Volleyball: Formfehler bringt TKC den Sieg

Sprungkaft: Die offenbaren in dieser Szene Wriezens Maksims Rostovcevs (rechts) und Jonas Elwert gegen Eimsbüttels Kapitän Lukas Radzuweit.
Udo Plate/MOZSportlich reichte es für die Drittliga–Volleyballer des TKC Wriezen zum Saisonausklang im Heimspiel gegen die Gäste des Eimsbütteler TV nicht zum erhofften Heimerfolg. Hatten die gastgebenden Mannen um TKC–Trainer Tom Schwenk das Hinspiel bei den Norddeutschen mit einem Fünf–Satz–Krimi im Tiebreak noch mit 3:2 gewonnen, reichte es am Sonnabend diesmal hinten und vorne nicht. Dass die Heimtruppe dennoch einen klaren 3:0–Erfolg verbuchen durfte, hatten sie einem Lapsus der Gäste aus der Hamburger Peripherie zu verdanken. Die ließen nämlich mit Paul–Jonas Rumberg einen Nachwuchsakteur auflaufen, der keine Spielberechtigung besaß. In einem solchen Fall besagt das Regelwerk, dass der jeweilige Kontrahent einen 3:0–Erfolg zugesprochen bekommt. Dementsprechend wurde die Begegnung mit dreimal 25:0 für Wriezen gewertet.
Auf dem Spielfeld in der Wriezener Gymnasiumshalle verdaddelten die TKCer mit einer über weite Strecken indiskutablen Vorstellung einen sportlichen Heimerfolg geradezu leichtfertig. Vor allem im ersten Durchgang kamen die Gastgeber überhaupt nicht ins Spiel. Gegenseitige Vorwürfe, Kritik an den Unparteiischen und mit 15:25 Punkten einen derben Satzverlust kennzeichneten den Satz. An den Schiedsrichtern lag es indes bestimmt nicht. Bis zum 4:4 hielten die Wriezener noch mit, doch dann zogen die Gäste auf 25:15 zur nur logischen 1:0–Satzführung davon.
Was Tom Schwenk seinen Mannen verbal auch mit den zweiten Abschnitt gegeben hatte, er musste die richtigen Worte gefunden haben. Urplötzlich bot die Heimtruppe nicht nur ernsthaften Widerstand, sondern hatte beim 23:20 die große Möglichkeit zum Ausgleich und schien auf einem guten Weg. Doch statt die Möglichkeit am Schopf zu fassen kam es ganz anders. Die Eimsbütteler gaben nicht auf und knöpften den Gastgebern mit einen Aufholjagd mit 25:23 auch den zweiten Satz ab.
Im ausgeglichenen dritten Durchgang ging es durchweg auf Augenhöhe zur Sache und keine Mannschaft konnte sich wirklich absetzen. Am Ende der 24minuütigen Spielzeit behielten die Gastgeber hauchdünn mit 26:24 die Oberhand, um anschließend den vierten Satz mit 23:25 und damit auch das letzte Spiel der ausgelaufenen Saison 2018/2019 zu verlieren.