Zernicke.  Was noch im Kalender 2027 der Bad Freienwalde Tourismus GmbH zu sehen ist.

Historisches Foto: Die Milchhandlung Paul Zernicke, Neue Bergstraße 8, in Bad Freienwalde, hergestellt um 1910, vorn auf der Kutsche Uropa Wilhelm Zernicke. Was noch im Kalender 2027 der Bad Freienwalde Tourismus GmbH zu sehen ist.

Udo Schonert (Repro)
  • Bad Freienwalde bringt für 2027 einen Kalender mit historischen Ansichtskarten heraus.
  • Thema sind Geschäfte und Gewerbebetriebe, vorwiegend um 1910 – Karten sind selten.
  • Beispiele: Milchhandlung Zernicke, Schlosserei Renné, Juwelier Brümmer, städtisches Schlachthaus.
  • Auch zu sehen: Alexandrinenbad, Schamottefabrik Hennberg & Co. und ein „Atelier für Zahnleidende“.
  • Der Kalender kostet 19,95 Euro und liegt in der Tourist-Information sowie im Online-Shop bereit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Bad Freienwalde Tourismus GmbH und Udo Schonert aus Bad Freienwalde, der historische Ansichtskarten von der Kurstadt sammelt, setzen die Tradition fort und geben auch für 2027 einen Kalender mit historischen Ansichtskarten der Kurstadt heraus.

Das neue Werk liegt bereits druckfrisch in der Tourist-Information, Uchtenhagenstraße 3, in Bad Freienwalde bereit. Bei Einheimischen und Gästen komme der Kalender gut an, heißt es von dem städtischen Unternehmen.

Nach den Ansichten von Bad Freienwalde zur DDR-Zeit für den Kalender 2026 haben Udo Schonert und Silke Smilgies, Geschäftsführerin der Bad Freienwalde Tourismus GmbH, ein neues Thema erarbeitet.

Dieses Mal zeigt der Kalender Ansichten von Geschäften und Gewerbebetrieben, vorwiegend aus der Zeit um 1910. „Etablierte Gewerbebetriebe bestellten sich einen Fotografen, ließen sich und ihre Mitarbeiter vor dem Geschäft fotografieren“, erläutert Udo Schonert und ergänzt: „Anschließend ließen sie Bilder in kleinen Stückzahlen – das sind 50 bis 100 Exemplare – zu Werbezwecken herstellen.“

Das Wappen von Bad Freienwalde: Ansichtskartensammler Udo Schonert aus Bad Freienwalde hat für den Kalender 2027 der Tourismus GmbH historische Fotos zur Verfügung gestellt.

Das Wappen von Bad Freienwalde: Ansichtskartensammler Udo Schonert aus Bad Freienwalde hat für den Kalender 2027 der Tourismus GmbH historische Fotos zur Verfügung gestellt.

Steffen Göttmann

„Gewerbekarten sind sehr, sehr selten“, weiß der Ansichtskartensammler aus Erfahrung. Fündig werde er bei Ansichtskartenauktionen oder auf den bekannten Auktionsplattformen im Internet. Für den Kalender, auf dessen Aufschlagsseite das Wappen der Stadt Bad Freienwalde prangt, hat Udo Schonert Ansichtskarten von Firmen zusammengestellt, die vergessen sind oder von nachfolgenden Generationen weitergeführt werden.

Die Ansichten zeigen etwa die Wäscherei C.F. Lange aus der Luft, das Alexandrinenbad (die heutige Albert-Schweitzer-Schule), die Freienwalder Schamottefabrik Hennberg & Co., das städtische Schlachthaus um 1900 oder den Juwelier Georg Brümmer, Königstraße 1, um 1910. Inhaberin Luise Brümmmer steht mit einer Verkäuferin in der Ladentür.

Wo sich in Bad Freienwalde ein „Atelier für Zahnleidende“ befand

Ein weiteres Bild zeigt ein Fuhrwerk mit zwei Pferden vor der Königstraße 11 in Bad Freienwalde, wo sich heute das Hoftheater befindet. Dort befand sich ein „Atelier für Zahnleidende“, also eine Zahnarztpraxis, wobei nicht sicher ist, ob der Gewerbetreibende eine medizinische Ausbildung nach heutigem Standard hatte.

„Behandlung kranker Zähne, Zähne ziehen etc.“ warb er auf dem Schild an der Tür. Direkter Nachbar sei ein ihm unbekanntes Umzugsunternehmen gewesen,  berichtet Schonert. Mit zweispännigem Fuhrwerk vor dem Geschäft präsentiert sich die Milchhandlung Paul Zernicke, Neue Bergstraße 8.

„Gewerbekarten sind sehr, sehr selten.“
Udo Schonert
Ansichtskartensammler aus Bad Freienwalde

Familienangehörige und vermutlich Mitarbeiter blicken aus den Fenstern der Schlosserei Paul Renné, Grünstraße 4. Er war der Urgroßvater von Schlossermeister Thomas Renné, der den Betrieb aktuell führt und der jetzt seinen Sitz in der Wriezener Straße 17 hat. Gegründet wurde die Schlosserei 1872 von Pauls Vater August Renné, wie es der Homepage der Schlosserei zu entnehmen ist.

2003 von der Sammelleidenschaft gepackt

Ich empfinde es als schön, dass die Bad Freienwalde Tourismus GmbH an der Tradition der Kalender mit historischen Ansichtskarten festhält“, freut sich Udo Schonert. Den Bad Freienwalder packte vor 23 Jahren die Sammelleidenschaft.

„Als wir im Dezember 2003 unser Treppenhaus renoviert haben, stellten meine Frau und ich fest, dass es so kahl ist“, sagt Udo Schonert. Sie habe dann den Vorschlag gemacht, es mit historischen Ansichtskarten zu gestalten. Inzwischen hat er tausende historische Ansichtskarten zusammengetragen. Im Treppenhaus hängen nur noch Kopien. Die teilweise wertvollen Originale verwahrt er in Alben.

Der Monatskalender 2027 ist zum Preis von 19,95 Euro in der Tourist-Information Bad Freienwalde, Uchtenhagenstraße 3, oder im Online-Shop der Bad Freienwalde Tourismus GmbH erhältlich.