Betrug in MOL und Barnim: Rentner verliert hunderttausende Euro, das rät die Polizei

Online-Betrüger (Symbolbild) haben es oft auf das Vermögen älterer Mitbürger abgesehen. Jüngst sind zwei Senioren aus Märkisch-Oderland und Barnim Kriminellen auf den Leim gegangen.
Monika Skolimowska/dpa- Polizei warnt erneut vor Anlagebetrug – Senioren aus Barnim und MOL verloren Geld.
- Ein 76-Jähriger aus MOL überwies über Monate ins Ausland und verlor einen sechsstelligen Betrag.
- Er sollte nochmals einen hohen fünfstelligen Betrag zahlen, zweifelte dann und zeigte Betrug an.
- Eine 85-Jährige aus Barnim fiel auf ein KI-Video in sozialen Medien herein und zahlte einen fünfstelligen Betrag.
- Polizei rät: unrealistische Renditen meiden, Anbieter prüfen, keine Zugänge oder Fernzugriff teilen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Aus aktuellem Anlass warnt die Pressestelle der Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder) erneut vor Anlagebetrügern, die es insbesondere auf die Vermögenswerte von Senioren abgesehen haben. Erst am Freitag (24. Juli) wandte sich ein 76-Jähriger aus dem Landkreis Märkisch-Oderland an die Polizei.
Der Senior teilte den Beamten mit, dass er im Internet auf eine Form der Geldanlage aufmerksam geworden ist, die angeblich sehr hohe Gewinnchancen in Aussicht gestellt hat. Über mehrere Monate überwies er daraufhin Geldbeträge auf unterschiedliche ausländische Konten. Dem Mann wurde der Eindruck vermittelt, dass er zwischenzeitlich ein Millionenvermögen „erwirtschaftet“ hätte.
Um auf dieses zuzugreifen, sollte er erneut einen hohen fünfstelligen Betrag überweisen. Nun wuchsen die Zweifel des Rentners an der Seriosität des Angebotes und er wandte sich an die Polizei, wo er Anzeige wegen Betruges erstattete. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Geschädigte allerdings schon einen mittleren sechsstelligen Geldbetrag an die Betrüger – und um nichts anderes handelt es sich hier – überwiesen.
Polizei rät bei unrealistischen Renditeversprechen zur Vorsicht
Am selben Tag (24. Juli) vertraute sich zudem in den Vormittagsstunden eine 85-jährige Rentnerin aus dem Landkreis Barnim der Polizei an und stellte ebenfalls eine Anzeige wegen Betruges. In sozialen Medien ist sie auf ein offenkundig KI-generiertes Video gestoßen, in dem der Eindruck vermittelt wird, dass in einem bekannten deutschen Talkshow-Format für eine Geldanlage geworben wird.
Deutsche Politiker würden diese Anlageform ebenfalls nutzen und so hohe Gewinne erzielen. Die Rentnerin überwies in der Folge einen mittleren fünfstelligen Geldbetrag, bis sie schließlich merkte, dass sie Opfer einer Betrugsstraftat geworden war.
Die Polizei rät bei solch hohen Gewinnversprechen grundsätzlich zur Vorsicht. „Bleiben Sie objektiv und informieren Sie sich eingehend über die angeblichen Anbieter und Anlagefirmen im Internet. Geben Sie keine Zugangsdaten zu Ihren Bankverbindungen an Dritte weiter und gestatten Sie diesen auch keinen Fernzugriff auf Ihre Geräte. Weitere Informationen finden Sie in der Online-Wache der Brandenburger Polizei unter Vorbeugen und Schützen/Betrug“, sensibilisiert die Pressestelle der Polizeidirektion Ost.

