Vereinsleben
: WSV stellt Bierger Ruud in den Fokus

Volker Kluge und Klaus-Jürgen Alde moderieren in der Konzerthalle. Thema Skispringen ist angesagt.
Von
Udo Plate
Bad Freienwalde
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Ausbildung in Berlin

Ruud absolvierte 1934/35 in Berlin eine kaufmännische Ausbildung und trainierte während dieser Zeit ausschließlich in Bad Freienwalde. 1931, 1935 und 1937 wurde er Weltmeister von der Normalschanze. Bei den Olympischen Winterspielen 1932 und 1936 gewann er jeweils Gold im Springen von der Normalschanze. Auch als Alpin-Skirennläufer war Ruud erfolgreich. Er erreichte bei den Olympischen Spielen 1936 in der Alpinen Kombination den vierten Platz und gewann bei der Ski-Weltmeisterschaft 1935 die Bronzemedaille in der Kombination. 1937 wurde er mit der Holmenkollen-Medaille geehrt.

Als während des Zweiten Weltkriegs Norwegen von den Deutschen besetzt war, wollte Ruud die Besatzer nicht mit seiner Popularität unterstützen und weigerte sich, bei offiziellen Wettbewerben anzutreten. Daher wurde er ab 1943 im Konzentrationslager Grini bei Oslo inhaftiert. 1948 startete er im Alter von 36 Jahren noch bei Olympischen Winterspielen und gewann Silber von der Normalschanze.