Krasse Katzen in Brandenburg
: Eine Woche Kurtheater gönnt sich Mimi aus Bad Freienwalde

Mimi liebt die Freiheit: Die Katze von Steffi Krause aus Bad Freienwalde ist eine Freigängerin, die kommt und geht, wann sie will. Was die Katze ausmacht und was sie schon erlebt hat.
Von
Steffen Göttmann
Bad Freienwalde
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Liebenswerte Freigängerin: Steffi Krause mit ihrer Mimi, die im Sommer nur selten Zuhause und fast immer unterwegs ist.

Liebenswerte Freigängerin: Steffi Krause aus Bad Freienwalde mit ihrer Mimi, die im Sommer nur selten Zuhause und fast immer unterwegs ist.

Steffen Göttmann

Die Schmusekatze von Steffi Krause ist getigert und hat weiße Pfoten. Das Tier mit dem samtweichen Fell liebt Streicheleinheiten genauso wie seine Freiheit.

„Mimi ist eine sehr freundliche, ausgeglichene und menschenbezogenen Katze. Sie ist sehr kontaktfreudig, auch Fremden gegenüber und verbringt ihre Zeit daher gern am Gartenzaun für einen Plausch“, beschreibt Steffi Krause ihre Katze, die sie 2016 von einem Bauerhof bei Seelow bekam.

Katze Mimi wartet am Zaun auf ihre Besitzerin

Mimi wartet am Zaun auf ihr Frauchen, lässt sich auch gern mal von Passanten durch den Zaun hindurch kraulen. Steffi Krause wohnt in der Goethestraße direkt neben der Kita „Fuchsbau“: Schon als junge Katze habe sie regelmäßig den Kindergarten besucht und sich von den Mädchen und Jungen herumtragen lassen.

Wieder da: Mimi blickt aus einem Fenster des Kurtheaters in Bad Freienwalde, wo sie eine Woche lang unfreiwillig einquartiert war.

Wieder da: Mimi blickt aus einem Fenster des Kurtheaters in Bad Freienwalde, wo sie eine Woche lang unfreiwillig einquartiert war.

Steffi Krause

„Denn immer, wo was los ist, ist sie gern dabei und mittendrin“, berichtet ihre Besitzerin. Auch jetzt unternimmt die Katze regelmäßig kleine Touren zum „Fuchsbau“. Die Katzenklappe in der Tür zum Hof ermöglicht ihr, zu kommen und zu gehen, wann sie will. Im Sommer ist Mimi fast immer unterwegs. Steffi Krause, die schon immer Katzen hatte, lässt ihr diese Freiheit, „denn ich wollte immer einen Freigänger“.

Katze begleitet Frauchen und die Nachbarn auf Spaziergängen

Gern begleitet sie Frauchen oder auch mal die Nachbarn wie ein Hund zu einem Spaziergang.  „Zu Hause ist sie eine Schmusekatze, draußen die unbarmherzige Jägerin“, erklärt die Kurstädterin. Die Ergebnisse ihre Jagd präsentiert sie stolz ihrer Besitzerin – tot oder lebendig. Deshalb hat die Kurstädterin Mausefallen aufgestellt.  „Mimi hat schon einige krasse Abenteuer überstanden“, versichert ihr Frauchen. So kämpfte die Katze mit einem Waschbären und trug sogar Bissverletzungen davon.

Doch eines Tages war die Katze verschwunden: „An einem Sonntag kam sie nicht mehr nach Hause“, erinnert sich die Besitzerin. Wenn sie einen Tag weg ist, macht sich Steffi Krause keine Sorgen. Mal war sie in der Garage eingesperrt, mal in einem Auto. Doch diesmal kam sie einfach nicht wieder. Steffi Krause suchte nach ihrer Katze, hing Poster mit ihrem Bild auf und bestückte Facebook mit Fotos. Schließlich meldete sich jemand, der aufgrund er Poster die Katze erkannte, als sie aus einem Fenster des leerstehenden Kurtheaters blickte. Das war am Sonnabend, eine Woche nach Mimis Verschwinden. Steffi Krause ging zum Kurtheater, rief nach ihr. Ihre Erleichterung war groß, als die Katze tatsächlich am Fenster erschien. Doch wie war die Samtpfote ins Kurtheater hineingekommen? Für Steffi Krause schienen die Wege verschlossen. Da sich der Sonnabend dem Ende neigte und das Rathaus geschlossen war, gab sie sich mit der Situation zufrieden.

