Trauer in Bad Freienwalde: Familienvater (38) verstorben, Verein ruft zu Spenden auf

Familienvater Christian Keßler aus Bad Freienwalde ist mit 38 Jahren an einer Tumorerkrankung verstorben. Nun sammelt die Familie Geld für Beerdigung und Grabstein.
Janine Keßler- Christian Keßler (38) aus Bad Freienwalde verstarb an einem Hirntumor, hinterlässt zwei kleine Kinder.
- Witwe Janine Keßler bittet auf „GoFundMe“ um Spenden für Beerdigung und Grabstein (Ziel: 16.000 Euro).
- Bis 18. November: 13.615 Euro von 527 Spendern gesammelt; Verein SV Jahn unterstützt durch Aktionen.
- Christian war aktiver Fußballer; letzte Ehre bei Spielen des SV Jahn, Spendenbox wird aufgestellt.
- Beerdigung soll öffentlich sein, wie vom Verstorbenen gewünscht; Familie kämpft mit den Kosten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Trauer und Anteilnahme in Bad Freienwalde sind groß, denn Christian Keßler stammt aus der Kurstadt und war jahrelang in Altranft und Bad Freienwalde als Fußballer aktiv. Zuletzt lebte er mit seiner Familie in Berlin. Am 22. Oktober ist der 38-jährige Familienvater einem Hirntumor erlegen.
Er hinterlässt zwei kleine Kinder im Alter von sechs und drei Jahren sowie seine trauernde Witwe Janine Keßler. Auf der Plattform „GoFundMe“ läuft derzeit ein Spendenaufruf, in dem die Witwe mit bewegenden Worten um Unterstützung bittet.
Nie im Leben hätte sie nach der Hochzeit mit ihrem Mann daran gedacht, dass nur noch ein gemeinsames Jahr bleibe. „Wenn ihr diese Zeilen lest, bin ich jedoch die Witwe von Christian, die zweieinhalb Jahre mit jedem Millimeter meines Körpers um das Leben meines Mannes gekämpft hat“, schreibt sie dort.
Der ganze Stolz des Verstorbenen: die Kinder und der Garten
Christians Gehirn habe ihm wegen des Tumors zuletzt „fürchterliche Streiche“ gespielt. „Immer mehr Funktionen setzten einfach aus, er fiel einfach um ohne Vorwarnung, sein Gedächtnis fuhr immer weiter runter, er konnte kaum noch logische Zusammenhänge finden und war geistig leider sehr verwirrt“, berichtet die Witwe.
Besonders bitter ist, dass er diese Entwicklung selbst noch mitbekommen habe, jedoch nicht mehr gegensteuern konnte. „Unzählige Male weinten wir zusammen. Mein Mann hatte studiert, einen Masterabschluss … von ihm war kaum noch was übrig, außer der Liebe … die Wärme strömte jeden Tag aus ihm“, schreibt Janine Keßler.
Durch die krankheitsbedingten Beeinträchtigungen ihres Mannes sei es zum Schluss nicht mehr möglich gewesen, als Familie gemeinsame Ausflüge zu unternehmen. „Trotzdem versuchten wir jede Woche wenigstens einmal etwas gemeinsam zu unternehmen. Mein Mann nahm nicht mehr so viel wahr, aber in der Nähe der Kinder lächelte er in einer Tour. Sein größter Stolz, außerhalb der Familie, war unser Garten. Hier saß er stundenlang und genoss die Natur“, schildert sie auf der Spendenplattform.
Als die Schwere seiner Erkrankung und seine schlechten Aussichten klar wurden, habe sie mit ihm über die Dinge gesprochen, die nach seinem Tod zu klären sind. Christian Keßler habe sich eine Beerdigung mit der Familie und allen Freunden und Kollegen gewünscht. „Jeder, der möchte, darf kommen, der Termin soll öffentlich gemacht werden“, kündigt Janine Keßler in ihrem Spendenaufruf an – so habe es ihr verstorbener Partner gewollt.
Witwe bittet um Unterstützung bei Begräbniskosten
Doch daraus ergebe sich ein Problem: Die Beerdigung sei fertig geplant, doch der Grabstein sei „wahnsinnig teuer. Der ist aktuell unmöglich zu bezahlen, ich kann gar nicht glauben, was heutzutage eine Beerdigung inklusive Friedhof, Kapellennutzung und Grabstein kostet!“, so die Hinterbliebene, die erklärt, Angst vor der Zukunft ohne ihren Mann und den Vater ihrer Kinder zu haben. „Unseren Sohn so leiden zu sehen, hat mir ein weiteres Mal das Herz herausgerissen“, berichtet sie.
Nun möchte sie einen Grabstein bestellen und bittet dafür um Spenden. 16.000 Euro sind der Zielbetrag. 13.615 Euro von 527 Spendern sind (Stand 18. November) auf GoFundMe (Link zur Spendenaktion) bereits zusammengekommen.
Die früheren Teamkameraden von Christian Keßler, die Fußballer des SV Jahn Bad Freienwalde, wollen ihrem verstorbenen Sportsfreund die letzte Ehre erweisen: Schon beim Heimspiel der Ü35 am 14. November wurden Spenden gesammelt. Auch beim Spiel „unserer Männermannschaft am 22. November 2025 um 13 Uhr im Jahn-Stadion werden wir Christian in einem besonderen Rahmen verabschieden. Zudem wird eine Spendenbox aufgestellt, deren Erlös der Familie zugutekommt“, kündigt der Verein auf seiner Facebookseite an. Alle Zuschauer, Fans und Mitglieder seien herzlich eingeladen, innezuhalten, dem Verstorbenen zu gedenken und die Familie in dieser schweren Zeit zu unterstützen.


