Weihnachten in MOL: Wo der Tannenbaum frisch aus dem Wald und vom Hof kommt

Der Herr der Weihnachtsbäume: Bernard Albers hat auf seinem Hof zwischen Zechin und Sophienthal rund 15.000 Bäume für das Fest im Angebot. Hündin Charly ist immer dabei.
Ulf Grieger- Frische Weihnachtsbäume in der Region MOL: Selbst schlagen in Wäldern und auf Plantagen möglich.
- Plantagen bieten Nordmanntannen, Kiefern und Fichten an – Preise ab 10 Euro pro Meter.
- Familienevents mit Lagerfeuer, Glühwein und Kinderpunsch begleiten den Baumverkauf.
- Termine: 13. Dezember 2025 in Prötzel, 20. Dezember bei Neuhardenberg, weitere Plantagen in Manschnow und Zechin.
- Zechiner Plantage von Bauer Albers: 15.000 Bäume, Preise ab 35 Euro, Begleitung durch Hündin Charlie.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für viele Familien gehört es zur Tradition, dass zu Weihnachten ein Tannenbaum in der Wohnstube aufgestellt und geschmückt wird. Je frischer er ist, umso mehr ist der typische Nadelbaumduft wahrzunehmen und umso länger bleiben die Nadeln am Baum. Schließlich soll er bis zum Ende der Weihnachtszeit zu den Heiligen drei Königen am 6. Januar durchhalten.
Bei den Plantagenweihnachtsbäumen, die aus Osteuropa kommen, und in Massen an Straßen und auf Plätzen verkauft werden, ist das nicht immer der Fall. Wer sich sicher sein will, dass der Baum wirklich frisch geschlagen ist, kauft in der Region. Wer sich ganz sicher sein will, kann sich seinen Nadelbaum selbst im Wald schlagen. Meist sind es Waldbauern und Forstbetriebsgemeinschaften, die zu bestimmten Terminen zu ihren Waldflächen einladen.
QR-Code weist den Weg in den Wald
Was ist mitzubringen? „Eine Säge und natürlich Geld“, sagt Torsten Bisanz-Blank lachend. Er ist Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Waldgemeinschaft Bliesdorf, die Wald bei Prötzel besitzt. Die FBG habe vor fünf bis sechs Jahren Nadelwald aufgeforstet und lichtet ihn ab einer bestimmten Größe der Bäume aus, damit die für die Forstwirtschaft vorgesehene Bäume sich entfalten können. Wer sich einen Baum selber sägen möchte, hat dazu am 13. Dezember 2025, von 9 bis 14 Uhr die Gelegenheit. Es gibt Nordmann- und Küstentannen, die pro Meter 17,50 Euro kosten. „Wir gestalten den Weihnachtsbaumverkauf als kleinen Familienevent mit Lagerfeuer, Kinderpunsch und Glühwein gegen eine kleine Spende“, so der Vorsitzende. „Wer möchte, darf seine eigene Tasse mitbringen, dann gibts weniger Müll durch Einweg-Becher.“ Die Stelle ist an der Biesower Straße in Prötzel. Die genaue Stelle für den Routenplaner ist im Internet per QR-Code unter forst.brandenburg.de/lfb/de/weihnachtsbaumangebot/ zu finden. Die FBG bietet die Möglichkeit, den Baum mithilfe eines Trichters in ein Netz zu packen, damit er sich besser transportieren lässt.

