Volleyball
: TKC-Express gibt daheim Vollgas

Die Drittliga-Volleyballer des TKC Wriezen setzten im Heimspiel gegen die Spielgemeinschaft Halstenbek-Pinneberg ihren Siegeszug fort. Die Gastgeber besiegten die Norddeutschen glatt mit 3:0-Sätzen.
Von
Udo Plate
Wriezen
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Wriezens Jan-Lucas Schaus (rechts) überwindet nach präsizem Zuspiel von Peter Itzigehl den Block der Pinneberger.

Udo Plate/MOZ

Die erste Führung erzielten die Gäste um Kapitän Andrian Weigel, doch das Spiel drehte sich umgehend: Wriezens in der Anfangsphase überragendem Maksims Rostovcevs gelang eine perfekte Aufschlagserie, die erst beim Stand von 9:1 für die Gastgeber endete. Logisch, dass die Wriezener frühzeitig Feuer gefangen hatten und weiterhin die Initiative ergriffen. Zwar robbte sich die Spielgemeinschaft geführt von Carlos Fernando Oliveiras Santos noch auf 12:8 und 20:16 heran, aber das TKC-Ensemble mit dem starken Außenangreifer Jordan Heyer verteidigte die Führung mit Zähnen und Klauen. Maksims Rostovcevs war es vorbehalten, mit einem Ass den Zähler zum 25:20 zu machen.

Maksims Rostovcevs bärenstark

„Maksims hatte einfach eine traumhafte Quote bei seinen Aufschlägen im ersten Durchgang und hat damit für die nötige Sicherheit sowie Selbstbewusstsein in der Mannschaft gesorgt“, verteilte Wriezens Vereinschef und Hallensprecher in Personalunion Ulf-Michael Stumpe bereits nach dem ersten Durchgang ein dickes Sonderlob für den Letten in den Reihen der Oderbrücher.

Der zweite Satz begann wechselhaft, doch zunächst konnte sich kein Team absetzen. Als aber die Akteure aus der Hamburger Peripherie aus einem 15:15 ein 18:5 machten, schienen der letztjährige Vizemeister auf Kurs zu kommen. Allerdings die Norddeutschen hatten die Rechnung ohne den TKC gemacht, denn der ließ sich am späten Samstagabend in der heimischen Gymnasiumhalle nicht so schnell abschütteln. Vielmehr schafften sie den 18:18-Ausgleich und auch eine Auszeit der Gäste konnte den Wriezener Express nicht mehr stoppen. Dem 20:19 sowie 21:20 folgten vier Punkte in Serie und damit das 25:20 zum zweiten Satzgewinn.

Im dritten Abschnitt nutzte Gregor Steinke die Wriezener Wechseloptionen und brachte für Peter Itzigehl und René Stadie Mannschaftskapitän Dirk Böckermann und Bastian Ellerkmann. Den Spielfluss störte der Personalwechsel indes nicht wirklich. Zwar hielt Halstenbek-Pinneberg bis zum 11:11 durchaus dagegen, aber letztlich entpuppte sich dieses letzte Aufbäumen der Gäste als Strohfeuer. In der finalen Satzphase waren die TKCer wieder am Drücker und diktierten das Geschehen mehr oder weniger nach Belieben. Über 21:20 und 23:20 kam das Team zum ersten Matchball, der jedoch abgewehrt wurde. Bezeichnend, dass SG-Kapitän Andrian Weigel mit seinen Angabenfehler dem TKC den entscheidenden Punkt zum 3:0-Sieg bescherte.

„Unser Erfolg geht komplett in Ordnung, da wir doch in der Annahme und im Angriff deutliche Vorteile besaßen“, befand Ulf-Michael Stumpe, der zudem das TKC-Eigengewächs Jordan Heyer zum Akteur des Spiels küren durfte.

Gregor Steinke war indes in erster Linie froh, dass die drei Zähler in Wriezen blieben. „Nach unserem wahrlich überragenden Start haben wir es verpasst, uns auf diesem Niveau einzupendeln. In der Folgezeit haben wir noch nicht 100 Prozent des vorhandenen Potenzials abgerufen. Aber es hat gereicht. In der dritten Liga darfst du dir eigentlich keinerlei Auszeiten nehmen, ansonsten kann eine bereits sicher geglaubte Begegnung auch schnell mal kippen“, bilanzierte ein letztlich doch zufriedener Wriezener Ersatztrainer, um anschließend Tom Schwenk die frohe Botschaft zu übermitteln.

TKC Wriezen: Jan Lukas Schaus, Bastian Ellerkmann, René Stadie, Jordan Heyer, Jonas Elwert. Peter Itzigehl, Maksims Rostovcevs, Dirk Böckermann, Lucas Mäurer, Toni Wenzlaff, Matthias Lichtenheldt, David Westphal