Reiten bei Wriezen
: Vorfreude auf das 63. Reitturnier des RFV Wustrow steigt

Das 63. Reit- und Springturnier des RFV Wustrow rückt immer näher. Vereinschefin Anja Daue-Thieme erklärt, worauf sich Teilnehmer und Zuschauer freuen können.
Von
Udo Plate
Wustrow
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Lokalmatador William Thieme landete im vergangene Jahr im S-Springen um den Goßen Preis mit Balique mit 8 Fehlerpunkten auf Rang sieben.

Lokalmatador William Thieme landete im vergangene Jahr im S-Springen um den Goßen Preis mit Balique mit 8 Fehlerpunkten auf Rang sieben. (Archivfoto)

Udo Plate
  • Wustrow richtet an Pfingstsonntag und -montag das 63. Reit- und Springturnier aus.
  • Höhepunkt ist der Große Preis am Pfingstmontag ab 16.15 Uhr – eine Springprüfung der Klasse S*.
  • Programm: Prüfungen von A bis M**, Westernreiten, Hobby Horsing und Stuntshows mit Bogenschießen.
  • Lokalmatador William Thieme will im Großen Preis mitmischen, Richter und Tierarzt stehen fest.
  • Parcoursbauer Erik Schubert setzt auf technisch und optisch anspruchsvollere Hindernisse.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Beim RFV Wustrow steigen Vorfreude und Spannung. Grund dafür ist die mittlerweile 63. Auflage des traditionellen Reit- und Springturniers. An Pfingstsonntag und -montag, 24. und 25. Mai, gibt es auf dem von Vereinschefin Anja Daue-Thieme und ihrem engagierten Helferteam präparierten Parcours alle Facetten des Springreitsports zu bewundern.

Hinter den Kulissen laufen die intensiven Vorbereitungen seit Wochen auf Hochtouren: Feinabstimmungen, letzte organisatorische Details und die enge Zusammenarbeit mit den Partnern sorgen dafür, dass einem erfolgreichen Reitturnier im Herzen des Oderbruchs nichts mehr im Wege steht.

„Unser Turnier wäre ohne das Engagement unserer Sponsoren nicht das, was es heute ist: ein überregional beachtetes Event mit sportlichem Niveau, starker Ausstrahlung und unverwechselbarem Charakter“, betont Anja Daue-Thieme. Seit vielen Jahren stünden die Partner an der Seite des Vereins und würden mit ihrer Leidenschaft für den Reitsport und ihrer Unterstützung maßgeblich zur Realisierung des Turniers beitragen.

Großer Preis als Höhepunkt des Turniers in Wustrow

Auch für frische Ideen und Impulse von neuen Förderern ist Daue-Thieme dankbar: „Ob regional verwurzelt oder überregional aktiv – jeder einzelne Beitrag hilft, die Reitsportveranstaltung weiterzuentwickeln und nachhaltig zu stärken“, sagt sie. Höhepunkt des zweitägigen Turniers ist der Große Preis, der am Pfingstmontag ab 16.15 Uhr, einer Springprüfung der Klasse S* mit Stechen.

Das Wustrower Turnier verbindet ambitionierten Vereinssport mit Show und Unterhaltung. So bringt es Alt und Jung, Groß und Klein, Profi und Amateur ebenso zusammen wie Protagonisten aus Wirtschaft und Gesellschaft. Die Akteure kommen aus Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Los geht es am Pfingstsonntag um 9 Uhr mit einer Zwei-Phasen-Springprüfung. Übrigens genauestens beobachtet vom erfahrenen Richtertrio Stefanie Binkowski, Jaqueline Maaß sowie Dr. Claudia Herrmann.

Es folgen weitere Stilspringprüfungen der Klassen A und L, sowie ein Hobby-Horsing oder auf Deutsch Steckenpferdreiten. Das ist eine Sportart mit Gymnastikelementen, bei der Bewegungsabläufe ähnlich denen beim Springreiten oder bei der Dressur teilweise in Parcours nachgestellt werden, ohne dass echte Pferde zum Einsatz kommen. Es folgt ein M*-Springen ab 16.30 Uhr, ehe der erste Turniertag mit einem Springen der M** ausklingt.