Hausmeister befreit Katze aus dem Kurtheater

„Am frühen Sonntagmorgen rief ich aber Frau Schröder von der Gebäudeverwaltung der Stadt an, die sofort den Hausmeister anrief, sodass ich meine Katze wiederbekam. Ich bin Frau Schröder und dem Hausmeister so unendlich dankbar", sagt Steffi Krause. „Mimi war weder unterernährt noch dehydriert“, so ihre Besitzerin. Offenbar gibt es im Haus genügend Mäuse und Wasser. Die Hausmeister fanden bald das Schlupfloch, durch das die Katze ins Haus gelangt war und verschlossen es gegen weitere Eindringlinge.

Derzeit kommt Mimi nur zum Schlafen und zum Fressen nach Hause. Auch nach unserem Fototermin war sie gleich wieder verschwunden. Trockenfutter* liebt sie neben frischer Kost aus ihrem Jagdgebiet über alles. Frauchen gibt ihr eine Mischung aus verschiedenen Sorten. Im Sommer schläft sie in der Küche oder auf der Veranda, im Winter dagegen, unternimmt sie nur kurze Ausflüge und liegt lieber auf der Couch. „Schnee findet sie aber ganz toll“, weiß ihre Besitzerin. Gern hält sie sich bei den Wohnungsnachbarn von Steffi Krause auf, die sie versorgen, wenn Frauchen mal nicht da ist. Dort schläft sie auch gern.

Auf der Spur der Katze bei ihren Ausflügen

Weil die Katze wie alle Vierbeiner nichts von ihren Ausflügen erzählen kann, ist Steffi Krause sehr interessiert, welche Wege Mimi bei ihren Ausflügen ins Kurviertel zurücklegt. Als sie erfuhr, dass die Umleitung für Kreisverkehr-Baustelle durch die Goethestraße führt, machte sie sich Sorgen. Doch Mimi sei eine erfahrene Freigängerin, die mit Straßenverkehr umgehen kann. Nachts sei Gott sei Dank nicht so viel los. Zuerst dachte Steffi Krause, Ihre Katze bewege sich nur auf dem Hausgrundstück und den benachbarten Gärten. Doch sie mag das Mühlenfließ und kommt auch mit nassen Beinen nach Hause.

Lieblingsplatz: De "krasse Katze" aus Bad Freienwalde wartet am Zaum auf die Besitzerin und hofft auf Streicheleinheiten von Passanten.

Lieblingsplatz: De "krasse Katze" aus Bad Freienwalde wartet am Zaun auf die Besitzerin und hofft auf Streicheleinheiten von Passanten.

Steffi Krause

Steffi Krause interessiert sich sehr dafür, wie weit ihre Katze läuft und wo sie herumstreift. Deshalb hat sie sich für die Aktion „Krasse Katze“ des Märkischen Medienhauses gemeldet. Mimi wird in den nächsten Tagen und Nächten ein Halsband mit einem GPS-Tracker* tragen, der ihre Ausflüge aufzeichnet und übermittelt. Per App kann Steffi Krause jetzt schon die Wege ihrer Katze verfolgen. Wenn das Ergebnis vorliegt, wird die MOZ darüber berichten, welche Wege die Katze zurücklegt und wo sie sich vorwiegend aufhält. Übrigens öffnet sich das Halsband von allein, wenn sich die Katze irgendwo verfangen sollte.

MOZ.de Aktion „Krasse Katzen“

Im Rahmen der Kampagne „Krasse Katzen“ wurden alle teilnehmenden Tiere mit Trackern der Marke Tractive* ausgerüstet. Bei der Auswahl der Tracker wie auch der Begleitung der Katzenbesitzer orientieren wir uns an Empfehlungen von Tierärzten und Experten. *Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Sollten Sie über den Link einen Kauf abschließen, erhält MOZ.de eine kleine Provision. Die Berichterstattung ist nicht beeinflusst.