Familienevent mit Lagerfeuer: Die Forstbetriebsgemeinschaft Biesdorf lädt dazu ein, im Wald bei Prötzel Weihnachtsbäume selbst zu sägen, hier im Dezember 2024.
Torsten Bisanz-BlankTraditionell lädt die Forstbetriebsgemeinschaft Altfriedland l wieder am 20. Dezember von 10 bis 12 Uhr nach Gottesgabe bei Neuhardenberg ein, teilte Hans-Dieter Moczia, Leiter des Forstreviers Wriezen des Forstamtes MOL, mit. Dann gebe es auf dem Forstgelände am Dorfteich die Möglichkeit, Bäume selber zu schlagen. Angeboten werden verschiedene Tannenarten, Blaufichten und einzelne Kiefern zum Pries von zehn Euro pro Meter. Zum Aufwärmen gibt es ein Lagerfeuer und nach getaner Arbeit Bratwurst und Glühwein.
Abholservice für Ortsunkundige
Am selben Tag lädt Martin Krüger (Telefon: 0172 3938743), Leiter des Forstreviers Breitefenn des Landesforstbetriebs Chorin, vom 9 bis 13 Uhr am Forsthaus Breitefenn in Neuendorf bei Oderberg ein, Bäume selber zu schlagen. Angeboten werden Tannen, Fichten und Kiefern. Axt oder Säge sind selbst mitzubringen. Es gibt einen Imbiss. Die Anfahrt erfolgt über die B158 von Oderberg in Richtung Angermünde zum Ortsteil Neuendorf. Für nicht Ortskundige hat der Förster einen Abholservice organisiert: 9 Uhr an der ehemaligen Gaststätte „Großer Stein“ im Ortsteil Neuendorf (direkt an der B158), 10 Uhr am Zeltplatz Parsteinsee.
In Bad Freienwalde gibt es keine Möglichkeit mehr, sich seinen Weihnachtsbaum selbst zu schlagen. Der langjährige Leiter des Forstreviers Sonnenburg ist in den Ruhestand gegangen. Und im Stadtforst von Bad Freienwalde gibt keine Weihnachtsbäume.

Ein Weihnachtsbaum aus Zechin für ein Hotel in Berlin: Die Plantage von Bauer Albers in Zechin hat auch Fans in der Bundeshauptstadt. Dieser große Baum wurde für ein Hotel am Potsdamer Platz verladen.
Ulf GriegerTannen aus der Plantage selbst aussuchen
Auch im südlichen Oderbruch wachsen die Tannen für das Fest. Das Oderbruch hat zwar kaum noch Wälder. Aber dafür einige Plantagen, auf denen man ebenso die Bäumchen selbst aussuchen und schlagen kann. Am bekanntesten sind Plantagen von Udo und Ivonne Griebel in Manschnow. Denn sie sind schon von der Bundesstraße 1 aus gut zu erkennen. Nordmanntannen (23 Euro je Meter), Kiefern und Fichten (18 Euro je Meter) wachsen aber auch auf der Fläche neben dem Fort Gorgast, informiert Familie Griebel auf ihrer Internetseite. Geöffnet ist ab dem 29. November bis zum 23. Dezember an der B1 täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr und am Fort nur an den Adventswochenenden zur selben Zeit.
Etwas versteckter liegen die Plantagen von Bauer Bernard Albers in Zechin. Aber da er die Tannen-Plantage bereits seit 15 Jahren betreibt, hat sich das herumgesprochen. Viele freuen sich schon auf das Ereignis, das mit dem Aussuchen und Selbstschlagen dort im tiefsten Oderbruch verbunden ist. Bei den rund 15.000 Bäumchen ist die Auswahl gut. Die Bäume kosten zwischen 35 Euro bis 1,50 Meter und 40 Euro bis 2,5 Meter. Begleitet werden Kunden oft von Hündin Charlie, die für viele schon zum Fluidum dazu gehört.
Meist trifft man sich dort mit Freunden und Bekannten und verbindet so den Weihnachtsbaumkauf mit einem Schwätzchen am Stehtischchen bei Glühwein und Kinderpunsch. Neben Weihnachtsbäumen gibt es aber auch große Säcke mit Vogelfutter und Futterweizen für Hühner sowie Kichererbsen und Linsen von Bauer Albers' Feldern ringsum im Oderbruch.