Sportlich: Skispringer zeigen ihr Können
Reges Treiben herrschte am Sonntag auf der Skisprung–Anlage des WSV Bad Freienwalde. Der Verein veranstaltete den 18. Märkischen Wintersporttag und viele Schaulustige waren bei bestem Wetter zur Schanze gekommen, um sich das Spektakel anzuschauen oder sich mitunter sogar selbst auf die Skier zu stellen.
Vereinschef Dieter Bosse zeigte sich zufrieden mit dem Zuschaueraufkommen in der Skisprung–Arena. „Wir pflegen diese Tradition des Wintersporttages nun schon seit vielen Jahren und sie wird egal bei welchem Wetter immer sehr gut angenommen.“ Die milden Temperaturen spielten dem Vereinschef dabei noch in die Karten, wird dieser Tag doch noch für etwas ganz wichtiges für den Verein genutzt: die Nachwuchsgewinnung.
„In den letzten Jahren war es immer so, dass im Anschluss Neueinsteiger zu uns in den Verein kamen“, erzählt Bosse, der natürlich hofft, dass das auch dieses Mal wieder passiert. „Wir bieten hier heute Skispringen für Jedermann an. Unter fachkundiger Anleitung können sich die Kinder oder Erwachsenen zunächst an unserer Vier–Meter–Schanze — dem Hüpfhügel — und wenn sie sich gut anstellen, auch auf der Zehn–Meter–Schanze ausprobieren.“ Daneben lag auf der Anlage auch noch ein Biathlon–Lasergewehr bereit und es bestand die Möglichkeit, den Schanzenauslauf hinunter zu rodeln. Insbesondere viele Kinder nutzten dieses Angebot. Die Anweiser waren gut damit beschäftigt, einen nach dem anderen von der Mini–Schanze springen zu lassen.
743106
Der sportliche Wettkampf, der im Rahmen eines Vereinsspringens von der 40–Meter–Schanze erfolgte, stand an diesem Tag im Hintergrund. „Aber natürlich wollen wir den Zuschauern unsere Springer präsentieren“, so Bosse. Zwei von ihnen hatten zuletzt sogar im Bundesvergleich groß aufgetrumpft: Max Unglaube wurde in der Altersklasse S13 als erster Brandenburger überhaupt Deutscher Schülermeister bei den Spezialspringern, Moritz Terei belegte in der S12 Rang vier.
Man sei stolz darauf, solch talentierte Springer im Verein zu haben, sagt Bosse. „Bei Veranstaltungen hören wir immer wieder, dass wir neue Qualität in den Wettkampf gebracht haben“, sagt der WSV–Chef. „Das ist wirklich etwas Großes, dass sich hier entwickelt hat.“
Verantwortlich dafür sei das gute Zusammenspiel. „Es passt einfach alles“, freut sich Bosse. „Unsere Anlage ist gut, unser Trainer Stefan Wiedmann ist ein absoluter Gewinn für uns, wir haben hervorragende Sportler und — ganz wichtig — tolle Eltern, die ihre Kinder großartig unterstützen.“
Andernfalls wäre es nicht möglich, dass viele Vereine aus den Wintersport–Gebieten dem WSV inzwischen Hochachtung entgegenbringen würden. „Skispringen ist eine elitäre Sportart, die nicht viele Menschen betreiben — in Deutschland nur etwa 500. Wenn man dann sieht, dass 16 davon bei uns springen, ist das schon beachtlich“, sagt Bosse. Vier– bis fünfmal in der Woche trainieren die Kinder unter der Anleitung von Trainer Stefan Wiedmann. „Ansonsten wären sie leistungstechnisch nicht da, wo sie heute sind“, so der Vereinschef.




