Leichtathletik
: „Freude wird sich noch einstellen“

Sophie-Luise Merten holt bei den Deutschen Meisterschaften im Siebenkampf Bronze. Zufrieden ist die 19-Jährige dennoch nicht.
Von
Udo Plate
Bad Freienwalde
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  • Fliegend über die Hindernisse: Sophie Merten in einer ihrer Paradedisziplinen - dem 100-Meter-Hürdenlauf.

    Fliegend über die Hindernisse: Sophie Merten in einer ihrer Paradedisziplinen - dem 100-Meter-Hürdenlauf.

    Klaus Peters
  • Fliegend über die Hindernisse: Sophie Merten in einer ihrer Paradedisziplinen – dem 100-Meter-Hürdenlauf.

    Fliegend über die Hindernisse: Sophie Merten in einer ihrer Paradedisziplinen – dem 100-Meter-Hürdenlauf.

    Klaus Peters
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„Bei mir überwiegt noch der Frust, denn es war für mich deutlich mehr drin. Im 100-Meter-Hürdenlauf bin ich durch eine neben mir stürzende Athletin nicht unerheblich aus dem Rhythmus gebracht worden und habe so nicht nur enorm Zeit, sondern auch wertvolle Punkte verloren. Am Ende war ich gleich drei Zehntel langsamer als noch bei den Einzelmeisterschaften eine Woche zuvor“, so die doch noch untröstliche 19-jährige Blondine am Telefon, die mit 4908 Zählern hinter Friedrike Schütte vom TV Angermund (4952 Punkte) sowie der neuen Titelträgerin Annkathrin Hoven (ART Düsseldorf, 5046 Punkte) eben „nur“ auf dem dritten Platz im Gesamtklassement landete.

Super Wurf mit Speer ungültig

Als hätte dieses Missgeschick nicht schon ausgereicht, musste die Kurstädterin einen weiteren Rückschlag quittieren. In der Disziplin Speerwurf gelang ihr im dritten und letzten Versuch augenscheinlich eine neue Bestweite, die trotz der Misere im Hürdenlauf zum Titelgewinn gelangt hätte. Allein: Dem Wurf des ehrgeizigen Blondschopfs wurde jedoch die Gültigkeit aberkannt, da das Wurfgerät laut Aussage der Kampfrichter nicht mit der Spitze gelandet war. Ein Wurf ist nur dann gültig, wenn die Spitze des Speeres vor all seinen anderen Teilen auf den Boden trifft.

„Mir wurde erläutert, dass der Speer zuerst mit dem Mittelteil den Boden berührte. Natürlich kommt das schon vor, aber in der Regel eher nicht. Und ich hatte von dem Wurf und der Speerlandung einen anderen Eindruck. hatte ich bereits im Hürdenlauf mehr als 100 Punkte durch widrige Umstände liegen lassen, gingen mir durch die Entscheidung des Kampfgerichts auch im Speerwerfen etliche Zähler durch die Lappen“, haderte Sophie-Luise Merten.

„Die Freude über die erreichte Platzierung wird sich schon noch einstellen. Im Moment überwiegt noch der Frust über die verpasste Gelegenheit. Es sollte aber nicht vergessen werden, dass Sophie im Kugelstoßen mit dem vier Kilogrammgerät ebenso eine neue persönliche Bestmarke aufstellte wie auch im 800-Meterlauf“, hatte sich bei Ute und Enrico Merten, den Eltern, am Mittwoch die Freude und Stolz über die errungene Bronzemedaille Bahn gebrochen.

„Auch derartige Erlebnisse gehören zum Sport. Die gilt es, auch wenn es im ersten Moment schmerzt, wegzustecken, um anschließend gestärkt in die anstehenden Wettbewerbe zu gehen“, so Vater Merten.