Hobby Horsing oder deutsch Steckenpferdreiten ist eine Sportart mit Gymnastikelementen, bei der Bewegungsabläufe ähnlich denen beim Springreiten oder bei der Dressur teilweise in Parcours nachgestellt werden, ohne dass echte Pferde zum Einsatz kommen. Das letztjährige Teilnehmerfeld wird von Anja Daue-Thieme angeführt.

Hobby Horsing oder deutsch Steckenpferdreiten ist eine Sportart mit Gymnastikelementen, bei der Bewegungsabläufe ähnlich denen beim Springreiten oder bei der Dressur teilweise in Parcours nachgestellt werden, ohne dass echte Pferde zum Einsatz kommen. Das letztjährige Teilnehmerfeld wird von Anja Daue-Thieme angeführt. (Archivfoto)

Udo Plate

Der Pfingstmontag startet ab 8.30 Uhr mit verschiedenen Springwettbewerben der Klassen A. Der Große Preis von Wustrow, einem Springen der Klasse S* mit Stechen, ist für 16.15 Uhr geplant. Daumendrücken ist dann auch für den Lokalmatador William Thieme angesagt, der schon ein gewichtiges Wörtchen bei der Vergabe des Sieges mitreden will.

Auch unterhaltende sowie interessante Schauelemente kommen in Wustrow nicht zu kurz. So stellt Susann Fiedrowicz dem interessierten Fachpublikum am Pfingstsonntag das Westernreiten (15 Uhr) vor und am Pfingstmontag werden die Akteure der Müncheberger Sunbow-Ranch ab 15.45 Uhr mit Stuntreiten sowie berittenem Bogenschießen, Messer- und Axtwerfen für Begeisterung sorgen.

Reiter und Pferd sollen sich im Laufe der Veranstaltung steigern

Als Parcoursbauer haben die Wustrower Verantwortlichen mit dem Gorgaster Erik Schubert einen guten alten Bekannten gewinnen können, dem Maren Kardel als Assistentin zur Hand geht. Mit Zollstock und Lageplan eilt Schubert über den Rasenparcours. Hier packt der Chef selbst mit an. Der stets im Hemd auftretende Schubert ist der Kopf einer Equipe, die ihr Handwerk versteht und die Instruktionen punktgenau umsetzt. Kreative Routine – diese Bezeichnung trifft auf Schuberts Arbeit zu. Doch der letzte prüfende Blick auf die Hindernisse gehört dem Gorgaster. „Reiter und Pferd sollen sich im Verlauf der Veranstaltung einerseits steigern, andererseits soll ja auch selektiert werden“, so Schubert.

Aus seiner Sicht ist der Aufbau eines Parcours heute technischer und optisch anspruchsvoller geworden. „Früher war die Linienführung der Springbahnen oft sehr monoton, die Hindernisse waren schwarz-weiß und wuchtig“, erklärt Schubert. „Je leichter und luftiger die Hindernisse wirken, desto höher ist der Schwierigkeitsgrad.“ Dekorationselemente, die zum Beispiel von anderen Sportarten beeinflusst sind, sollen den Parcours für die Zuschauer zusätzlich attraktiv machen.

Als Richter rund um den Wustrower Turnierplatz fungieren Stefanie Binkowski, Claus Förster, Dr. Claudia Herrmann und Thomas Kriwens. Turniertierarzt ist der erfahrene Wriezener Veterinär Ulf-Michael Stumpe, mit Unterstützung von Clara Bauer. „Die Sportler und Zuschauer, die sich mit der Veranstaltung und mit der Region identifizieren, bringen erst die Atmosphäre. Das können junge, aber auch gestandene sein“, meint Daue-Thieme. Jetzt müsse nur noch das Wetter mitspielen und das Publikum sich verzaubern lassen…