Tradition
: Fest auf dem Ziegenhof Zollbrücke

Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit hat der Ziegenhof Zollbrücke zum Fest eingeladen.
Von
Steffen Göttmann
Zollbrücke
Jetzt in der App anhören

Hoffest: Michael und Dorit Deutsch aus Berlin haben bei jedem der mehr als 40 Feste Grill und Herd bedient.

Steffen Göttmann

Ziegenprodukte auf Grill

„Wir haben diesmal Ziegentopf, Ziegenbuletten, Ziegenwurst, Ziegenknacker, etwas angeräuchert, Pellkartoffeln, Kraut und Grütze“, preist Michael Deutsch die Speisekarte an. Der Ziegentopf, eine Art Kesselgulasch ausschließlich mit Ziegenfleisch dürfte gut angekommen sein. Denn es ist kalt an diesem Morgen im Oderbruch. „Wir sind seit mehr als 40 Jahren mit Michael Rubin befreundet“, erzählen die beiden Köche. Bei jedem Hoffest am Ostersonntag und am Tag der Deutschen Einheit veredeln sie das Fleisch, das Michael Rubin produziert. Die Grützwurst ist jedoch aus Schweinefleisch und auch die Würste enthalten eine bestimmten Anteil an Schweinefleisch. „Ziegenfleisch ist zu trocken, das funktioniert sonst nicht“, sagt der Koch. Die Wurst hält nicht zusammen. Zudem ist Fett Geschmacksträger.

„Von der Resonanz her macht uns klar das Wetter zu schaffen“, erklärt Michael Rubin. Eigentlich wollte er noch Quad–Fahren anbieten. Doch der Boden sei dazu jetzt zu weich.Auch einige Händler hätten ihm abgesagt. Dennoch ist der Hof gut gefüllt. Die Keramikerin Susanne Egenfeld bietet ebenso ihre Produkte feil, wie Peter Herbert seinen Senf. „Der Echte Looser Senf geht zur Zeit am besten, obwohl er der teuerste ist“, berichtet Peter Herbert. Dieser sei daher auch schon ausverkauft. Bald hat er wieder Zeit, neuen anzurühren. Denn zum Gänsebraten passe gut sein Quittensenf, dessen Nachfrage bald den "Echten Looser Senf“ übersteigt. Auch Bauer Korn und Eckhard Schenk vom Imkerverein Wriezen bereichern das Hoffest, es gibt ferner Spielzeug, Seifen undKörbe, geflochten aus Streifen von Tetrapaks und Kutsch–Rundfahrten.

120 tragende Muttertiere

„Wir wollen demnächst mehr für Kinder machen“, kündigt Michael Rubin an. Er wolle bei einem der nächsten Hoffeste ein Puppentheater engagieren. Ansonsten hofft er, dass seine 120 tragenden Muttertiere Anfang kommenden Jahres genügend Lämmer zur Welt bringen. Mit den weiblichen Tiere erhält er seine Herde, das Fleisch der Bocklämmer wird  verarbeitet