„Wir sind eine 6-köpfige Familie, die durch einen schweren Unfall des Familienvaters in Not geraten ist. Mein Mann hatte am 21. August einen sehr schweren Autounfall, wodurch wir in eine für uns noch nicht absehbare finanzielle Notlage geraten sind“, wendet sich die Familie des Unfallopfers an die Öffentlichkeit.
„Wir wurden am frühen Sonntagmorgen zu einem Verkehrsunfall auf die Landesstraße L33 / Ortsverbindung Wriezen in Richtung Eichwerder alarmiert. Ein Pkw war von der Straße abgekommen und lag seitlich im Vorgarten an der Hauswand eines Einfamilienhauses. Der Fahrer des Fahrzeuges wurde eingeklemmt und war für uns nicht zugänglich. Der Motorraum des Fahrzeuges brannte und wurde durch erste Löschversuche mit einem Gartenschlauch durch den Hauseigentümer bis zu unserem Eintreffen bekämpft“, schildern die Rettungskräfte der Wriezener Feuerwehr den dramatischen Einsatz in den frühen Morgenstunden des 21. August.

Der Unfall ereignete sich Ende August bei Wriezen

„Anschließend entschieden wir uns, in Absprache mit der Notärztin, für eine schnelle Rettung. Nachdem diese erfolgte, leuchteten wir den Hubschrauberlandeplatz am Krankenhaus Wriezen für den Christoph Berlin aus und unterstützten den Rettungsdienst beim Übergabetransport.“
Noch immer liegt ihr Partner im Krankenhaus, hat schwerste Verletzungen erlitten, berichtet die junge Mutter der MOZ am Telefon. Er fehlt der Familie an allen Ecken und Enden: Als Partner, als Bezugsperson für die Kinder und als Bauherr. Denn noch vor dem Winter sollten an dem alten Haus der Familie einiges geschehen.

Das Auto fehlt für Fahrten zu Ärzten und Therapien

„Das jüngste meiner Kinder hat das Down-Syndrom. Um die regelmäßigen Arzttermine und auch Therapien wahrnehmen zu können, sind wir sehr auf ein Auto angewiesen“, schildert die vierfache Mutter, deren Freundin die Spendenaktion ins Leben gerufen hat. Allerdings lebt die Familie in Oderaue, nicht in Neulewin. Eine Verwechslung über die gleiche Postleitzahl im Oderbruch.
„Die Zukunft macht mir unwahrscheinliche Angst, da wir nicht einmal wissen, wie und ob der Papa jemals wieder nach Hause kommt. Wir brauchen dringend finanzielle Unterstützung für die Anschaffung eines familiengerechten Autos, im schlimmsten Fall auch behindertengerecht und den Ausbau der Kinderzimmer in unserem baufälligen Zuhause.“

Auf der Spendenplattform sind 2100 Euro zusammen gekommen

Die Spendenplattform „GoFundMe“ hat auf die Tragödie der Familie aufmerksam gemacht. Denn dorthin hatte sich die Freundin im Namen der Mutter und der Kinder im Teenager-, Schul- und Babyalter mit einem Spendenaufruf gewandt. „Eigentlich führte sie ein glückliches Leben, bis ihr Mann am 21. August einen schweren Autounfall hatte. Während ihr Partner für eine noch nicht absehbare Zeit im Krankenhaus liegt, ist die Vierfachmama noch in Elternzeit. Ihr jüngstes Kind leidet zudem am Down-Syndrom und benötigt regelmäßige Arztbesuche und Therapien.“

15.000 Euro sind als Spendenziel angegeben

Der Unfall habe der Familie also nicht nur vorerst den Vater genommen, sondern auch das so lebensnotwendige Auto für die medizinische Versorgung des Jüngsten. 15.000 Euro möchte sie sammeln und sich so ein kleines finanzielles Polster für Auto und Kinderzimmerausbau sowie die wegfallenden Einnahmen des väterlichen Einkommens anlegen, heißt es vom Presseteam der Internetplattform.
Dankbar ist die junge Frau aktuell für jede Art der Unterstützung: „Ohne Freunde und Familie würde ich das nicht durchstehen“, sagt sie am Telefon gegenüber dieser Zeitung. Für die Familie aus Oderaue im Oderbruch, die unverschuldet in diese Notlage geriet, sind aktuell 2100 Euro gespendet worden.
Hier geht es zur Spendenaktion auf der Internetseite von GoFundMe