Sportliche Leistung
: WSV-Adler fliegt zu Gold

Als erster Brandenburger gewinnt Max Unglaube die Deutsche Schülermeisterschaft. Vereinskamerad Moritz Terei wird Vierter.
Von
Conradin Walenciak
Bad Freienwalde
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Max Unglaube vom WSV Bad Freienwalde hat etwas geschafft, was vor ihm noch keinem anderen Brandenburger gelungen ist: Der 12-jährige Skispringer hat den Deutschen Schülercup der Spezialspringer in der Altersklasse S13 gewonnen.

„Das ist der größte Erfolg in unserer Vereinsgeschichte“, sagt WSV-Trainer Stefan Wiedmann stolz. Versüßt wird dieser noch durch den vierten Platz von Unglaubes Vereinskameraden Moritz Terei in der S12. „Noch vor einigen Jahren haben die Sportler aus den Hochburgen des Skispringens – allen voran die Bayern – diese Wettbewerbe unter sich ausgemacht“, so Wiedmann weiter. „Inzwischen können unsere Jungs aber vorne mitmischen.“

Der Schülercup besteht aus drei Veranstaltungs-Wochenenden, an denen jeweils zwei Springen stattfinden – also sechs Wettkämpfe. Unglaubes Bilanz: Drei erste und jeweils ein zweiter, dritter und vierter Platz. Auch Terei konnte seine Qualitäten unter Beweis stellen, konnte sich bei seiner ersten Schülercup-Teilnahme unter anderem seinen ersten Tagessieg sichern.

„Die Jungs sind einfach enorm zielstrebig“, sagt Wiedmann über seine beiden Schützlinge. „Sie zeigen inzwischen seit Jahren, dass sie zu den besten Nachwuchsspringern Deutschlands gehören.“ Unglaube, der nun seit vier Jahren beim WSV trainiert, hatte schon im Vorjahr die Schülercup-Krone im Blick, musste sich damals aber noch mit dem zweiten Rang in der Gesamtwertung zufrieden geben.

Belächelt, dass man aus Bad Freienwalde komme – dem nördlichsten Skisprunggebiet Deutschlands –, werde man bei Wettkämpfen deshalb inzwischen auch nicht mehr. „Als wir angefangen haben, Sportler zu Wettkämpfen zu schicken, waren wir ein weißer Fleck auf der Landkarte“, sagt WSV-Präsident Dieter Bosse zu dieser Thematik. „Aber durch die guten Leistungen unserer Springer haben sie sich die Hochachtung der anderen Vereine verdient.“

Max Unglaube freut sich natürlich auch über seinen Sieg im Schülercup – auch wenn es für ihn nur der erste Schritt ist. „Klar bin ich stolz auf diesen Titel. Aber ich komme jetzt in die nächste Altersklasse. Da sind die Schanzen auch höher. Da freue ich mich schon drauf.“ Sprang er bisher in Wettkämpfen von 40- und 50-Meter-Schanzen, stehen bald 60- und 90-Meter-Schanzen auf dem Programm.

Und noch eine weitere Änderung steht für die beiden WSV-Nachwuchssportler ins Haus: Zum kommenden Schuljahr wechseln sie an die Sportschule nach Oberhof in Thüringen. Max Unglaube freut sich auf diesen Schritt. „Ich habe keine Angst davor, von hier weg zu gehen. Das wird bestimmt cool werden.“

Trainer Stefan Wiedmann, der neben seiner Tätigkeit für den WSV auch als Brandenburger Skisprung-Landestrainer fungiert, sieht dem nächsten Schritt der beiden Springer mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. „Aus sportlicher Sicht betrachtet, ist das natürlich eine super Gelegenheit für die beiden. Sie werden sich dort weiter verbessern, können dort dauerhaft unter sehr guten Bedingungen trainieren.“

Andererseits könne er den beiden dann nicht mehr dabei helfen. „Dort ist natürlich ein anderer Trainer für sie zuständig. Nachdem wir so viel zusammen erlebt haben, sind sie mir natürlich ans Herz gewachsen.“ Bei Wettkämpfen treten Unglaube und Terei aber weiterhin für den WSV Bad Freienwalde an. „Bei Turnieren werde ich sie auch betreuen“, so Wiedmann. „Wir werden uns also noch ein paar Mal über den Weg laufen.“