Afrikanische Schweinepest in Oder-Spree: Weitere Lockerungen in Sicht – ein Zaun bleibt

Noch ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) nicht ausgestanden, doch es gibt weitere Fortschritte bei der Bekämpfung – und eine neue Realität, an die es sich zu gewöhnen gilt. (Symbolbild)
Patrick Pleul, dpa-ZentralbildSeit nunmehr gut drei Jahren wird im Land Brandenburg gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) gekämpft. Und die Mitwirkenden stemmen sich mit zahlreichen Maßnahmen wie Fallwildsuche, Zaunbaumaßnahmen und Wildschweinentnahmen gegen den permanenten Seuchendruck aus Westpolen. Dabei ist es ist gelungen, die weitere Ausbreitung der Seuche in Richtung Westen zu stoppen.
Nachdem bereits drei Kerngebiete im Jahr 2022 und vier Kerngebiete im Jahr 2023 aufgehoben werden konnten, erlaubten es die Erfolge bei den Bekämpfungsmaßnahmen im August, die weiße Zone um die Kerngebiete 4 und 5 in den Landkreisen Märkisch-Oderland, Oder-Spree sowie in der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) aufzuheben. Diese weiße Zone nördlich des Oder-Spree-Kanals und der Autobahn A12 wurde in den Status Sperrzone II überführt.
Weitere Lockerungen und dauerhafter ASP-Zaun angekündigt
Im Rahmen des Kreisbauerntages Oder-Spree hat Petra Senger, Amtstierärztin und Amtsleiterin Veterinär- und Lebensmittelüberwachung Oder-Spree, weitere Lockerungen angekündigt. „Wenn es weiterhin keine ASP-Befunde gibt, stellen wir im Januar 2024 bei der EU-Kommission Antrag, die Sperrzone II und Teile der I, aufzuheben“, betont sie.
Besonders erfreut gab sich Veterinärin Petra Senger zu dem Umstand, dass es während der letzten Jahre im Kreis keinen einzigen ASP-Ausbruch in einem Hausschweinebestand gegeben hätte. „Inzwischen sind bei einigen auch wieder Schweine im Stall.“ An eines jedoch werden sich die Menschen gewöhnen müssen. „Der Schutzzaun an der Grenze zu Polen, an Oder und Neiße bleibt dauerhaft erhalten, nicht nur im Landkreis Oder-Spree, sondern auch in Richtung Süden und Norden bis Mecklenburg-Vorpommern“, erklärt die Amtstierärztin.

