Unterstützung: Drei Gruppen bedacht

Spendenübergabe: Jutta Lieske (3. v. r.) überraschte Vertreter der Selbsthilfegruppe "Eltern mit behinderten Kindern", des Sportvereins Do-Keiko und der Multiple-Sklerose-Selbsthilfegruppe im SPD-Bürgerbüro in Bad Freienwalde. Landtagsabgeordnete Elske Hildebrandt (3. v. l.) wird das Bürgerbüro ab Januar übernehmen.
Anett ZimmermannDas SPD–Bürgerbüro in der Bad Freienwalder Königstraße will Elske Hildebrandt ab Januar mit Leben erfüllen. Sie wisse zwar noch nicht genau wie, sagte sie am Montagvormittag, aber da werde sie sich noch etwas einfallen lassen. Dabei schloss sie nicht aus, die Idee von Jutta Lieske, dort Kunst zu präsentieren, aufzugreifen. Elske Hildebrand hatte im September das Direktmandat im Nachbarwahlkreis 32 (Strausberg/Rüdersdorf/Petershagen–Eggersdorf) geholt. Den Wahlkreis 33 (Altlandsberg/Bad Freienwalde/Fredersdorf–Vogelsdorf/Wriezen und Ämter Falkenberg–Höhe und Barnim–Oderbruch) will Elske Hildebrandt künftig mitbetreuen. „Sie ist das neue Gesicht der SPD in der Region“, machte Jutta Lieske deutlich. Sie hatte zur Landtagswahl im September nicht mehr kandidiert.
Krumme Summe aufgestockt
Bei ihrer Verabschiedung Ende September seien 400 Euro zusammengekommen, berichtete sie und hatte den Erlös der Versteigerung von Bildern des Altlandsberger Künstlers Mike Hille noch nicht eingerechnet. Und so wurde nun erst einmal gezählt und dann der Betrag von 790 Euro vermeldet. Durch drei geteilt, ergab das für Jutta Lieske „eine viel zu krumme Summe“ und packte einen Zwanziger drauf.
Ellen Meier sowie Verena und Kathrin Golme von der Selbsthilfegruppe „Eltern mit behinderten Kindern“, Stephan Rietz vom Sportverein Do–Keiko und Ires Juhre sowie Bärbel Lankau von der Multiple–Sklerose–Selbsthilfegruppe durften sich also über jeweils 270 Euro freuen. Obendrauf gab es noch je einen Lions–Adventskalender sowie einen Oderbruch–Kalender des Fotografen Stefan Hessheimer.
„Die Selbsthilfegruppen und auch der Verein erhalten wenig beziehungsweise keine Unterstützung durch die öffentliche Hand“, begründete Jutta Lieske ihre Auswahl. Bärbel Lankau verwies auf das im nächsten Jahr anstehende Gründungsjubiläum ihrer Selbsthilfegruppe. „Wir werden 30 und wollen dazu eine Veranstaltung organisieren.“ Kennengelernt habe man Jutta Lieske übrigens über die Ausstellung „Für Gutes den Kopf hinhalten“, die auf die Krankheit Multiple Sklerose aufmerksam machen soll und auch im SPD–Bürgerbüro in Bad Freienwalde zu sehen war. In besonderer Erinnerung geblieben sei zudem der Besuch im Potsdamer Landtag.
Trainingsstunde angeboten
Ellen Meier dachte unterdessen an die drei ehrenamtlichen Betreuer, die die Selbsthilfegruppe bei ihrer Urlaubsfahrt nach Heringsdorf an die Ostsee unterstützen. „Sie nehmen sich für uns extra frei und wir wollen mit der Spende ihre Unkosten reduzieren.“ Seit zwei Jahren sei übrigens Jutta Lieske dabei, verriet sie und fügte hinzu: „Es gab anfangs Bedenken, aber sie hat ohne Berührungsängste zugepackt, ist zum Beispiel eines der Autos gefahren und hat auch mal einen Rollstuhl geschoben. Sie ist menschlich sehr einfühlsam.“ Und Jutta Lieske sicherte zu, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein, obwohl sie inzwischen ihre Mutter zu sich geholt habe.
Elske Hildebrandt hakte auch bei Stephan Rietz nach, der über die Arbeit seines Vereins mit 70 Mitgliedern und vier ehrenamtlichen Trainern, berichtete. „Wir haben Kinder aus allen sozialen Schichten dabei.“ Die Spende will er für die Weihnachtsfeier nutzen und lud die Landtagsabgeordnete schon mal zu einer Trainingsstunde ein.