"Wir wollen mit guten Angaben das Spiel bestimmen. Die sind aus meiner Sicht ein Schlüssel zum Erfolg. Wichtig wird es sein, dass wir mit unseren Außenangreifern René Stadie und Jordan Heyer gut ins Spiel kommen", sagte Schwenk vor dem Spiel. Und genau diese beiden Spieler waren auch die Punktelieferanten beim TKC. Die Wahl zum besten Spieler der Partie hätten eigentlich beide gewinnen müssen. Schließlich bekam der Zwei-Meter-Mann René Stadie diese Ehre. Allein wenn er zum Aufschlag ging, wurde es plötzlich ruhig in der Halle. Mit unglaublicher Sprungkraft und Präzision hämmerte er die Bälle in die Berliner Hälfte, so dass die Männer um ihren Spieler/Trainer Sören Damerius immer Probleme bei der Abwehr hatten. "Ich bin froh, dass wir René für uns  gewinnen konnten", sagte Schwenk und berichtet, dass sich beide schon sehr lange kennen. "Er war sogar Junioren-Nationalspieler." Stadie hatte nach einem Jahr Pause, in dem er nach Tiefensee gezogen war, wieder Lust am Volleyball gefunden und sich dem TKC angeschlossen. "Er ist ganz klar eine Verstärkung für unsere Mannschaft."
Zu den Verstärkungen im Team des TKC gehören auch Rückkehrer Peter Itzigel und Jordan Heyer, der ein großartiges Spiel machte und praktisch mit jedem Angriff besser wurde. Der Außenangreifer schlug die Bälle mit hoher Genauigkeit und blieb über das gesamte Spiel hinweg sehr effektiv.
Souverän im ersten Satz
Der erste Satz ging fast schon leicht und locker mit 25:15 an den Gastgeber. "Das war wirklich schön anzusehen", strahlte der Trainer beim Seitenwechsel. Auch der zweite Durchgang verlief recht einseitig. Der TKC war deutlich besser und gewann verdient mit 25:18. Der dritte Satz zeigte dann aber, dass auch ein Gegner wie der VfK Südwest nicht unterschätzt werden darf. Die Berliner bewiesen Kämpferqualitäten und hatten mit Paul Heinze einen Mann am Netz, der sehr erfolgreich spielte. Beim TKC schlichen sich Nachlässigkeiten ein und die Konzentration ließ deutlich nach. Südwest führte schon mit 21:16, ehe der Gastgeber zu einem Endspurt ansetzte. Zu spät, der Satz ging mit 22:25 verloren. Es sollte aber nur ein zwischenzeitlicher Ausrutscher bleiben, denn Wriezen steigerte sich und konnte im vierten Durchgang dann alles klar machen. Mit 25:12 ging dieser Satz wieder an den TKC.
Bestnoten für Böckermann
Den letzten Punkt machte für den TKC der neue Kapitän Dirk Böckermann. Auch er bekam Bestnoten vom Trainer. "Es gibt aus meiner Sicht in der Liga zwei Topfavoriten. Zum einen ist das der PSV Neustrelitz und zum anderen der SC Potsdam. Diese beiden Mannschaften sehe ich auf Platz eins und zwei der Liga. Wenn alles gut läuft, sollten wir den dritten Tabellenplatz anpeilen. Das ist jedenfalls mein Saisonziel", sagte Schwenk nach dem Spiel. "Ich bin im vergangenen Winter zum TKC gekommen und habe sieben von neun Spielen gewonnen. Ich weiß, was meine Männer können, und von daher denke ich, dass wir optimistisch in die Saison gehen sollten."